Atemwegserkrankung

Sport, Gesang und Regelmäßigkeit: Was COPD-Patienten hilft

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COPD-Patienten haben oft mit starken Atemproblemen zu kämpfen. Doch Sport und Gesang verschaffen oft Linderung. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Wer an COPD erkrankt ist, leidet unter der Verengung der Atemwege. Neben der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, können Betroffene mit viel Bewegung und der richtigen Atemtechnik ihr Wohlbefinden steigern.

Stuttgart (dpa/tmn) - Bei Menschen mit COPD sind die Atemwege geschädigt und chronisch verengt. Weil sie nicht richtig ausatmen können, ist die Lunge überbläht - was auf Dauer oft auch dem Herzen schadet. Heilbar ist die Krankheit nicht, ihr Verlauf lässt sich aber verlangsamen.

- Konsequente Therapie: Ihre Medikamente müssen COPD-Patienten unbedingt regelmäßig nehmen. Denn dadurch verringern sie auch ihr Risiko für Herzerkrankungen, erklärt der Bundesverband der Pneumologen (BdP). Der Grund: Bronchienerweiternde Medikamente sorgen dafür, dass Betroffene wieder richtig ausatmen können. Dadurch verbessert sich die Lungenfunktion, und auch das Herz kann wieder normal arbeiten.

- Viel Bewegung: Die krankheitsbedingte Atemnot hält COPD-Patienten oft von Sport und Spaziergängen ab. So geraten sie aber in einen Teufelskreis, warnt der Verband Pneumologischer Kliniken (VPK). Denn Bewegungsmangel verschlimmert die Krankheit noch. Deshalb rät der Verband zu einer Sporttherapie, zum Beispiel mit Gehen, Nordic Walking, Radfahren, Gymnastik oder Tanzen. Patienten sollten zudem körperliche Tätigkeiten in den Alltag einbauen - also etwa mit dem Rad und nicht mit dem Auto fahren.

- Singen in der Gruppe: Studien zeigen, dass es COPD-Patienten häufig besser geht, wenn sie im Chor singen. Denn dabei lernen sie eine gute Atemtechnik und trainieren das Zwerchfall, erklärt der BdP. Zwar wird dadurch die Lungenfunktion an sich nicht verbessert. Die Patienten üben aber, ihren Atem optimal zu nutzen. Das Zusammensein mit anderen im Chor schützt außerdem vor Depressionen, in die COPD-Patienten manchmal rutschen.

Atemnot und Auswurf können Anzeichen für COPD sein

Atemnot und vermehrter Auswurf sind zwei frühe Anzeichen für die gefährliche Lungenkrankheit COPD. Spätestens wenn sie gemeinsam mit Husten auftreten, sollten vor allem Raucher einen Arzt aufsuchen - und die Symptome nicht als Raucherhusten verharmlosen. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hin.

COPD ist zwar nicht heilbar, bei rechtzeitiger Diagnose lassen sich der Krankheitsverlauf aber verlangsamen und die Symptome lindern. COPD ist eine chronische Lungenkrankheit, die vor allem durch Rauchen ausgelöst wird: Nach Angaben der BZgA sind etwa 90 Prozent aller Fälle darauf zurückzuführen.

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