Neue Branche, neues Glück

Bewerbung als Quereinsteiger: So erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine Stelle

Als Quereinsteiger hat man im Bewerbungsprozess oft kein leichtes Spiel.
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Als Quereinsteiger hat man im Bewerbungsprozess oft kein leichtes Spiel.

Quereinsteigern wird von Arbeitgebern oft nicht viel Vertrauen entgegengebracht. Mit ein paar Tricks können Sie Ihre Chancen auf einen Job aber steigern.

  • Wer einen radikalen Jobwechsel anstrebt, sieht sich oft mit vielen Problemen konfrontiert.
  • Viele Arbeitgeber sind misstrauisch gegenüber Quereinsteigern.
  • Mit ein paar Tricks steigen Ihre Chancen, einen komplett neuen Job zu ergattern.

Unzählige Arbeitnehmer stellen erst sehr spät fest, dass ihr gelernter Job nicht das Richtige ist. Verwerflich ist das auf keinen Fall, denn einen komplett neuen Karriereweg können Sie immer einschlagen - unabhängig davon, wie alt Sie sind.

Doch haben Sie gute Chancen, einen Job als Quereinsteiger zu ergattern? Das kommt stets auf Ihre gewählte Brache, Ihre gesammelten Erfahrungen und natürlich auf das Unternehmen an, bei dem Sie sich bewerben. Mit folgenden Tipps können Sie Personaler besser überzeugen:

Verweisen Sie auf Ihre Berufserfahrung - wenn Sie zu Ihrem Wunschjob passt

Quereinsteiger versuchen Ihr Glück nicht selten in Branchen, die drastische Unterschiede zur Fachrichtung ihrer ersten Jobs aufweisen. Dennoch kann Ihr alter Beruf einige Gemeinsamkeiten mit Ihrem Wunschjob haben. Suchen und erwähnen Sie diese unbedingt in Ihrer Bewerbung*. Dadurch können Sie mit langjähriger Erfahrung punkten*.

Gehen Sie auf die Anforderungen konkret ein

Gegenüber dem Portal Bewerbung.com nennt Karriereberaterin Christina Panhoff einen weiteren hilfreichen Tipp für Quereinsteiger: Bringen Sie in Erfahrung, welche Aufgaben Ihr Wunschjob konkret umfasst und gehen Sie auf die Anforderungen in Ihrer Bewerbung ein. Dadurch zeigen Sie, dass Ihnen durchaus bewusst ist, was auf Sie zukommen könnte.

Lesen Sie auch: Sternzeichen Fische - Mit diesen Tipps starten Sie im Beruf so richtig durch.

Weiterbildung in Aussicht stellen

Mit Ihrer Motivation können Sie ebenfalls überzeugen. Erwähnen Sie in der Bewerbung, dass Sie offen sind, sich weiterzubilden und viel Neues zu lernen. Damit zeigen Sie außerdem auf sympathische Weise, dass Sie mit Ihrer mangelnden Erfahrung offen umgehen.

Leidenschaft für den Job ansprechen

Für Ihre Wunschbranche haben Sie sich sicher aus einem bestimmten Grund entschieden. Verschweigen Sie diesen nicht, sondern seien Sie ehrlich. Falls Sie beispielsweise ein Hobby dazu gebracht hat, den Beruf zu wechseln, sollten Sie das in der Bewerbung aufgreifen. Im besten Fall haben Sie sogar "Beweise" für Ihre Leidenschaft, die Sie Ihrer Bewerbung beifügen können. Beispiele hierfür sind Bilder und Designs für kreative Berufe oder selbstgeschriebene Programme für IT-Jobs.

Weitere Tipps für Quereinsteiger

Hilfreich ist es auch, vor der Bewerbung mehrere Praktika zu absolvieren. Dadurch können Sie schon etwas Berufserfahrung sammeln. Bieten Sie außerdem eine unbezahlte Probearbeit an, damit der Arbeitgeber sich vorab von Ihrem Talent und Ihrer Leidenschaft überzeugen kann.

Auch interessant: Bewerbung - Mit diesen Fehlern auf dem Deckblatt könnten Sie sich blamieren.

Video: Bewerbungsgespräch - Mit diesen Tipps kann nichts schief gehen

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Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
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Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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