Mütter sind die besseren Manager

Fünf Gründe, warum Firmen mehr Mütter einstellen sollten

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Ein Kind darf kein Karrierekiller sein.

Es ist allgemein bekannt, dass Mütter nicht gerade ganz oben auf der Wunschliste von Personalern stehen. Das ist ein großer Fehler, wie verschiedene Studien zeigen.

Es ist traurige Realität: Der berufliche Wiedereinstieg oder Jobwechsel für Frauen wird ein Ding der Unmöglichkeit, sobald ein Kind im Spiel ist. In den letzten Jahren ist die Bereitschaft von Unternehmen, Mütter einzustellen, sogar noch gesunken. Das hat unter anderem eine Studie von Regus ergeben.

Die Gründe dafür sind augenscheinlich logisch:

  • Mütter sind unflexibel, sowohl zeitlich als auch lokal
  • Mütter müssen pünktlich nach Hause
  • Mütter machen keine oder nur wenige Überstunden
  • Mütter müssen zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist
    Da kann man es Arbeitgebern doch gar nicht verübeln, wenn sie bei der Personalauswahl Frauen mit Kindern nicht berücksichtigen, oder? Falsch! Diese wissenschaftlich belegten Gründe sprechen für Mütter im Job.

1. Mütter schaffen mehr als Kollegen ohne Kinder

9.900 Ökonomen, alle Mitglieder einer Online-Plattform für Wirtschaftswissenschaftler, haben die Forscher der Universitäten Konstanz und Zürich und vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn hinsichtlich ihrer Produktivität unter die Lupe genommen. Dabei vergaben sie Punkte für veröffentlichte Forschungsarbeiten. Nach einer kurzen Schaffenspause (zum Beispiel Elternzeit) waren die Wirtschaftswissenschaftlerinnen mit Kindern überdurchschnittlich fleißig. Dabei waren die Ökonominnen mit zwei und mehr Kindern sogar noch produktiver als die Frauen mit nur einem Kind.

Auch interessant: Was mit Kindern passiert, wenn Mütter früh wieder arbeiten gehen.

2. Mütter haben ein besseres Zeitmanagement

In der oben genannten Studie wurde auch herausgefunden, dass Mütter zwar zeitlich weniger flexibel sind, die Zeit, die sie haben, aber besser nutzen. Das tägliche Jonglieren mit mehreren Aufgaben, die alle geschafft werden müssen, macht Mütter zu echten Zeitmanagement-Profis. Ein Vorteil, den sie im stressigen Joballtag immer wieder ausspielen können.

3. Kein Karriereknick nach der Geburt

Wer vor der Geburt eines Kindes erfolgreich war, wird es auch danach sein. Die Forscher in Konstanz fanden heraus, dass sich die Produktivität der Mütter (und Väter) nach der Geburt kaum verringert. Das gilt vor allem dann, wenn sie verheiratet sind oder in einer festen Beziehung leben.

4. Mütter fehlen gar nicht häufiger

Dass Mütter häufiger ausfallen, weil die Kinder krank werden, ist ein Vorurteil. Laut einem Bericht der Bundesregierung waren Angestellte in Deutschland im Jahr 2015 im Schnitt 15,2 Tage krankgeschrieben. Dabei war es völlig egal, ob sie ein Kind hatten oder nicht.

Laut einer Analyse der Techniker Krankenkasse ist der Effekt bei Eltern über 40 sogar umgekehrt. Sie melden sich seltener krank als kinderlose Mitarbeiter.

5. Mütter sind glücklicher

Glückliche Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter. Das sollte sich schon bis ins hinterste Personalbüro durchgesprochen haben. Was wie eine Binsenweisheit klingt, kann mit wissenschaftlichen Fakten untermauert werden: In einer Studie für das "Journal of Consumer Psychology" hat die Forscherin Alice Isen herausgefunden, dass zufriedene Mitarbeiter Informationen anders im Gehirn verarbeiten als ihre unglücklichen Kollegen.

Glückliche Angestellte haben daher Vorteile bei der Problemlösung und Entscheidungsfindung. Sie verarbeiten Informationen flexibler, innovativer, effizienter und gründlicher. Der Kreis schließt sich mit Forschungsergebnissen der University of Glasgow. Diese zeigen, dass Kinder Eltern glücklicher machen. Dabei gilt: Je mehr Kinder, desto glücklicher. Besonders verheiratete Frauen profitieren von diesem Umstand.

Jobs für Mütter. Findet bald ein Umdenken statt?

In den Personalabteilungen sollte also endlich ein Umdenken stattfinden. Mit jeder abgelehnten Mutter lässt sich das Unternehmen eine engagierte, strukturierte und kompetente Mitarbeiterin entgehen. Ein Umstand, den sich derzeit sicher nicht viele Firmen leisten können.

Lesen Sie auch: So bewerben Sie sich erfolgreich bei Otto.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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