Kann ja nicht schaden

Fünf Tricks, wie Sie bei Chefs und Kollegen beliebt werden

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Über eine Geburtstagstorte freut sich sicherlich jeder Chef.

Ihr Chef rümpft die Nase, wenn Sie sein Büro betreten? Die Kollegen waren schon mal netter? Dann sollten Sie tief in die Trickkiste greifen.

Egal, ob im Privatleben oder im Beruf: Wer beliebt ist, hat es in der Regel leichter. Gerade im Job spielt Sympathie eine wichtige Rolle, wenn prestigeträchtige Projekte im Team vergeben werden oder man Hilfe von Kollegen braucht. Dabei genügen ein paar simple Tricks, seine Beliebtheit nachhaltig zu steigern.

Kommunikations- und Motivationstrainer Dale Carnegie weiß, wie das gelingen kann. Vor rund 60 Jahren war Carnegie eine Ikone auf seinem Gebiet - seine Ratgeber wie "Sorge dich nicht, lebe" wurden zu Bestsellern. Seine zeitlosen Tipps sind jedoch immer noch gefragt und können auch Ihnen helfen, beliebter zu werden. 

Trick 1: Interessieren Sie sich aufrichtig für andere

"Wer sich für andere interessiert, gewinnt in zwei Monaten mehr Freunde als jemand, der immer nur versucht, die anderen für sich zu interessieren, in zwei Jahren", meint der Bestseller-Autor in seinem Buch "Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden" (Fischer Taschenbuch Verlag). Und dieses Interesse sollten Sie Ihre Kollegen auch spüren lassen. Merken Sie sich etwa kleine Details, die Ihnen Ihr Kollege über sein Leben erzählt (z.B. Familie, Hobbys) und erkundigen Sie sich ein paar Tage später noch einmal danach. Oder gratulieren Sie Ihren Kollegen zum Geburtstag.

Trick 2: Lächeln Sie

Ganz wichtig, um beliebter zu werden: Lächeln Sie Ihre Kollegen an - auch, wenn Ihnen gerade nicht danach zumute ist. Denn Carnegie fand in Studien heraus, dass jeder, der angelächelt wird, zurücklächelt. Dadurch ließen sich viele kritische Situationen schnell entschärfen.

Auch gut zu wissen:  Sechs Sätze, die Sie nie zu Ihren Kollegen sagen sollten.

Trick 3: Merken Sie sich Namen

Versuchen Sie auch, sich den Namen von neuen Kollegen gleich zu merken - selbst, wenn Sie diese nur selten sehen. Das zeigt auch den Respekt, den Sie seiner Person entgegen bringen. Wenn Sie sich Namen nur schwer merken können, hilft dieser Trick: Wiederholen Sie den Namen beim Kennenlernen laut, und dann innerlich noch ein paar weitere Male. Dieser Trick ist auch bei Geschäftspartnern und Kunden sehr nützlich.

Video: Benimcheck Büro

Trick 4: Hören Sie gut zu

Wer sich bei seinen Kollegen und Chefs beliebt machen möchte, sollte auch stets daran denken, ihr Ego zu streicheln. "Vergessen Sie nie, dass Ihr Gesprächspartner hundertmal mehr an sich selbst, seinen Wünschen und Problemen interessiert ist, als an Ihnen und Ihren Problemen", meint auch Carnegie. Ihr Kollege wird es also zu schätzen wissen, wenn er sich bei Ihnen seine Sorgen oder seinen Frust von der Seele reden kann. Hören Sie also lieber gut zu, statt nur von sich zu erzählen. Dann begegnet Ihnen selbst der  mürrischste Kollege beim nächsten Mal gleich viel freundlicher.

Trick 5: Machen Sie Komplimente

Und ein letzter guter Tipp von Carnegie: Machen Sie Ihrem Kollegen auch einmal ein aufrichtiges Kompliment und loben Sie ihn, etwa für seine gelungene Präsentation oder wenn er sich für andere Mitarbeiter stark macht. Schließlich ist es für Menschen seit jeher wichtig, Anerkennung zu erhalten.  

Lesen Sie auchFünf Psycho-Tricks, mit denen Sie bekommen, was Sie wollen.

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Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache wirken Sie schnell unprofessionell

Vor dem Chef und Kunden ist es wichtig, stets professionell aufzutreten. Doch die falsche Körpersprache bewirkt oft das Gegenteil.
Vor dem Chef und Kunden ist es wichtig, stets professionell aufzutreten. Doch die falsche Körpersprache bewirkt oft das Gegenteil.  © iStock / grinvalds
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Hektische Bewegungen verraten dem Gegenüber, dass Sie nervös sind. Verlangsamen Sie daher bewusst Ihre Bewegungen, wenn Sie aufgeregt sind und sprechen Sie langsamer.  © pixabay / Free-Photos
Genauso nervös wirkt es, wenn Sie mit Ihren Haaren, Schmuck oder Ihrer Kleidung spielen.  
Genauso nervös wirkt es, wenn Sie mit Ihren Haaren, Schmuck oder Ihrer Kleidung spielen.   © pixabay / DanaTentis
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Wer mit dem Finger auf andere zeigt, wirkt schnell aggressiv - und die Geste könnte als Drohgebärde verstanden werden. Benutzen Sie lieber die offene Hand, wenn Sie gestikulieren. © pixabay / Ashish_Choudhary
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Wer sich mit der Hand am Kopf oder der Nase kratzt, zeigt dem anderen, dass er ihm nicht glaubt. Das kommt mit Sicherheit nicht gut an. © Srdjan Suki / EPA / dpa
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Wer mit verschränkten Armen im Meeting sitzt oder sich so vor den Chef stellt, signalisiert ganz klar, dass er auf Abstand geht. Lassen Sie das lieber. © Arne Dedert / dpa
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