Vier Trinker-Typen

Studie deckt auf: So verändern Sie sich unter Alkoholeinfluss

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Hemingway oder Mary Poppins? Forscher unterscheiden zwischen vier Trinker-Typen.

Dass Alkohol auf unseren Körper gewisse Auswirkungen hat, dürfte bekannt sein. Aber auch das Verhalten ändert sich. Forscher unterscheiden dabei verschiedene Typen.

Wenn nach dem Oktoberfest-Besuch der Kopf brummt, weil vermutlich das letzte Bier eins zuviel gewesen ist, sind die Auswirkungen von Alkohol auf unseren Organismus wohl am ehesten spürbar. Aber auch die Langzeit-Folgen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, Leberzirrhose oder Krebs sind allgemein bekannt. Forscher haben sich nun eine andere Frage gestellt: Wie verändert sich das Wesen, wenn wir Alkohol zu uns nehmen? Dabei haben die Wissenschaftler vier verschiedene Trinker-Typologien herausgearbeitet.

Forscher unterscheiden vier verschiedene Trinker-Typen

Der Grundgedanke des US-Psychologen-Teams Rachel Pearl Winograd, Kenneth Sher und Douglas Steinley von der University of Missouri-Columbia ist, dass wir uns unter Alkoholeinfluss in unserem Verhalten ändern. Aus dem stillen Mauerblümchen wird die extrovertierte Party-Prinzessin, aus dem ansonsten eher besonnenen Bekannten wird ein cholerischer Schreihals, und manche neigen sogar zu aggressivem Verhalten. Die Studie wurde in der Fachpublikation "Addiction Research & Theory" mit dem Titel "Searching for Mr. Hyde" veröffentlicht, eine Anspielung auf die verschiedenen Gesichter von Alkoholkonsumenten

Bei der Studie wurden 187 Studenten-Paare befragt, die sich bereits untereinander kannten. Dabei gaben die Probanden Auskunft über ihre eigene Selbstwahrnehmung im Zustand der Trunkenheit sowie die Fremdwahrnehmung ihre Partners. Dabei zeigen sich die Auswirkungen bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark.

Die Forscher unterschieden bei der Analyse vier verschiedene Personengruppen mit kuriosen Bezeichnungen in Anspielung auf berühmte Charaktere: "Hemingway", "Mary Poppins", "Mr. Hyde" und "The Nutty Professor" (dt.: der verrückte Professor).

1. Ernest Hemingway

"Ich trinke, seitdem ich 15 bin, und kaum etwas hat mir mehr Freude bereitet", meinte einst der große Schriftsteller. Die Forscher belegten diese Typologie mit den Eigenschaften, immer weiter trinken zu können, ohne sich dabei großartig zu verändern. Ein "Hemingway" wird zwar immer mehr betrunken, bleibt aber an sich der gleiche Charakter. Die Forscher ordneten 40 Prozent der Versuchsteilnehmer dieser Typologie zu, dabei seien Frauen und Männer zu gleichen Teilen vertreten.

2. Der verrückte Professor

Als "Nutty Professor" bezeichneten die Forscher rund 22 Prozent der Probanden. Dieser Typus ist im Alltag eher verschlossen und eigenbrödlerisch, wenn er jedoch Alkohol trinkt, taut er auf und ist der Star jeder Party. Er genießt es plötzlich, mit anderen Spaß zu haben und tanzt ausgelassen. Dieser Gruppe wurden hauptsächlich Männer zugeordnet.

Auch interessant: Was der Musikgeschmack über den Alkohol-Konsum verrät.

3. Mr. Hyde

Dieser Charakter ist die dunkle Seite des Dr. Jekyll aus dem gleichnamigen Roman. Hier sind die Auswirkungen von Alkoholeinfluss am gravierendsten sichtbar. "Mr. Hyde" neigt dann zu einem aufbrausenden und dramatischen Auftritt, aber auch feindselige und weinerliche Züge kommen vor. Die Folge: Exzesse, Prügeleien oder Filmrisse. Laut den Forscher bestehe diese Gruppe (20 Prozent) zu zwei Dritteln aus Frauen.

4. Mary Poppins

Dieser Typ steht für eine sympathische, offene und hilfsbereite Person, die jedoch erst unter Alkoholeinfluss so richtig aufdreht. Dann ist sie nicht mehr zu bremsen, und wird bei Partys schon mal zum Alleinunterhalter. Dabei steht sie gerne im Mittelpunkt und zieht mit ihrem Humor und ihrem Charme alle in ihren Bann. Bei 14,5 Prozent der Teilnehmer wurden diese Wesenszüge festgestellt, dabei waren die Damen in der Überzahl.

Passend zum Thema Alkohol: Hier erfahren Sie, wie schädlich Trinken während der Schwangerschaft wirklich ist. Forscher haben aber auch herausgefunden, dass Bier gegen Kopfschmerzen helfen kann.

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