Genug getrunken?

Statt Wasser besser Milch trinken? - Forscher weisen verblüffende Wirkung nach

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Wer gerne Milch trinkt, hat jetzt noch einen Grund mehr, sich ein Glas einzuschenken.

Wer zu wenig trinkt, riskiert Kreislaufprobleme und Schlimmeres. Rund 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene deshalb täglich zu sich nehmen - und dabei das richtige Getränk wählen.

Ohne Nahrung kann der Mensch länger als einen Monat überleben - ohne Wasser sieht es schlechter aus. Nehmen wir keine Flüssigkeit mehr zu uns, verdursten wir innerhalb von drei bis vier Tagen. Je nach Alter besteht der menschliche Körper bis zu 80 Prozent aus Wasser, das viele lebenswichtigen Prozesse steuert wie etwa die Temperaturregulierung. Auch Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser und versorgt Organe, Muskeln und das Gehirn mit Nährstoffen und Sauerstoff. Wasser hält auch die Haut elastisch und gilt als billigste Feuchtigkeitscreme, die es gibt.

Ein Erwachsener, der nicht außergewöhnlich stark schwitzt, braucht am Tag um die 1,5 Liter Flüssigkeit, um den Körper ausreichend zu versorgen. Empfohlen werden dafür in der Regel Wasser, Tee oder Fruchtschorlen - allerdings wollen Forscher einen noch besseren Feuchtigkeits-Lieferanten gefunden haben - die Milch.

Milch besser als Wasser? Forscher kommen zu eindeutigem Ergebnis

Bewegung, Atmen, Schwitzen, Wasser lassen: Der Körper verliert täglich viel Flüssigkeit und kann Wasser schlecht speichern, weshalb Trinken so wichtig ist. Dabei soll Milch einen noch besseren Effekt als Wasser haben, wie Forscher in einer Studie herausfanden. Stilles oder sprudelndes Wasser würden den Körper zwar schnell mit Wasser versorgen, doch Getränke die einen kleinen Teil natürlichen Zucker, Fett und Eiweiß enthalten, speichern das Wasser länger und sind den Wissenschaftlern zufolge eine bessere Wahl, wenn es um die Speicherung von Feuchtigkeit geht.

Endlich genug trinken: Mit diesen Tipps

Der in der Milch enthaltene Zucker (Laktose), das Eiweiß (Protein) und das Fett bewirken im Körper, dass die Flüssigkeit im Magen weniger schnell in den Blutkreislauf gelangt. Entsprechend langsamer verteilt sie sich im Organismus, kann aber dafür über einen längeren Zeitraum im Körper gehalten werden, wie Ronald Maughan, Professor an der schottischen St. Andrews' School of Medicine und Autor der Studie, erklärt.

Lesen Sie auch: Wenn Sie so viel Wasser am Tag trinken, kann es Ihnen schaden - sogar Koma möglich.

Den Körper ausreichend mit Wasser versorgen - mit diesen Lebensmitteln

Milch enthält auch Natrium, das wie ein Schwamm wirkt und Wasser im Körper hält. Infolge muss man auch nicht so häufig zur Toilette. Dasselbe gilt für Lösungen, die zur Behandlung von Durchfall eingesetzt werden. Diese enthalten geringe Mengen an Zucker sowie Natrium und Kalium, was ebenfalls die Wasserspeicherung im Körper fördert.

Und auch folgende Lebensmittel mit hohem Wasseranteil helfen, den Körper zu hydratisieren:

  • Obst wie Melonen oder Erdbeeren
  • Salat und Gemüse wie etwa Gurken
  • Suppen
  • Säfte

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, um Ihren Körper ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Milch und andere kalorienhaltige Getränke sollten in Maßen konsumiert werden, um den täglichen Energiebedarf in Form von Kalorien nicht zu überschreiten.

Weitere Quellen: www.trinken-im-unterricht.de; www.quarks.de; https://edition.cnn.com

Milch birgt aber auch GefahrenDeutsches Krebs-Zentrum warnt vor diesen beiden Lebensmitteln.

Weiterlesen: Zitteranfall durch Wassermangel? So erkennen Sie, ob Dehydrierung droht.

jg / Video: glomex

Kaffee-Alternativen im Überblick

Mate-Tee enthält relativ wenig Koffein, dafür aber andere Stoffe, die auch als Wachmacher wirken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mate-Tee enthält relativ wenig Koffein, dafür aber andere Stoffe, die auch als Wachmacher wirken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert
Ohne Wasser geht es nicht: Bei Flüssigkeitsmangel lässt die Konzentration nach - dagegen hilft auch der beste Wachmacher irgendwann nicht mehr. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ohne Wasser geht es nicht: Bei Flüssigkeitsmangel lässt die Konzentration nach - dagegen hilft auch der beste Wachmacher irgendwann nicht mehr. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Der Klassiker unter den Aufputschmitteln: Kaffee macht wach - es gibt aber auch Alternativen. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Der Klassiker unter den Aufputschmitteln: Kaffee macht wach - es gibt aber auch Alternativen. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn © Kai Remmers
Energy Drinks können effektive Wachmacher sein. Das darin bisweilen beworbene Taurin hat aber keine solche Wirkung, sagen Experten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Scharfe Lebensmittel wirken anregend - Ingwer zum Beispiel. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Ganz ohne Zusatzstoffe: Meditation ist ein möglicher Weg zu mehr Konzentration - will aber gelernt sein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Monika Bischoff ist die Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin und Prävention am Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. Foto: Claudia Rehm/Krankenhaus Barmherzige Brüder München/dpa-tmn © Claudia Rehm
Matthias Riedl ist Diabetologe und Ernährungsmediziner aus Hamburg. Foto: Laboren/dpa-tmn
Matthias Riedl ist Diabetologe und Ernährungsmediziner aus Hamburg. Foto: Laboren/dpa-tmn © Laboren
Orangensaft kann ein guter langfristiger Energielieferant sein, vor allem in Kombination mit Nahrungsmitteln wie Müsli. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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