Fruchtbarkeit verbessern

So lange sollten Männer keinen Alkohol trinken, wenn sie Nachwuchs planen

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Paare, die viel Alkohol trinken, vermindern ihre Chancen auf ein gesundes Baby - weit vor der Schwangerschaft.

Jedes Paar weiß, wie Kindermachen geht. Wenn das gewünschte Ergebnis allerdings ausbleibt, sind viele ratlos. Simple Veränderungen können einen förderlichen Effekt haben.

Versuchen Paare über zwei Jahre erfolglos ein Kind zu bekommen, sprechen Mediziner von "sterilen Partnerschaften". Dabei können körperliche Ursachen dahinterstecken, wie etwa schlechte Spermienqualität oder verklebte Eileiter. Doch nicht immer muss eine ausbleibende Schwangerschaft medizinisch behandelt werden: Simple Lebensstiländerungen können in manchen Fällen den Kinderwunsch in Erfüllung gehen lassen.

Diese Faktoren mindern die Fruchtbarkeit und boykottieren einen Kinderwunsch

Wie jemand lebt, wirkt sich sehr auf die Fruchtbarkeit aus. Folgende Faktoren haben negativen Einfluss und können einem Kinderwunsch im Weg stehen:

  • Starkes Über- oder Untergewicht kann den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen und so die Einnistung von Samen in die Eizelle verhindern.
  • Rauchen kann die Fruchtbarkeit enorm vermindern.
  • Zunehmendes Alter: Ab dem 35. Lebensjahr sinken bei Frauen die Chancen schwanger zu werden rapide, Männer können zwar auch im Alter noch Kinder zeugen, allerdings sinkt im Alter der Testosteronspiegel und die Samenqualität nimmt ab.

Um die Chancen auf ein Kind zu erhöhen, sollten Paare dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung zufolge mit dem Rauchen aufhören, Normalgewicht anstreben und sich nicht zu viel Druck und Stress machen - denn auch psychische Belastung kann den Kinderwunsch boykottieren.

Lesen Sie auch: Zwei Jahre schwanger? Was im Bauch dieser Frau wächst, wiegt unglaubliche 26 Kilo.

Alkohol mindert die Chance auf ein gesundes Baby - auch vor der Schwangerschaft

Auch Alkohol hat negativen Einfluss auf einen Kinderwunsch. Neuere Untersuchungen zeigten, dass Mütter, die vor der Schwangerschaft viel tranken, ein um 16 Prozent höheres Risiko haben, ein Baby mit angeborener Herzerkrankung auf die Welt zu bringen. Dieses Risiko steigt dem britischen News-Portal The Sun zufolge sogar bis auf 50 Prozent, wenn auch die Väter vor der Schwangerschaft dem Alkohol frönten.

The Sun zitiert Allan Pacey, Professor für Männerheilkunde an der Sheffield University, der Männern eine Alkohol-Abstinenz von sechs Monaten empfiehlt, bevor sie versuchen Nachwuchs zu zeugen. Frauen sollten sogar ein Jahr im Voraus den Alkohol aus ihrem Leben verbannen, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Umfrage zum Thema

Weiterlesen: Männer erkennen ihre Traumpartnerin an diesem ekligen Detail.

jg / Video: glomex

Sport nach der Geburt: Darauf sollten Mütter achten 

Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf". Foto: Laufmamalauf
Kinderwagen schieben und dabei ins Schwitzen kommen: Darum geht es bei Mutter-Kind-Kursen wie "Laufmamalauf".  © Laufmamalauf
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining kommen die Mütter ins Schwitzen: Rückenstärkung, Haltungskorrektur und Muskelaufbau für die Beine werden hier zum Beispiel trainiert. © Klaus-Dietmar Gabbert
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten. Foto: Laufmamalauf/Caro Hoene
Katja Ohly-Nauber (links) und Illdiko Gössl haben beide das Konzept von "Laufmamalauf" entworfen. Mittlerweile werden die Sportkurse deutschlandweit angeboten.  © Caro Hoene
Petra Schweers ist Hebamme und Kangatrainerin aus Berlin. Foto: Petra Schweers
Petra Schweers ist Hebamme und Kangatrainerin aus Berlin.  © Petra Schweers
Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Beim Kangatraining geht es nicht nur um die Bewegung: Mütter können dort auch Kontakte knüpfen.  © Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Trainerin Katharina Hartmann aus Berlin leitet die Mütter beim Kangatraining an. © Klaus-Dietmar Gabbert
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. Foto: Laufmamalauf/V. Mitelman
Der Kinderwagenkurs funktioniert wie ein Zirkeltraining: An verschiedenen Stationen trainieren die Mütter mit Kinderwagen oder ihrem eigenen Körpergewicht. © V. Mitelman
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Extra Gewichte brauchen Mütter beim Kangatraining nicht: Es reicht aus, das eigene Baby in die Luft zu stemmen. © Klaus-Dietmar Gabbert

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