Jung-Autorin Rebekka Knoll veröffentlicht dritten Roman

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Jung-Autorin Rebekka Knoll aus Edermünde-Haldorf hat einen neuen Roman veröffentlicht: "Geliebte Angst". Der Dritte in drei Jahren.

Edermünde-Haldorf. "Mir fehlen die Worte, ich finde die Worte nicht" – während Sänger Tim Bendzko in seinem Song "Wenn Worte meine Sprache wär’n" nach den richtigen Worten sucht, hat Rebekka Knoll sie schon gefunden. Denn: Sie sind die Bausteine ihrer literarischen Welten. Innerhalb von nur drei Jahre schrieb die 27-Jährige drei Romane. Für ihre ersten beiden Werke wurde sie 2013 gar mit dem Kurd-Laßwitz-Stipendium ausgezeichnet und für ein Jahr zur Stadtschreiberin von Gotha ernannt. Vor Kurzem stellte die Haldorferin ihren dritten Roman "Geliebte Angst" in Gudensberg vor. Und gewährte uns einen kleinen Einblick in ihr Leben als Journalistin und Jung-Autorin.

Wenn Wände Geschichten erzählen

Schon von Klein auf zog das geschriebene Wort Rebekka Knoll in seinen Bann. "Ich habe schon in der Grundschule gerne Geschichten geschrieben. Mit 15 Jahren nahm ich in den  Sommerferien an einer kreativen Schreibwerkstatt in Berlin teil", erinnert sich die 27-Jährige. Während ihres Studiums in Erlangen iniziierte sie gemeinsam mit ihren Kommilitonen selbst eine Schreibwerkstatt, schrieb Theaterstücke und ihre ersten beiden Romane.

Doch die Wortkunst der jungen Autorin beschränkt sich nicht nur auf Papier. Als Stadtschreiberin hatte sie die Aufgabe ein Jugendprojekt zu gestalten. "Zusammen mit einer neunten Klasse des Gustav-Freytag-Gymnasiums in Gotha haben meine Projektpartnerin und ich die Wände einer alten Stadtvilla mit Geschichten beschrieben", erzählt Knoll. Auch ihr dritter Roman entstand und spielt in der thüringischen Stadt. Das Stipendium bot Knoll die besten Voraussetzungen, ihr Kopfkino in Worte zu fassen: Der 320 Seiten lange Jugendthriller "Geliebte Angst" entstand in nur drei Monaten.

Ideen und Kopfkino

Die Idee für das Buch enstand jedoch schon lange vorher. "Während einer Studienarbeit befasste ich mich damit, wie mit den Facebook-Profilen von Verstorbenen umgegangen wird", erklärt Knoll. "Während der Recherche las ich von einem Fall, bei dem sich die Mutter eines Verstorbenen in sein Facebook-Profil eingeloggt hatte und dort Trauernachrichten veröffentlichte." Ein Artikel, der die Phantasie der jungen Autorin anregte und den Anreiz für ihren Roman gab. Er handelt von einer jungen Frau, die ihre große Liebe durch einen Unfall verloren hat. Doch: Schon kurz nach der Trauerfeier erhält sie vom Facebook-Profil ihres verstorbenen Freundes Nachrichten. "Ich liebe es, meinen Lesern ein Rätsel aufzugeben", sagt Knoll mit einem Zwinkern. "Aber die Geschichte endet real, nicht übernatürlich."

Aktuell lebt und arbeitet Rebekka Knoll in Regensburg. Auch in ihrem neuen Job als Volontärin bei der Mittelbayerischen Medienfabrik schreibt sie Geschichten. Ob einer ihrer Artikeln bereits den Stoff für das nächste Buches enthalten hat, verrät sie nicht. Und trotz der vielen verschiedenen Stationen an die Rebekka Knoll von ihrer Schreib-Leidenschaft geführt wird, bleibt die junge Journalistin und Autorin heimatverbunden. "Ich bin oft zu Hause und engagiere mich hier in Haldorf bei vielen Vereinen", sagt sie. "Besonders meine Familie ist mir bei all meinen Projekten eine große Stütze." Worte sind ihre Welt, doch zu Hause ist sie in Nordhessen.

 +++EXTRA INFO+++ Kurd-Laßwitz-Stipendium

Seit dem Jahr 2008 vergibt die Residenzstadt Gotha mit dem Kurd-Laßwitz-Stipendium einen Stadtschreiberpreis für Kinder- und Jugendbuchautoren. Der Gewinner des mit 5.000 Euro dotierten Stipendiums wird für zwölf Monate zum Stadtschreiber ernannt. Rebekka Knoll gewann das Stipendium 2013. Sie bewarb sich mit ihrem 2012 erschienen Roman "Das Kratzen bunter Kreide" und einer Leseprobe ihres zweiten Romans "Splittermädchen". Dieser erschien 2014. Mehr Infos zum Stipendium: www.gotha.de.

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