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Haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf ein gutes Arbeitszeugnis?

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Von: Janine Napirca

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Symbolbild: Nahaufnahme von einem Arbeitszeugnis
Sind Sie zufrieden mit den Arbeitszeugnissen, die Sie bislang ausgestellt bekommen haben? (Symbolbild) © U. J. Alexander/Imago

Wer bereits in einem Arbeitsverhältnis tätig war, hat in seinem Berufsleben wohl das ein oder andere Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden meist beim Verlassen eines Unternehmens – oder auch einem Bereichswechsel – mit einem Arbeitszeugnis belohnt – oder bestraft? Um sich bei einem neuen Job zu bewerben, sind gute Arbeitszeugnisse essentiell. Bei einem schlechten Arbeitszeugnis, kann sonst nach einer Kündigung die Arbeitslosigkeit drohen. Ob Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, wenn Sie kündigen, lesen Sie hier. Ist es Pflicht, ein Arbeitszeugnis auszustellen? Welche geheimen Codes darf ein Arbeitszeugnis enthalten? Und habe ich einen Anspruch auf ein gutes Arbeitszeugnis? Die Antworten auf diese Fragen erfahren Sie hier.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein Arbeitszeugnis auszustellen?

Ja, wenn Sie danach verlangen, muss Ihr Arbeitgeber bzw. Ihr ehemaliger Arbeitgeber laut Verdi.de Ihnen ein Arbeitszeugnis ausstellen. Generell unterscheidet man einem Bericht von Arbeitnehmerkammer.de zufolge zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis. Während Sie ein einfaches Arbeitszeugnis, in dem Personalien, Dauer und Art der Beschäftigung aufgeführt werden, automatisch bekommen, müssen Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis explizit verlangen. Darin enthalten sind zudem die Bewertung Ihrer Arbeitsleistung und Ihres Verhaltens. Ebenso können absolvierte Fortbildungen und Führungs- und Sozialverhalten dem Bericht nach dargestellt werden. Ein gutes Arbeitszeugnis kann zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch führen. Passen Sie bei diesen Fragen auf: So testen Personaler Ihre emotionale Intelligenz im Bewerbungsgespräch.

Bis wann bekomme ich mein Arbeitszeugnis?

Dem Bericht zufolge haben Sie mit Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses, sprich am letzten Arbeitstag, Anspruch auf Ihr Arbeitszeugnis. Gegebenenfalls können Sie aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise Elternzeit oder der Wechsel von Vorgesetzten, ein Zwischenzeugnis beantragen.

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Habe ich das Recht auf ein gutes Arbeitszeugnis?

Laut Arbeitnehmerkammer.de muss ein Arbeitszeugnis „wahrheitsgetreu, wohlwollend, klar und verständlich formuliert und vollständig sein“. Zudem seien geheime Formulierungen oder Codes verboten, Ihr beruflicher Werdegang darf durch ein schlechtes Arbeitszeugnis weder erschwert noch gefährdet werden.

Bei falschen oder unzuverlässigen Passagen in Ihrem Arbeitszeugnis, haben Sie Anspruch auf eine Richtigstellung in einem neuen Arbeitszeugnis. Selbiges gilt, wenn Sie mit der Beurteilung Ihrer Leistung nicht einverstanden sind. Dann können Sie gegebenenfalls Ihre Leistung vor dem Arbeitsgericht beweisen. Woran Sie merken, dass missgünstige Kolleginnen bzw. Kollegen oder gar Ihr Chef Sie belügt, erfahren Sie hier. (jn)

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