Mundhygiene am Morgen

Zähneputzen: vor oder nach dem Frühstück?

Richtige Zahnpflege
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Frischer Atem? Das tägliche Zähneputzen gehört für die meisten Deutschen nach dem Aufstehen dazu.

In der Früh zählt für viele jede Sekunde. Nach dem Aufstehen hat jeder wohl seine besonderen Rituale. Beim Zähneputzen sind die Deutschen allerdings sehr eigen, wie eine Umfrage jetzt zeigt.

Die Deutschen sind beim morgendlichen Zähneputzen ein gespaltenes Volk. Zu 41,9 Prozent putzen sie vor dem Frühstück die Zähne, zu 45 Prozent nach dem Frühstück, ergab eine am Donnerstag von dem Institut Mymarktforschung.de in Hamburg veröffentlichte repräsentative Umfrage zu Morgenritualen.

Auf die Frage, ob sie vor oder nach dem Frühstück Zähne putzten, antworteten demnach 8,7 Prozent der Befragten, dass sie nicht gefrühstückt hätten - und 4,4 Prozent, dass sie gar nicht die Zähne geputzt hätten.

Das Zähneputzen ist aber die Morgenroutine Nummer eins in Deutschland. Es folgt das Anziehen frischer Unterwäsche, was mit 63,1 Prozent eine deutliche Mehrheit macht - aber bei Weitem nicht alle. Beim Thema Hygiene folgen das Duschen oder Baden, was für 55,1 Prozent der Deutschen morgens dazu gehört. Und während sich 42,8 Prozent der Frauen schminken, rasieren sich 40,5 Prozent der Männer.

Der Morgenkaffee und das Frühstück gehören der Umfrage zufolge für rund 60 Prozent der Befragten nach dem Aufstehen dazu. Für nur noch 37,1 Prozent der Befragten gehört das Bettmachen zum Morgen - fast ebenso viele rufen nach dem Aufstehen ihre E-Mails auf dem Handy ab (36,5 Prozent). Und mehr als jeder Fünfte (21,8 Prozent) liest, schreibt oder teilt Informationen in den sozialen Netzwerken.

Top 10: Die Morgenaktivitäten der Deutschen

1.Zähneputzen74,6 Prozent
2.Frische Unterwäsche63,1 Prozent
3.Kaffee und Frühstück60 Prozent
4.Duschen oder Baden55,1 Prozent
5.Schminken (Frauen)42,8 Prozent
6.Rasieren (Männer40,5 Prozent
7.Bettenmachen37,1 Prozent
8.Surfen auf dem SmartphoneE-Mails auf dem Handy checken36,5 Prozent
9.Radio hören33,7 Prozent
10.In den sozialen Netzwerken lesen/schreiben/teilen21,8 Prozent

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen. Jeder besteht aus der Krone, dem Hals und einer Wurzel, die fest im Knochen eingewachsen ist. Das Zahnfleisch wächst in den Zahn und bildet eine Bakterienbremse. © obs/blend-a-med
Von Mark bis Schmelz Von innen nach außen gibt es folgende Schichten: das von Gefäßen und Nerven durchzogene Mark, das Zahnbein und den Schmelz aus Hydroxylapatit und Fluorid als Schutzschild. © obs
Knochen Der Kieferknochen dient als Verankerung für die Zähne, er bleibt nur unter ständigem Druck stabil. Fehlt der Druck, weil ein Zahn ausgefallen ist, baut sich die Knochensubstanz ab. © obs
Jedes Jahr gehen in Deutschland 14 Millionen Zähne verloren. Zahnkiller Nummer eins ist die Paradontitis. Die Zahnfleischentzündung hat Karies vom ersten Platz verdrängt. © Obs/Oral B
Zahnerkrankungen: Karies ist die häufigste Infektionskrankheit des Menschen, nur ein Prozent der Erwachsenen ist kariesfrei. Die Beläge auf den Zähnen produzieren mit dem Zucker aus der Nahrung Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn auflösen. © obs
Pardontitis Die Parodontitis ist eine schwere Entzündung des Zahnfleisches, bei der sich das Gewebe zurückbildet und den Zahnhals nicht mehr fest umschließt. Sie ist die Hauptursache für Zahnverlust. © obs
Plaque & Zahnstein Zahnbelag (Plaque) ist eine bakterielle Ablagerung auf den Zähnen. Bildet er als Kruste eine Verbindung mit dem Zahn, wird er zu Zahnstein. Dieser bakterielle Biofilm muss sorgfältig entfernt werden. © dpa
Implantat: Zahn sitzt auf einer Schraube im Knochen © obs/proDent e.V.

AFP

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