Tragisch

Schwestern haben nacheinander Krebs - so geht es ihnen jetzt

Wie tragisch: Zwei Schwestern erkranken nur kurz nacheinander an Lungenkrebs. Ob das Zufall ist? Und was ist aus Ihnen geworden?

Sie sind Schwestern, beste Freundinnen und die Jüngere wollte schon immer so sein wie die Große: Doch dieser Wunsch ist den beiden nun zum Verhängnis geworden. Denn Dee Paul und ihre kleine Schwester Kiran Sangha aus England sind beide nur Monate nacheinander an Lungenkrebs erkrankt. Erst bekam die 27-jährige Mutter eines einjährigen Kindes die schockierende Diagnose, dann wurden auch bei der 24-jährigen Kiran verdächtige Knoten an ihrem Hals entdeckt.

Zwei Schwestern, eine Diagnose: Lungenkrebs

Alles begann, als Dee mit ihrer Tochter Dhiya schwanger war. Damals entdeckte sie einen Knoten an ihrem Hals. Nachdem die Schwellung auch nach der Geburt ihres Kindes nicht zurückging, ging sie zum Arzt. Vorsichtshalber wurde ein Teil ihrer Schilddrüse im Heartlands Hospital in Birmingham entfernt – doch Untersuchungen zeigten, dass das Gewebe krebsartig war. Weitere Untersuchungen folgten, bis sie ein Jahr später nach der Diagnose schließlich eine Radiojodtherapie begann.

In dieser Zeit durften ihr weder ihr Mann Jatinder noch ihre Tochter Dhiya wegen der radioaktiven Strahlung zu nahe kommen. "Ich war so hochradioaktiv, dass Dhiya in dieser Zeit bei unserer Mutter leben musste. Das hat mich sehr gestresst – und ich habe den ganzen Weg bis zum Krankenhaus nur geweint", sagt sie gegenüber der Dailymail. "Die ersten zwei Tage war ich total isoliert. Die Krankenschwestern durften nur einen Teller mit Essen durch die Tür schieben, weil sie keinen Kontakt zu mir haben durften."

Erfahren Sie hier, wie Sie Krebswarnzeichen richtig und frühzeitig deuten können.

Dee Paul und Kiran Sangha mussten eine schwere Zeit durchmachen

Heute bezeichnete sie das rückblickend als "die schwerste Zeit ihres Lebens". Doch die Behandlung zeigte Erfolg. Am Ende ging es ihr wieder besser und sie freute sich schon auf die Hochzeit ihres Bruders. Doch dann begann sich auch Kiran unwohl zu fühlen. Sie entdeckte ebenfalls einen Knoten an ihrem Hals und ging gleich nach der Hochzeit zum Arzt. Von dort aus wurde sie sofort ins Krankenhaus gebracht und es wurde eine Biopsie gemacht. "Der Arzt sagte gar nicht, dass ich Krebs habe. Er meinte nur 'Du hast dasselbe wie deine Schwester'", erinnert sie sich. "Ich versuchte zu verstehen, was da passiert ist", meint ihre ältere Schwester Dee.

Erfahren Sie hier auch, was ein schwarzer Streifen auf ihrem Nagel zu bedeuten hat und warum Sie dann sofort zum Arzt gehen sollten.

"Kiran wollte immer so sein wie ich und jetzt hat sie es schon wieder getan“, lacht sie. "Aber natürlich war das ein großer Schock für uns alle, besonders für unsere Eltern." Doch war das Schicksal, dass beide Schwestern nacheinander an Krebs erkrankten? Ihre Ärzte behaupten ja. Zwar hätten beide Lungenkrebs gehabt, aber verschiedene Typen. Deshalb könne die Ursache nicht eine genetische Veranlagung sein, sondern es sei einfach nur ein grausamer Zufall.

Beide Schwestern sind wieder gesund - und engagieren sich

Auch Kiran unterzog sich schließlich diversen Operationen, ihre gesamte Schilddrüse wurde entfernt sowie einige ihrer Lymphknoten. Doch auch sie befindet sich wieder auf dem Weg der Besserung. Trotz der schweren Stunden sind die beiden Schwestern froh, dass sie gemeinsam durchgehalten und am Ende den Kampf gegen den Krebs gewonnen haben. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir überlebt und den Krebs besiegt haben", fügt ihre Schwester Kiran hinzu. Nun engagieren sie sich für die Krebsorganisation "Stand Up To Cancer" (zu deutsch etwa: "Sag nein zu Krebs") und sammeln Spenden für alle diejenigen, die dasselbe durchmachen oder durchgemacht haben wie sie.

Ebenfalls tragisch und doch lebensbejahend: Diese Frau leidet mit 30 an Multiple Sklerose - und schafft dennoch Unglaubliches.

jp

Mit einer Stammzellspende Leben retten

Um sich als Spender zu registrieren, muss man zunächst eine Gewebeprobe ins Labor schicken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Um sich als Spender zu registrieren, muss man zunächst eine Gewebeprobe ins Labor schicken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert
Im Labor werden die Gewebeproben der potenziellen Spender analysiert. Die Merkmale werden in einer Datenbank gespeichert. Foto: DKMS/dpa-tmn
Im Labor werden die Gewebeproben der potenziellen Spender analysiert. Die Merkmale werden in einer Datenbank gespeichert. Foto: DKMS/dpa-tmn © DKMS
Passen die eigenen Stammzellen zu denen eines Patienten, der eine Spende benötigt, werden die Stammzellen meist wie bei dieser Spenderin über das Blut entnommen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Passen die eigenen Stammzellen zu denen eines Patienten, der eine Spende benötigt, werden die Stammzellen meist wie bei dieser Spenderin über das Blut entnommen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Bevor ein Spender für die eigentliche Spende in die Praxis kommt, muss er sich fünf Tage lang zwei Mal täglich selbst ein Medikament spritzen. Es regt die Bildung von Blutstammzellen an. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Bevor ein Spender für die eigentliche Spende in die Praxis kommt, muss er sich fünf Tage lang zwei Mal täglich selbst ein Medikament spritzen. Es regt die Bildung von Blutstammzellen an. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Wird jemand zur Spende gebeten, werden wie hier in einer Praxis der Cellex Medical Service GmbH in Köln mit einer speziellen Maschine Stammzellen aus seinem Blut gefiltert. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Wird jemand zur Spende gebeten, werden wie hier in einer Praxis der Cellex Medical Service GmbH in Köln mit einer speziellen Maschine Stammzellen aus seinem Blut gefiltert. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser
Über 7,2 Millionen potenzielle Stammzellspender - hier beim DKMS in Köln - sind in Deutschland registriert. Die Spende erfolgt in 80 Prozent der Fälle ambulant. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Über 7,2 Millionen potenzielle Stammzellspender - hier beim DKMS in Köln - sind in Deutschland registriert. Die Spende erfolgt in 80 Prozent der Fälle ambulant. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn © Henning Kaiser

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