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In diesen Bundesländern endet Krebs am häufigsten tödlich

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Eine Krebserkrankung ist eine niederschmetternde Diagnose.

Krebs ist eine Diagnose, die in Deutschland immer häufiger wird. Glücklicherweise verbessern sich die Heilungschancen, aber hier spielt der Wohnort eine Rolle.

Nach Herz-Kreislaufkrankheiten sind Krebserkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Nicht zuletzt aufgrund des steigenden Durchschnittsalters der deutschen Bevölkerung steigt die Zahl der jährlich neu auftretenden Krebserkrankungen.

Verlässliche Zahlen dazu bietet der "Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland", der in seiner aktuellsten Form aus dem Jahr 2016 vorliegt. 2016 wurden nach diesem Bericht in Deutschland rund 492.000 Krebserkrankungen diagnostiziert. Für das Jahr 2020 wird eine Zunahme der neu­diagnostizierten Krebserkrankungen auf rund 510.000 Erkrankungsfälle prognostiziert.

Krebserkrankungen: Erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

In dem Bericht werden Zahlen zum Alter der Patienten genannt, Sterberaten aufgeschlüsselt und überraschende regionale Unterschiede aufgedeckt. Eine Analyse der Daten der Krebsregister auf Bundesländerebene hat zum Teil deutliche Differenzen ergeben.

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Demnach ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der niedrigsten Krebssterblichkeit, sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Sterblichkeit für Frauen liegt in Bremen und Hamburg um 25 Prozent höher. Noch dramatischer sieht es für Männer in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aus. Ihre Sterblichkeit liegt sogar um 35 Prozent höher.

Auch bei der Häufigkeit bestimmter Krebsarten gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. So erkranken laut Bericht in den alten Bundesländern deutlich mehr Frauen an Brust- und Lungenkrebs als in den neuen Bundesländern. Dafür liegt hier die Rate für Gebärmutterhalskrebs höher. Männer in den neuen Bundesländern erkranken dagegen häufiger an Magenkrebs, Tumoren im Mund und im Rachen.

Warum immer mehr junge Menschen Darmkrebs bekommen - So beugen Sie vor

Übersicht über Krebsarten und die Sterberate in den Bundesländern

Krebsart

Bundesländer mit der höchsten Sterberate

Brustkrebs

Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen

Darmkrebs

Frauen: Nordrhein-Westfalen, Männer: Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Lungenkrebs

Männern: östliche Bundesländer und Nordrhein-Westfalen, Frauen: Saarland, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Prostatakrebs

Sachsen-Anhalt, Bremen und das Saarland

Schwarzer Hautkrebs

Bayern

Krebs in Deutschland: Europäisches Mittelfeld aber gute Prognose für Patienten

Generell bewegt sich Deutschland bei Neuerkrankungen und Sterberate im europäischen Mittelfeld. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern erkranken bei uns vergleichsweise weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs und wenige Männer an Lungen- und Blasenkrebs, für beide Geschlechter sind die Zahlen für Leberkrebs vergleichsweise niedriger. Häufiger als im europäischen Durchschnitt kommt dagegen Bauchspeicheldrüsenkrebs vor.

Eine erfreuliche Nachricht ist allerdings, dass die Patienten in Deutschland unabhängig von der Art des Tumors eine der höchsten Überlebensraten nach einer Krebsdiagnose in Europa haben, auch wenn diese in sozial schwachen Regionen niedriger liegt.

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Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. 
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.   © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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