Wenn das Telefon klingelt

Diese Frage sollten Sie einem Headhunter niemals stellen

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Was tun, wenn der Headhunter anruft? Diesen Satz sollten Sie schon einmal nicht sagen.

Headhunter suchen ständig nach Talenten, um offene Stellen zu besetzen. Doch wer auf Anfragen falsch reagiert, versaut sich seine Chancen schneller als gedacht.

Headhunter sind die "Kopfjäger" unserer Zeit. Sie suchen starke Köpfe, die mit ihrem Fachwissen und ihrer Persönlichkeit einem Unternehmen weiterhelfen. Oft werden spezielle Stellen besetzt, die so gar nicht ausgeschrieben werden - oder bei denen der Vorgänger noch nicht einmal ahnt, dass er bald gehen muss.

Personalberater, wie Headhunter offiziell heißen, vermitteln mehr und mehr Stellen. Im Jahr 2016 waren es laut Statista rund 62.000 Stellen weltweit. Das sind rund acht Prozent mehr als noch im Jahr davor.

Doch wie reagiere ich, wenn mich ein Headhunter anruft oder anschreibt? Markus Böhler und Fabian Kienbaum arbeiten beide als Headhunter für die Personalberatungen Hartlieb beziehungsweise Kienbaum. Gegenüber der Huffington Post verraten sie, worauf es ankommt.

Wie werden Headhunter auf geeignete Kandidaten aufmerksam?

Zunächst einmal müssen Bewerber wissen, wie es dazu kommt, dass gerade sie im Fokus des Headhunters stehen. Personalberater finden geeignete Kandidaten über drei Wege, wie Böhler und Kienbaum verraten:

1. Eigene Kontakte

2. Empfehlungen

3. Kaltident

Beim sogenannten Kaltident "identifizieren wir Menschen, die wir bislang noch nicht kennen, die aber ihre Spuren hinterlassen", erklärt Böhler. "Sei es auf sozialen Karrierenetzwerken wie Xing, als Redner bei Kongressen oder als Verfasser von Gastbeiträgen in Fachmagazinen und Ähnliches."

Mehr dazu: Sieben Fehler, die auf Xing und LinkedIn fatal sind.

Headhunter auf Talentsuche: Diese Fehler sollte ein Kandidat niemals machen

Doch wer jetzt denkt, er brauche sein Karriere-Profil in den Netzwerken nur ein bisschen "aufzupolieren" und schon winkt der nächste Traumjob, der irrt: "Nie sollte man in Bewerbungen oder Netzwerken etwas von sich behaupten, das man nicht mit Beispielen belegen kann, sowohl auf der fachlichen wie auch auf der persönlichen Ebene. So etwas können wir mit bestimmten Nachfragen oder über Referenzen schnell enttarnen", rät Böhler ab.

Und auch vor dieser Unsitte warnt Böhler eindringlich: "Man sollte einen Headhunter niemals fragen: 'Wie sind Sie auf mich gekommen?' Denn dann unterstellt der Kandidat dem Headhunter, dass er seinen Job nicht richtig macht." Schließlich sei es ja gerade seine Aufgabe, ihn zu finden. Außerdem wirke dies so, als ob Sie nicht sonderlich gefragt seien. Und das wirkt schließlich wenig attraktiv auf Unternehmen.

Lesen Sie auch: Chefs sagen, das sei der schlimmste Fehler im Bewerbungsgespräch und diesen Fehler macht fast jeder im Bewerbungsgespräch.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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