Generation Gap

Mit diesen Problemen haben junge Chefs zu kämpfen

In Start-Ups ist der Altersunterschied meist nicht so groß.
+
In Start-Ups ist der Altersunterschied meist nicht so groß.

In einigen deutschen Unternehmen werden die Chefs immer jünger - vor allem in der Start-Up-Branche. Doch sie haben es nicht immer leicht, sich durchzusetzen.

In vielen Fällen müssen sich in der Wirtschaft junge Führungskräfte gegen die alteingesessene Platzhirsche durchsetzen. Nach wie vor sitzen auf den Vorstandsstühlen der großen Unternehmen in Deutschland ältere Semester. Generationenwechsel? Fehlanzeige.

Chefetagen in deutschen Unternehmen: Eine Frage des Alters

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, ist der deutsche Durchschnitts-Chef 51,8 Jahre alt. Im Vergleich zu den teils erfolgreichen Emporkömmlingen der Start-Up-Szene ein durchaus stolzes Alter. In Baden-Württemberg seien sie laut Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes Brügel sogar im Schnitt 53,6 Jahre alt. Die Tendenz zeigt in den Dax-Konzernen sogar einen Altersanstieg über die letzten Jahre: 2010 war der durchschnittliche Vorstand 52 Jahre alt, heute ist er 54.

Fakt ist jedoch, dass die qualifizierten Berufseinsteiger immer jünger werden - der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem an deutschen Hochschulen sei es gedankt. Es ist nur logisch, dass die Berufseinsteiger mit Anfang 20 somit nach wenigen Jahren in den Unternehmen aufsteigen, wenn Sie sich weiterqualifizieren.

Dabei bringen junge Kreative oft dringend benötigten frischen Wind in die Chefetagen. Vor allem Fähigkeiten, die in Zeiten der Digitalisierung wichtig sind, haben diese oft schnell verinnerlicht und bringen diese mit in ihre Konzepte ein. Die Erfahrung im Unternehmen rückt dabei eher in den Hintergrund.

Junge Chefs haben mit Problemen zu kämpfen

Dieser Altersunterschied führe jedoch in vielen Konzernen zu Spannungen: Ein Konflikt zwischen Jung und Alt. Dabei gibt es einige Risikofelder, die sich auftun. Laut Wirtschaftswoche sind es vor allem drei Probleme, mit denen junge Führungskräfte zu kämpfen haben:

  • Neid: Der BWL-Professor Sven Voelpel geht davon aus, dass sich junge Chefs oft mit Neid und Misstrauen der Kollegen auseinandersetzen müssen. Dies sei vor allem bei junge Mitarbeitern zu beobachten.
  • Akzeptanz: Junge Führungskräfte hätten es außerdem nicht so leicht, im Betrieb akzeptiert zu werden. "Ältere Mitarbeiter trauen einem Chef im Alter ihrer erwachsenen Kinder oft nicht zu, über ausreichend Erfahrung zu verfügen", wird der Experte bei der Wirtschaftswoche zitiert.
  • Misstrauen: Der unkonventionelle Führungsstil vieler junger Chefs führt oft zu Misstrauen unter den Kollegen. Dabei beziehen diese ihre Mitarbeiter oft mit ein - im Gegensatz zur alten Chefetage.

Was würde Bill Gates - selbst eins erfolgreicher Jung-Unternehmer - heute studieren? Hier erfahren Sie es.

mil

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

„Bitterer Tag für viele Beschäftigte“: Gericht erlaubt Urlaubskürzung bei Kurzarbeit Null
Karriere

„Bitterer Tag für viele Beschäftigte“: Gericht erlaubt Urlaubskürzung bei Kurzarbeit Null

Von Lockdown zu Lockdown: Zehntausende Arbeitnehmer wurden und werden in der Corona-Pandemie in Kurzarbeit Null geschickt. Was bedeutet das für ihren Urlaubsanspruch?
„Bitterer Tag für viele Beschäftigte“: Gericht erlaubt Urlaubskürzung bei Kurzarbeit Null
Mit „Jobcrafting“ neuen Schwung für die Arbeit holen
Karriere

Mit „Jobcrafting“ neuen Schwung für die Arbeit holen

Vierte Corona-Welle, wieder Homeoffice - die Motivation sinkt: Da meldet sich schnell der Gedanke an die Kündigung. Aber Stopp! Vorher sollte man lieber erst an …
Mit „Jobcrafting“ neuen Schwung für die Arbeit holen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.