#WorldObesityDay

Online-Kampagne für mehr Geld im Kampf gegen Fettleibigkeit

+
Die Internationale Adipositas-Gesellschaft startet eine Online-Kampagne gegen Fettleibigkeit. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung ist zu dick. Die Kilos wieder schwinden zu lassen, ist oft schwierig - besser wäre es, Übergewicht von vornherein zu verhindern. Eine Online-Kampagne soll Aufmerksamkeit schaffen. Und zu mehr Investitionen führen.

Genf (dpa) - Die Zahlen von Übergewichtigen und Fettleibigen steigen rasant. Die Internationale Adipositas-Gesellschaft schlägt vor dem Welt-Adipositas-Tag am 11. Oktober Alarm.

Um in sozialen Medien möglichst viel Aufmerksamkeit zu bekommen und Fettleibigkeit zu einem Topthema zu machen, ruft sie dazu auf, sich auf der Plattform "Thunderclap" zu registrieren. Auf den Sozialmedien-Konten aller Unterzeichner werde am 11. Oktober unter den Stichwörtern #WorldObesityDay und #obesity ein Aufruf zu mehr Investitionen veröffentlicht.

" Thunderclap" ist ein Online-Werkzeug, das durch mannigfaltige Verbreitung die Wirkung von Botschaften in sozialen Netzwerken erhöhen soll.

Die wachsende Zahl der Übergewichtigen sei eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit, hieß es im Vorfeld. Die Adipositas-Gesellschaft will den Druck auf Regierungen, Gesundheitsdienste, Krankenkassen und Spender erhöhen, mehr Geld in den Kampf gegen Übergewicht zu investieren. Vorbeugen sei besser, als das Problem später anzugehen.

Weltweit hat sich das Ausmaß des Problems nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1980 verdoppelt. Inzwischen seien 1,9 Milliarden Menschen über 18 Jahren übergewichtig. Das entspricht 39 Prozent der Weltbevölkerung. 600 Millionen sind fettleibig - ein Anteil von 13 Prozent. Die WHO orientiert sich dabei am sogenannten Body-Mass-Index. Nach dem Rechner der deutschen Adipositas-Gesellschaft ist jemand bei einer Körpergröße von 1,75 Metern ab 77 Kilogramm übergewichtig, ab 94 Kilogramm fettleibig.

Nach Statistiken der Internationalen Adipositas-Gesellschaft isst niemand so viel Süßes in der EU wie die Deutschen: mehr als 20 Portionen zu je 50 Gramm im Monat. Mit gut 70 süßen Softdrinks im Monat (je 330 Milliliter) sind die Deutschen nach diesen Daten in der EU ebenfalls vorn. Rund zwei Drittel der Deutschen haben demnach zu viel Cholesterin im Blut - in der EU sind nur die Luxemburger schlimmer dran.

WHO Fakten zu Übergewicht

Thunderclap-Webseite zu Obesity

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Krass: WHO schlägt jetzt Alarm - so viel Liter Alkohol trinkt allein ein Deutscher pro Jahr

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: Die Deutschen rauchen zu viel, sind zu dick - und achten auch sonst nicht besonders auf ihre Gesundheit. Vor allem, wenn …
Krass: WHO schlägt jetzt Alarm - so viel Liter Alkohol trinkt allein ein Deutscher pro Jahr

Mann glaubt, er habe einen Ausschlag am besten Stück - Sie glauben nicht, wie es endet

Neil Walker dachte, er hätte nur einen komischen Ausschlag untenrum - doch schnell sollte sich herausstellen, dass es schlimmer ist als gedacht. Doch dann ist es schon …
Mann glaubt, er habe einen Ausschlag am besten Stück - Sie glauben nicht, wie es endet

Was ist beim Einsatz eines HIV-Selbsttests zu beachten?

Für ein früheres Erkennen von Aids-Erkrankungen sollen HIV-Selbsttests künftig leichter erhältlich sein. Wie zuverlässig sind die Tests und was ist bei deren Einsatz zu …
Was ist beim Einsatz eines HIV-Selbsttests zu beachten?

Digitale Ernährungsberater helfen beim Einkauf

Apps erleichtern das Kalorienzählen, Uhren erinnern ans Wassertrinken, Handys wissen, worin die meisten Vitamine stecken. Die Digitalisierung verändert das Essverhalten. …
Digitale Ernährungsberater helfen beim Einkauf

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.