"Finanztest"

Zahnzusatzversicherung früh abschließen und nicht wechseln

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Eine Behandlung beim Zahnarzt kann teuer werden: Zahnzusatzversicherungen sollen Patienten vor hohen Zuzahlungen schützen. Foto: Markus Scholz

Ein Besuch beim Zahnarzt kann richtig, richtig wehtun. Und zwar nicht nur dem Patienten selbst, sondern auch seinem Konto. Versicherungen schützen vor bösen Überraschungen durch hohe Zuzahlungen - allerdings nur dann, wenn der Kunde den Vertrag rechtzeitig unterschrieben hat.

Berlin (dpa/tmn) - Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließen will, hat die Auswahl zwischen zahlreichen guten und sehr guten Angeboten. Das hat die Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von 234 Tarifen herausgefunden.

Verbraucher sollten ihre Policen allerdings möglichst frühzeitig abschließen: so lange die Zähne noch gesund sind, wie die Stiftung in ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 5/2019) rät.

Der Grund: Um vollen Anspruch auf alle vertraglichen Leistungen zu haben, müssen Kunden meist einige Jahre lang Beiträge bezahlen - in der Regel drei bis fünf. Außerdem zahlen fast alle Versicherungen nicht für Behandlungen, die zum Zeitpunkt der Unterschrift schon laufen. Und eine Behandlung läuft nicht erst dann, wenn zum Beispiel eine Operation beginnt. Stattdessen beginne sie nach Ansicht der Versicherer oft schon in dem Moment, in dem der Arzt den Patienten das erste Mal auf ein Problem hinweist, erläutern die Warentester.

Aus dem gleichen Grund lohnt es sich nur selten, den Tarif zu wechseln. Denn dann drohen erneut Wartezeiten - und es gibt wieder kein Geld für bereits laufende Behandlungen. Böse Überraschungen durch steigende Beiträge gibt es bei Zahnzusatzversicherungen aber ohnehin kaum, so die Stiftung. Allerdings steigen bei den meisten Tarifen mit zunehmendem Alter auch die monatlichen Kosten.

Von den 234 getesteten Tarifen bekamen fast zwei Drittel die Warentest-Noten "gut" oder "sehr gut". Die Bestnote 0,5 gab es für vier Tarife von den Versicherern Bayerische (Zahn Prestige), DFV (DFV-Zahnschutz Exklusiv 100), HanseMerkur (EZL) und Ottonova (Zahn 100). Ein 43-jähriger Modellkunde zahlt bei diesen 40 bis 42 Euro pro Monat, bis zum Alter von 73 Jahren steigen die Kosten auf 65 bis 70 Euro. Es gibt aber auch mit "sehr gut" bewertete Tarife, die selbst im Alter nicht mehr als 25 Euro pro Monat kosten.

Deutlich günstiger fährt, wer im Zweifelsfall auf teure Extras für die Zähne versichert und mit der Regelversorgung zufrieden ist. Zwar lohnt sich nach Einschätzung der Experten auch dann eventuell eine Zahnzusatzversicherung - denn selbst für die Regelversorgung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen oft nur einen Teil der Kosten. Allerdings reicht für diese Standardversorgung ein Basisschutz, den es für 43-Jährige schon für 3 Euro pro Monat gibt.

Artikel zum Test bei Stiftung Warentest

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