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Zerkratzte Teflon-Pfanne? Wann Bratgeschirr Polymerfieber auslösen kann

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Von: Juliane Gutmann

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Spiegelei in Teflonpfanne
Spiegelei bis Steak: In einer Teflon-Pfanne bleibt so schnell nichts kleben. © Imago

Wohl jeder hat sie zu Hause: Bratpfannen, die ihre besten Tage hinter sich haben. Wann eine Pfanne zur Gesundheitsgefahr wird, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Die Teflon-Pfanne ist Bestandteil einer jeden Kücheneinrichtung. Und das nicht ohne Grund: Egal, was man brät, Anbrennen tut so schnell nichts auf Teflon. Außerdem ist die Beschichtung nicht brennbar und sogar Säuren und Laugen können sie nicht zerstören. Ursprünglich von Weltraumforschenden entwickelt, handelt es sich bei dem Begriff Teflon um einen Handelsnamen. Die Substanz, aus der Teflon besteht, ist der Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE). Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) informiert, handelt es sich um ein kälte-, wärme- und chemikalienbeständiges Kunststoff-Polymer, das unter anderem für Antihaftbeschichtungen von Koch-, Brat- und Backgeschirr verwendet wird.

Doch was, wenn die Teflon-Beschichtung schon Jahrzehnte alt ist und/oder zerkratzt? In letzterem Fall kann sich PTFE theoretisch ablösen, ins Essen gelangen und verschluckt werden. Jedoch soll dies keine Gesundheitsgefahr für den Menschen bedeuten, wie das BfR informiert: „Gesundheitlich unbedenklich ist es, wenn sich von einer zerkratzten Beschichtung kleinste Teilchen lösen und beim Essen verschluckt werden*. Da PTFE inert (reaktionsträge) ist, werden diese Teilchen nicht verdaut und vom Körper unverändert wieder ausgeschieden“, heißt es auf den Seiten des Instituts.

Doch gelangen PTFE-Dämpfe in die Atemluft, kann das krank machen. Die Rede ist dann vom Polymer- oder Teflonfieber, umgangssprachlich auch Bratpfannen-Fieber genannt.

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Wann es zu Teflonfieber kommen kann: Keine Gefahr im eigenen Haushalt?

Wer seine Bratpfanne nicht zweckentfremdet muss in der Regel nicht mit Gesundheitsschäden rechnen. Giftige Teflon-Gase würden dem BfR zufolge erst dann entstehen, wenn man eine Teflon-Pfanne (werblicher Link) extrem hoch erhitzt. Bei Temperaturen über 360 °C bilden sich giftige Dämpfe, so das BfR. Krankheitsfälle seien bislang allerdings nur aus der industriellen Fertigung von PTFE und nicht aus Privathaushalten bekannt, heißt es weiter. Betroffene können grippeähnliche Symptome* entwickeln, die als Polymer- oder Teflonfieber bekannt sind, informiert der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). In den eigenen vier Wänden ist die Gefahr einer Teflon-Vergiftung nahezu unmöglich. Die Lebensmittel in der Pfanne würden verbrennen, bevor die 360 Grad Celsius erreicht sind, so der MDR.

Video: Pfannen - Keramik oder Teflon?

Wichtig sei dem BfR zufolge allerdings, dass Sie mit PTFE beschichtetes Geschirr nie ohne Inhalt über 360 Grad Celsius erhitzen. Infolge könne es zur Zersetzung des Polymers kommen und damit zur Freisetzung giftiger Substanzen – auch ohne Rauchentwicklung. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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