Gesetzesänderung

Verhütung mit Pille: Kassen zahlen länger

+
Verhütung ist noch immer meistens Frauensache - viele nehmen die Antibabypille.

Will eine junge Frau die Anti-Baby-Pille verwenden, musste sie bis März 2019 ab dem 20. Lebensjahr selbst dafür zahlen. Das hat sich geändert.

Update vom 11.02.2020: Seit dem 29. März 2019 erstatten gesetzliche Krankenkassen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie die Antibaby-Pille oder hormonhaltige Spiralen bis zum vollendeten 22. Lebensjahr der Versicherten, wie die Deutsche Apotheker Zeitung berichtete.

Artikel vom 20.02.2019: Möchte man verhüten, ist der Frauenarzt der beste Ansprechpartner: Er oder sie berät über mögliche Methoden und verschreibt letztendlich auch das passende Produkt. Obwohl es einige Alternativen zur Antibabypille gibt - etwa den Verhütungscomputer, die Spirale oder die Temperaturmethode - ist die Pille immer noch das häufigste Verhütungsmittel unter deutschen Frauen.

Da sie zu den hormonellen Verhütungsmitteln zählt, sind allerdings Nebenwirkungen möglich, über die jeder Frauenarzt aufklären sollte. Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und auch fehlende Lust auf Sex (Libidoverlust) zählen dazu. Die Antibabypille kann auch Thrombosen begünstigen.

Video: Gesetzesänderung bei der Pille - das wird sich für Tausende Frauen ändern

Antibabypille soll in Zukunft bis zum 22. Geburtstag kostenfrei bleiben

Wegen der möglichen Nebenwirkungen sollte man seine eigene Krankheitsgeschichte mit dem behandelnden Arzt besprechen, damit das Risiko  so gering wie möglich gehalten werden kann.

Mehr zur Antibabypille: Mit dieser verheerenden Nebenwirkung rechnen die wenigsten Frauen.

Entscheiden sich Frauen für die Pille, hatten sie bisher den Vorteil, dass die Krankenkassen die Kosten bis zum vollendeten 20. Geburtstag übernommen haben. Ein neuer Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht allerdings vor, dass diese Frist verlängert wird: In Zukunft sollen die Kosten für die Anti-Baby-Pille bis zum 22. Geburtstag von der Krankenkasse übernommen werden. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu: "Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Pille künftig zwei Jahre länger, bis zum 22. Geburtstag. Das hilft jungen Frauen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden."

Lesen Sie auch: Ärztin wird wegen Information über Abtreibung verklagt - Fall entfacht heiße Diskussion.

jg

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz

Knappes Gut, hilfreiches Accessoire oder Pflichtkleidungsstück - über Masken wird in der Corona-Krise immer wieder diskutiert. Aber was nutzen die einzelnen Maskentypen?
Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz

Ende der Covid-19-Pandemie endlich in Sicht? Virologe mit positiver Prognose

Die Hoffnung vieler ist groß, dass der neuartige Erreger Sars-CoV-2 durch warme Temperaturen an Aktivität verliert. Ein Virologe erklärt, ob Außentemperaturen das …
Ende der Covid-19-Pandemie endlich in Sicht? Virologe mit positiver Prognose

Covid-19-Symptome: Birgt ein neues entdecktes Symptom ein hohes Risiko?

Immer mehr Coronavirus-Infektionen werden auf der ganzen Welt gemeldet - auch in Deutschland. Doch was sind die Symptome der Lungenkrankheit?
Covid-19-Symptome: Birgt ein neues entdecktes Symptom ein hohes Risiko?

Kontaktverbot wegen Coronavirus in NRW: Was ist erlaubt und was nicht?

Um die Ausbreitung des Coronavirus in NRW weiter einzudämmen, wurde das Kontaktverbot verlängert. Wer sich nicht daran hält, muss zahlen.
Kontaktverbot wegen Coronavirus in NRW: Was ist erlaubt und was nicht?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.