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Sonnencreme: Vermeiden Sie Produkte mit chemischem UV-Filter

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Von: Judith Braun

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Sonnencremes, die einen weißen Schleier auf der Haut hinterlassen, sind ein Zeichen für gute Inhaltsstoffe. Andere sollten hingegen gemieden werden.

München – Bei drohenden heißen Sommertemperaturen sucht man sich am besten ein schönes Schattenplätzchen oder Abkühlung im Wasser. Die Haut sollte dabei immer vor der UV-Strahlung geschützt sein. Sonnencremes bieten diesen Schutz. Allerdings sollten Sie beim Kauf genau darauf achten, welches Produkt Sie auswählen. Sonnencremes mit chemischem UV-Filtern können nämlich Allergien auslösen und sogar den Hormonhaushalt durcheinander bringen.

Sonnencreme: Vermeiden Sie Produkte mit chemischem UV-Filter

Achtung beim Kauf von Sonnencremes: Chemische UV-Filter können Schäden im Körper anrichten.
Achtung beim Kauf von Sonnencremes: Chemische UV-Filter können Schäden im Körper anrichten. (Symbolbild) © mabe123/IMAGO

Oftmals bleibt beim Auftragen von Sonnencreme ein weißer Schleier oder Film auf der Haut zurück. Obwohl er für viele Menschen störend sein mag, ist er jedoch ein Zeichen dafür, dass es sich um ein gutes Produkt handelt. Denn dieser Schleier hat etwas mit dem in der Sonnencreme verwendeten UV-Filter zu tun. Das Bundesamt für Strahlenschutz (Bfs) unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Filtern.

Unlösliche (physikalische, mineralische) UV-Filter streuen und reflektieren die Sonnenstrahlen. Sie bilden quasi eine Barriere auf der Haut. Durch diesen reflektierenden Effekt entsteht auch der bekannte weiße Schleier. Je weißer der Schleier auf der Haut, desto mehr mineralische Partikel enthält die Sonnencreme und desto höher ist normalerweise auch der UV-Schutz.

Sonnencremes- oder lotionen mit löslichen (chemischen, organischen) UV-Filtern absorbieren UV-Strahlung und geben sie als energieärmere, langwelligere Wärmestrahlung wieder ab. Sie dringen dabei in die Haut ein. Man erkennt sie an Inhaltsstoffen wie Octocrylen, Homosalat, Ethylhexyl Methoxycinnamat, Benzophenon-3. Diese chemischen UV-Schutzstoffe stehen schon länger in der Kritik, da sie möglicherweise wie Hormone im Körper wirken können.

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Sonnencreme: Inhaltsstoffe können Hormone beeinflussen und Allergien auslösen

Manche Menschen reagieren auf die Inhaltsstoffe der Sonnencremes allergisch. Meist juckt die Haut, ist gereizt und gerötet. Manchmal kann sich die Haut an den eingecremten Stellen auch entzünden oder es entstehen Akne, Pickel und Pusteln. Sobald Sie nach dem Auftragen merken, dass Sie eines oder mehrere der Symptome entwickeln, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sonnencremes mit chemischem UV-Filter können jedoch nicht nur Allergien auslösen, sondern stehen auch unter Verdacht, in den Hormonhaushalt einzugreifen. Bestimmte Stoffe der chemischen Sonnencremes sollen ähnlich wie das Zyklus- und Schwangerschaftshormon Progesteron wirken. Dabei handelt es sich um ein natürlich vorkommendes Sexualhormon, das im Körper von Frauen für den Menstruationszyklus, die Schwangerschaft und die Entwicklung des Embryos zuständig ist

Einer Studie zufolge können auch alte, nicht aufgebrauchte Sonnencremes gefährlich werden, da sie krebserregend sein können. Die besten Sonnencremes für Sommer 2022 wurden kürzlich von Stiftung Warentest gekürt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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