Schmerzfrei radeln

So stellen Sie Ihr Fahrrad richtig ein

Die richtige Einstellung des Fahrrads ist wichtig, damit man ohne Beschwerden unterwegs ist. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
+
Die richtige Einstellung des Fahrrads ist wichtig, damit man ohne Beschwerden unterwegs ist. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

Die Knie ziepen, der Nacken schmerzt, die Hände kribbeln. Wen solche Begleiterscheinungen auf der Radtour plagen, der sollte besser sein Rad neu justieren. Ein Orthopäde erklärt, worauf es ankommt.

Regensburg (dpa/tmn) – Radfahren ist gut für Herz und Kreislauf. Für Rücken, Knie und Hände kann es jedoch zur Belastung werden, wenn das Fahrrad nicht gut auf den Fahrer oder die Fahrerin eingestellt ist.

Idealerweise ist der Oberkörper auf dem Fahrrad leicht nach vorne geneigt und der Körperschwerpunkt liegt über den Pedalen, erklärt Prof. Joachim Grifka von der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg Asklepios in Bad Abbach.

Sattel und Lenker korrekt justieren

Der Winkel zwischen Armen und Oberkörper beträgt am besten 90 Grad. Dafür stellt man den Lenker nicht zu weit nach vorn und den Sattel so hoch, dass das Knie leicht gebeugt ist, wenn sich die Pedale an der tiefsten Stelle befinden. Das schont die Knie, weil das Gewicht auf dem Sattel liegt und sie sich leicht durchbewegen lassen.

Wer Probleme mit den Knien hat, sollte lieber leichtere Gänge auswählen und steilere Passagen meiden. Bei starken Anstiegen und hohen Gängen werden die Knie stark belastet.

Bei Nackenproblemen lieber aufrechter sitzen

Plagen einen Nackenprobleme, sollte die Sitzposition aufrechter sein. Gerade die klassische Rennradposition mit weit nach vorn gebeugtem Oberkörper führt eher zu Verspannungen, da man den Kopf in den Nacken legt. Allgemein empfiehlt es sich, immer mal eine Pause einzulegen, um die Muskeln im Nackenbereich zu lockern.

Um tauben Händen vorzubeugen, sollten Unterarm und Hände beim Fahren möglichst eine gerade Linie bilden und die Arme leicht gebeugt sein. Sobald man Schmerzen oder ein Kribbeln spürt, sollte man eine kurze Pause einlegen und die Hände ausschütteln.

© dpa-infocom, dpa:200810-99-116186/2

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Virologe Drosten mit düsterer Maskenpflicht-Prognose: „Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen ...“

Die Mundschutzmaske ist unser täglicher Begleiter geworden. Doch wann werden wir zu alter Normalität zurück finden – ohne Maske? Christian Drosten gibt eine Einschätzung …
Virologe Drosten mit düsterer Maskenpflicht-Prognose: „Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen ...“

Coronavirus-Test: Gurgeltest verspricht angenehmere Alternative zum Rachen-Abstrich

Um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, wird in der Regel ein Rachen-Abstrich genommen. Eine angenehmere Variante ist der Gurgeltest, der auch ohne Fachpersonal …
Coronavirus-Test: Gurgeltest verspricht angenehmere Alternative zum Rachen-Abstrich

Barmer: Operationen lieber in erfahrenen Kliniken machen

Wenn es um einen geplanten größeren Eingriff geht, machen sich viele Sorgen - geht dabei alles gut? Bei der Auswahl des Krankenhauses sollte es weniger auf Nähe zum …
Barmer: Operationen lieber in erfahrenen Kliniken machen

Bei Honig fehlt oft klare Herkunftsangabe

Aus welchem Land der goldgelbe Honig auf dem Frühstücksbrötchen stammt, ist oft schwer zu sagen - es steht schlicht nicht auf dem Glas. Das wollen nicht nur …
Bei Honig fehlt oft klare Herkunftsangabe

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.