Skandal

Arzt wird während Hirn-OP gefeuert - das musste der Patient daraufhin ertragen

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Der "Tatort": In der Klinik Köln-Merheim trug sich während einer Operation das Unglaubliche zu.

Gehirnchirurg Dr. Mohammad Maarouf wurde während einer Operation entlassen - jetzt erhebt er schwere Vorwürfe, auch weil der Patient ein zweites Mal operiert werden musste.

Was sich im städtischen Krankenhaus in Köln-Merheim zugetragen hat, macht sprachlos. Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf dem OP-Tisch, wachen aus der Narkose auf, mit dem befreienden Gefühl, es überstanden zu haben und dann kommt die Hiobs-Botschaft: "Wir müssen Sie ein zweites Mal operieren". Und das nicht wegen vorab abgeklärter möglicher Komplikationen - sondern weil der behandelnde Arzt aus dem OP geholt wurde, um seine Kündigung abzuholen.

Zweiter Eingriff nötig, weil Arzt mitten in der OP abbrechen musste

Was nach einem schlechten Scherz klingt, hat sich tatsächlich so zugetragen. Der Anwalt des Operateurs sagte dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) am 19.09.2019, dass seinem Mandanten Dr. Mohammad Maarouf während einer laufenden Hirnoperation fristlos gekündigt wurde. Die Operation, bei welcher ein Hirnschrittmacher eingesetzt werden sollte, lief bereits seit mehr als drei Stunden als Maarouf zur Klinikleitung gerufen wurde. Doch nach der ausgesprochenen Kündigung durfte der Hirnchirurg die OP nicht fortführen. Der Patient musste zwei Tage später im Kölner Uniklinikum nochmal operiert werden.

Als Grund für die fristlose Kündigung führt die Klinik Köln-Merheim eine vergangene Operation auf, bei welcher Maarouf einem Studenten erlaubt haben soll, mitzuoperieren, wie der WDR berichtete. Sein Anwalt würde diesen Vorwurf allerdings für lächerlich halten. Der Student habe lediglich bei der Wundversorgung geholfen.

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Hirnchirurg will Kündigung anfechten

Sogar die Botschaft in Katar hat sich eingeschaltet, weil der betroffene Patient aus dem arabischen Land stammt. Sie unterstützt den Geschädigten und fordert jetzt Auskunft über den Abbruch der Operation. Die Klinik Köln-Merheim und der Hirnchirurg sind sich unterdessen keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil: Dr. Mohammad Maarouf will gegen die Kündigung vorgehen, wie die Bild berichtete.

Weiterlesen: Schmerzensgeld wegen Ärztepfusch: So häufig behandeln Ärzte falsch.

jg

Das passiert im Gehirn, während wir träumen

Der Körper ruht - das Hirn rotiert. Während der Nacht muss der Kopf verarbeiten, was tagsüber passiert ist. Träume sind oft das Ergebnis davon. Foto: Christin Klose
Der Körper ruht - das Hirn rotiert. Während der Nacht muss der Kopf verarbeiten, was tagsüber passiert ist. Träume sind oft das Ergebnis davon. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Dr. med. Alfred Wiater ist Kinder- und Jugendarzt in Köln und Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Foto: Fotostudio CoellnColoer/dpa-tmn
Dr. med. Alfred Wiater ist Kinder- und Jugendarzt in Köln und Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Foto: Fotostudio CoellnColoer/dpa-tmn © Fotostudio CoellnColoer
Prof. Dr. Michael Schredl ist wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Foto: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit/dpa-tmn
Prof. Dr. Michael Schredl ist wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Foto: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit/dpa-tmn © ZI
Dr. Annika Gieselmann ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin in der Abteilung Klinische Psychologie an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf. Foto: Natalie Brink/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf/dpa-tmn
Dr. Annika Gieselmann ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin in der Abteilung Klinische Psychologie an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf. Foto: Natalie Brink/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf/dpa-tmn © Natalie Brink
Aufstehen und aufschreiben: Das Traum-Gedächtnis lässt sich trainieren - mit Vorbereitung und etwas Geduld. Foto: Christin Klose
Aufstehen und aufschreiben: Das Traum-Gedächtnis lässt sich trainieren - mit Vorbereitung und etwas Geduld. Foto: Christin Klose © Christin Klose

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