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Schilddrüse: 6 Warnsignale können auf Überfunktion hinweisen

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Von: Laura Knops

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Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion. Welche Beschwerden auf die Erkrankung hindeuten.

Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsabnahme und ständiges Schwitzen kennen viele Menschen. In manchen Fällen kann hinter den unspezifischen Symptomen allerdings eine Fehlfunktion der Schilddrüse stecken. Denn gerät die wichtige Hormondrüse aus dem Gleichgewicht, kann das im Körper für Chaos sorgen. Bei welchen Warnsignalen Sie aufmerksam werden sollten und welche Ursachen hinter einer Schilddrüsenüberfunktion stecken können, erfahren Sie hier.

Schilddrüse: 6 Warnsignale können auf Überfunktion hinweisen

Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland ist laut Bundesgesundheitsministerium zumindest einmal in seinem Leben von einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion betroffen. Störungen der Schilddrüse gehen meist mit hormonellen Veränderungen während der Pubertät, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren einher. Gerade Frauen leiden daher deutlich häufiger unter einer Schilddrüsenüberfunktion.

Eine Ärztin untersucht den Kehlkopf einer Patientin.
Eine Überfunktion lässt sich anhand verschiedener Symptome diagnostizieren (Symbolbild). © Science Photo Library / Imago

Gerät die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht, hat dies einen direkten Einfluss auf die Gesundheit. Die Symptome und Beschwerden sind allerdings meist sehr unspezifisch, was die Diagnose einer Über- oder Unterfunktion erschwert. In vielen Fällen sind die Veränderungen zudem so gering, dass sie zunächst kaum auffallen.

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Schilddrüsenüberfunktion: Das sind die häufigsten Ursachen

Obwohl die Schilddrüse nur so groß wie eine Walnuss ist, übernimmt sie im Körper verschiedene Funktionen. Das schmetterlingsförmige Organ spielt bei der Regulation der Hormone eine zentrale Rolle im Stoffwechsel: Die Schilddrüse beeinflusst Muskeln, Nerven, Magen und Darm, sowie Herz und Kreislauf. Aber auch die Psyche und Sexualität werden durch sie gesteuert.

Die beiden wichtigsten Hormone, die den Körper im Gleichgewicht halten, sind T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Bei einer Überfunktion produziert die Schilddrüse zu große Mengen an T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Die Folge: Der Stoffwechsel beschleunigt sich, was sich in verschiedenen Symptomen bemerkbar machen kann.

Schilddrüsenüberfunktion: Die häufigsten Symptome

Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, geraten verschiedene Stoffwechsel- und Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht. Folgende sechs Warnsignale können auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten:

  1. Vergrößerter Kropf: Bekommt die Schilddrüse zu wenig Jod, kann dies zu einem Hormonmangel führen. Um so viel Jod wie möglich aus dem Blut zu „filtern“, vergrößert sich die Schilddrüse daher. Ein Kropf, auch Struma genannt, gehört daher zu den häufigsten Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Da sie meist früh erkannt wird, lässt sie sich in der Regel gut behandeln.
  2. Gewichtsabnahme: Patienten nehmen häufig innerhalb kürzester Zeit ab – obwohl sie nichts an ihrer Ernährung verändern.
  3. Nervosität und Unruhe: Weniger offensichtlich, dafür aber nicht weniger selten sind psychische Beschwerden wie Nervosität und Unruhe. Betroffene fühlen sich zudem häufig gereizt, rastlos und haben Probleme, sich zu konzentrieren.
  4. Schweißausbrüche: Ständiges Schwitzen, warme und feuchte Haut, als auch Wärmeunverträglichkeit können auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten.
  5. Durchfall: Da die Hormone einen direkten Einfluss auf die Darmfunktion haben, leiden Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion häufig unter Verdauungsbeschwerden wie Bauchkrämpfen und Durchfall.
  6. Haarausfall und schlechte Haut: Äußerlich zeigt sich die Erkrankung vor allem an Symptomen wie Veränderungen der Haut und Haarausfall.

Besonders bei älteren Menschen sind die Beschwerden meist nur sehr schwach ausgeprägt und äußern sich vor allem durch Herz-Kreislauf-Probleme.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert das Organ erhöhte Mengen an Hormonen. Ebenso wie die Beschwerden sind allerdings auch die Ursachen für eine Veränderung der Schilddrüse vielfältig. So kann sowohl ein Mangel als auch eine erhöhte Zufuhr für die Veränderungen verantwortlich sein. Eine häufige Ursache für die Schilddrüsenüberfunktion ist laut dem Bundesministerium für Gesundheit zudem die Basedow-Krankheit.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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