Wegen Listerien

Schwangere sollten nur gegarten Fisch essen

Auf Sushi und andere rohe Fischprodukte verzichten Schwangere lieber. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Auf Sushi und andere rohe Fischprodukte verzichten Schwangere lieber. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Neun Monate kein Sushi essen? Klingt für manche Schwangere hart, ist aber die sichere Variante. Denn in rohem Fisch und Meeresfrüchten können krankmachende Keime stecken.

Berlin (dpa/tmn) - Fisch sollte wegen seines hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Doch rohe, geräucherte und gebeizte Fischprodukte enthalten häufig krankmachende Keime. Davor warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Dabei geht es vor allem um Listerien. Diese können eine Listeriose auslösen, die besonders für Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächter Immunabwehr gefährlich werden kann. Diese Gruppen sollten Fisch und Meerestiere nur gut durcherhitzt essen.

Listerien können zuverlässig abgetötet werden, wenn die Speisen für mindestens zwei Minuten auf 70 Grad Celsius im Kern erhitzt werden.

Häufig belastet ist kalt- oder heißgeräucherter Fisch. Auch andere roh zu verzehrende Speisen und Meeresfrüchte wie Sushi, Sashimi und Austern sowie gebeizte Erzeugnisse wie Graved Fisch können betroffen sein. Auf rohe, geräucherte und gebeizte Produkte sollten Risikogruppen deshalb lieber ganz verzichten.

Listeriose kann bei Risikogruppen zu Blutvergiftungen, Gehirn- oder Hirnhautentzündungen führen. Bei gesunden Menschen, die nicht einer der Risikogruppen angehören, kann eine Infektion zu einer fiebrigen Magen-Darm-Entzündung führen, die aber in der Regel mild verläuft.

© dpa-infocom, dpa:200930-99-769108/2

Mitteilung des BfR

BfR: Schutz vor Listerien-Infektion

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