Gesunder Geist

Schluss mit Aufschieberitis: Das hilft gegen Prokrastination

+
Das Aufräumen gehört zu den Dingen, die gerne immer wieder aufgeschoben werden. Foto: Mascha Brichta/dpa/tmn

Das Phänomen ist bekannt: Es stehen viele Dinge auf der To-Do-Liste, aber erstmal widmet man sich der neuen Folge der Lieblingsserie - ein klassicher Fall von Prokrastination. Doch was lässt sich dagegen eigentlich tun?

Berlin (dpa/tmn) - Bevor man endlich das Chaos in der Wohnung beseitigt, könnte man eigentlich noch schnell einkaufen gehen. Oder vielleicht doch lieber eine Folge der Lieblingsserie schauen? Wofür auch immer die Entscheidung fällt - die Wohnung bleibt chaotisch.

Irgendwann kommt vielleicht der Punkt, an dem einen das richtig stört. Dann hilft es, sich erstmal zu fragen: Warum schiebe ich das Aufräumen die ganze Zeit auf? Hans-Werner Rückert, Prokrastinationsexperte und Buchautor, rät aufzuschreiben, was für und gegen das Aufräumen spricht. Und welche Gefühle man damit verbindet.

Idealerweise kommt man so dem eigentlichen Grund für das Aufschieben auf die Schliche. Wer sich partout nicht zur Abschlussprüfung anmeldet, hat manchmal Angst vor der Zukunft im Arbeitsleben. Wer einen wichtigen Arzttermin aufschiebt, fürchtet womöglich die Diagnose. Und wer die Wohnung im Chaos belässt, trennt sich vielleicht einfach nicht so gern von Dingen. "Erkenntnis ist der erste Schritt", erklärt Rückert.

Als nächstes sollte sich, wer etwas ändern will, fragen: Will ich das wirklich? "Meist sind die erforderlichen Veränderungen einschneidender als zunächst erwartet", gibt Rückert zu bedenken: "Aus einem unordentlichen wird nicht eben mal so ein ordentlicher Mensch." Wer sich dafür entscheidet, macht dann am besten einen ganz konkreten Plan: Ich räume morgen ab 10.00 Uhr meinen Schreibtisch auf und beginne mit der untersten Schublade. "So schließt man die berühmten Hintertürchen."

Was auch helfen kann: Freunde mit einbeziehen. Man kann sie zum Beispiel bitten, um 10.00 Uhr anzurufen und einen an den Plan zu erinnern.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Video

5 Tipps im Video: So schnell werden Sie Ihre Erkältung los

Mit der kalten Jahreszeit kommt auch die Erkältungswelle. Husten, Schnupfen und Heiserkeit - mit diesen Tipps werden Sie garantiert wieder fit.
5 Tipps im Video: So schnell werden Sie Ihre Erkältung los

Die digitale Patientenakte soll Tempo aufnehmen

Seit Jahren stecken Bemühungen fest, für Gesundheitsdaten gesetzlich Versicherter digitale Zeiten beginnen zu lassen. Jetzt ist die Branche einen Schritt vorangekommen - …
Die digitale Patientenakte soll Tempo aufnehmen

Können uns Marienkäfer mit Geschlechtskrankheiten anstecken?

Es gibt Krankheiten, die von Tier auf Mensch übertragen werden können: Toxoplasmose oder Tollwut etwa. Forscher untersuchen Marienkäfer jetzt auf Geschlechtskrankheiten.
Können uns Marienkäfer mit Geschlechtskrankheiten anstecken?

Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt

Schmerzen im Unterleib, das Gefühl, dauernd auf Toilette zu müssen, und kein Antibiotika wirkt? Dann sollten Betroffene ein Beckenbodenzentrum aufsuchen. Dort kennt man …
Blasenschmerzsyndrom bleibt häufig unerkannt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.