"Öko-Test"

Tampons und Menstruationstassen meist unbedenklich

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Grundsätzlich ist mit den meisten Tampons alles in Ordnung, hat "Öko-Test" festgestellt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Tampon oder Menstruationstasse - was ist sicherer? Eine klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht: Beide Produkte sind meistens erfreulich schadstofffrei. Mängel gibt es höchstens in den Details.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Tampons weisen nur selten Schadstoffe oder andere Mängel auf. Gleiches gilt für Menstruationstassen - also die wiederverwertbare Alternative zu Tampon und Binde. Das hat die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 4/2020) bei einer Untersuchung von 23 Tampons und 20 Menstruationstassen herausgefunden.

Schwächen haben die Produkte vor allem in den Details: Bei einem Tampon riss der Rückholfaden zum Beispiel zu schnell, ein anderer war etwas zu weich. Und bei einigen Menstruationstassen fehlen wichtige Hinweise auf der Verpackung, zum Beispiel auf das Risiko eines toxischen Schocksyndroms (TSS). Das ist bei einer Menstruationstasse zwar seltener als bei Tampons, kann aber trotzdem vorkommen. Eine Warnung sei daher Pflicht, so die Tester.

Schadstoffe fanden sich kaum: Eine Menstruationstasse erreicht deshalb im Gesamturteil nur ein "Ausreichend", drei weitere Tassen sind nicht besser als "befriedigend". Alle anderen Testkandidaten sind entweder "gut" oder - in den allermeisten Fällen - sogar "sehr gut".

Käuferinnen können sich daher getrost am Preis orientieren: Sehr gut bewertete Tampons gibt es im Discounter oder Drogeriemarkt schon zu einem umgerechneten Stückpreis von 3 Cent. Menstruationstassen mit der Bestnote sind schon für knapp unter 10 Euro erhältlich - und damit die klar günstigere Alternative: Wer die Tassen richtig pflegt und säubert, kann sie den Angaben nach einige Jahre nutzen.

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