Kurz und schmerzlos

Wenn der "Musikantenknochen" Ärger macht

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Wer sich am Musikantenknochen stößt, verletzt in Wirklichkeit einen Nerv. Foto: Christin Klose

Meist handelt es sich nur um einen kurzen Aufprall, doch der Schmerz ist riesig. Sich den Musikantenknochen zu stoßen, tut meist extrem weh. Warum ist das so? Und kann es zu einer dauerhaften Beeinträchtigung kommen?

Hamburg (dpa/tmn) - Knapp neben dem Ellenbogen befindet sich eine Achillesferse - zumindest sprichwörtlich. Stößt sich jemand an genau dieser Stelle, schießt der Schmerz in beide Richtungen. "Musikantenknochen", ächzt der Betroffene dann meist. Dabei handelt es sich gar nicht um einen Knochen.

Was das ist?

Der "Musikantenknochen" ist eigentlich ein Nerv, der sogenannte Nervus ulnaris. Er verläuft in einer Rinne zwischen zwei Knochen neben der Ellenbogenspitze und verbindet Ringfinger und kleinen Finger mit dem Ellenbogen. "Anders als die meisten anderen Nerven im Körper ist er recht ungeschützt, denn die Rinne ist nach oben hin geöffnet", erklärt Mathias Gelderblom, Oberarzt an der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Folge: Stößt sich jemand an genau der Stelle, wo der Nerv entlang läuft, sendet er blitzartig Signale aus. "Meist spüren die Menschen das bis in die Spitze des kleinen Fingers."

Was also tun?

Wer sich gestoßen hat, muss nichts tun außer abwarten. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Nerv wieder. Was aber gar nicht so selten vorkommt, ist, dass der Nerv dauerhaft beeinträchtigt wird. "Das kann zum Beispiel bei Berufsmusikern passieren oder auch bei Handwerkern", sagt Gelderblom. Wird der Nerv ständig eingeengt oder belastet, nimmt er irgendwann dauerhaft Schaden. Wer Taubheit in den Fingern oder ständig Schmerzen am Ellenborgen verspürt, sollte deshalb zum Arzt gehen. Denn wird der Nerv rechtzeitig entlastet, erholt er sich wieder. "Was aber einmal kaputt ist, das können wir nicht wieder reparieren."

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