Corona trifft Azubis

14 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge

Auszubildender
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Die Anbahnung von Ausbildungsverhältnissen habe sich dem DIHK-Sprecher zufolge vielfach um zwei bis drei Monate nach hinten verschoben. Ein Ausbildungsstart in den Betrieben sei noch bis Jahresende möglich. Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa

Wegen Corona verzichteten viele Betriebe in den vergangenen Wochen auf die Besetzung neuer Lehrstellen. Ganz verloren geben Experten das Ausbildungsjahr 2020 aber noch nicht.

Berlin (dpa) - Die Corona-Krise trifft auch Schulabgänger auf der Suche nach einer Lehrstelle. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge, die bis Ende September bei den Industrie- und Handelskammern registriert worden sind, fiel um 13,7 Prozent auf 259.837, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) der «Frankfurter Rundschau mitteilte.

«Wie uns die Industrie- und Handelskammern berichten, waren wegen der Pandemiebeschränkungen Praktika und Bewerbungsgespräche zeitweise kaum möglich», sagte ein DIHK-Sprecher der Zeitung. Somit hätten Betriebe und Schulabgänger in diesem Jahr schwerer zueinander gefunden als in den Vorjahren.

Es bestehe aber die Chance, junge Menschen noch in Ausbildung zu bringen. Die Anbahnung von Ausbildungsverhältnissen habe sich vielfach nur um zwei bis drei Monate nach hinten verschoben. Seit dem Sommer verzeichneten die IHK Nachholeffekte, sagte der Sprecher. Ein Ausbildungsstart in den Betrieben sei ohne Probleme noch bis Jahresende möglich.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hofft auf Nachholeffekte, rechnet aber trotzdem mit einem deutlichen Rückgang. «Unter dem Strich gehe ich in diesem Jahr von einem Minus von bundesweit zehn Prozent aus», sagte Matthias Anbuhl, Abteilungsleiter Bildungspolitik beim DGB, der «Frankfurter Rundschau». «Das ist etwas stärker als es in der Finanzkrise 2008 der Fall war, als die Zahl der Ausbildungsverträge um 8,4 Prozent gesunken ist.»

© dpa-infocom, dpa:201026-99-84915/2

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