Framing, Wolf-Methode oder Museums-Trick

Wenden Sie diese drei Methoden vom Geheimdienst an, lösen Sie jedes Job-Problem

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Wer im Job erfolgreich sein will, kann sich diese Methoden vom Geheimdienst abschauen.

Framing, Wolf-Methode oder Museums-Trick: Bei der CIA lernen Top-Spione allerhand Kniffe, um Probleme zu lösen. Doch diese können Sie auch im Job anwenden. So geht's.

Angehende CIA-Analysten sollen alle ein Lehrbuch erhalten, in dem ein Spruch des schottischen Whiskeybrenners Thomas Dewar steht: "Gehirne sind wie Fallschirme, sie funktionieren nur, wenn sie offen sind." Der Mann hatte es im 19. Jahrhundert geschafft, den Familienbetrieb zu einem internationalen Unternehmen aufzubauen.

Kreatives Denken dank Drei-Punkte-Anleitung: So geht die CIA bei der Problemlösung vor

Kreatives Denken ist auch beim Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten hoch im Kurs - schließlich müssen sie oftmals gefährliche Missionen bewältigen. Deshalb werden sie darin geschult, in kürzester Zeit komplexe Probleme zu lösen.

Geniale Ideen auf Knopfdruck - und das unter enormen Stress? Das kann man sicherlich auch in anderen Jobs gut gebrachen, weshalb zwei CIA-Ausbilder, Jacob Eastham und Nyssa Straatveit nun aus dem Nähkästchen geplaudert haben. Auf dem Technikfestival South by Southwest in Austin, im US-Bundesstaat Texas, haben die beiden eine Drei-Punkte-Anleitung vorgestellt.

1. Stellen Sie die richtige Frage

Haben Sie zum Beispiel auf Arbeit ein wichtiges Meeting, aber die Debatte kommt nicht so recht voran, können Sie mit einer Methode namens "Framing" diese gezielt lenken. Die CIA-Ausbilder raten hierzu, eine "einladende Sprache" zu benutzen, wenn es konkrete Probleme zu lösen gilt.

Heißt konkret: Sind Sie Chef und unzufrieden mit den Arbeitsläufen in der Firma und verlangen im Meeting eine bessere Arbeitsorganisation, sollten Sie auf Ihre Wortwahl achten. Eine Wie-Frage, kann "in eine Sackgasse führen", sagt Eastham. Das setze schließlich voraus, dass es nur eine richtige Antwort gibt.

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Wenn die Frage allerdings umformuliert würde, in etwa: "Welche Möglichkeiten gibt es, unsere Arbeit zu verbessern?", geben sie den Mitarbeitern die Chance, über verschiedene Lösungsansätze nachzudenken. "Winzige sprachliche Änderungen", sagt Eastham, "können enorme Folgen haben", so Eastham.

2. Locken Sie die Inspiration

Um kreative Lösungen aus sich oder den Mitarbeitern herauszulocken, empfiehlt es sich, sich neuen Reizen auszusetzen. "Inspiration kommt nicht einfach so", meint CIA-Ausbilder Eastham, "sie muss angelockt werden."

Machen Sie also Dinge, die Sie normalerweise nicht tun würden - etwa eine Zeitschrift lesen oder ein Kunstmuseum besuchen, für das Sie sich normalerweise nicht interessieren. "Wenn unsere Gehirne in neue Welten eintauchen", erklärt Eastham, "dann kommen uns auch neue Gedanken." Und damit auch auf Lösungsansätze, die hilfreich im Job sein können.

3. Verlasse Sie Ihre Komfortzone

In unbekanntes Terrain vorstoßen - und dabei mutig wie ein Wolf sein: Das ist die sogenannte "Wolf-Methode", die die CIA-Ausbilder als dritten Ansatz verfolgen. Das besagt konkret: Stehen Sie vor einem Problem, sollten Sie Ihr Fachgebiet bzw. vertraute Gedankenmuster ruhig mal über Bord werfen, um zu einer Lösung zu gelangen.

So raten Eastham und Straatveit dazu, sich auch von anderen Berufen inspirieren zu lassen, die eigentlich nichts mit einem zu tun haben. "Es geht darum, die Komfortzone zu verlassen", sagt Eastham. Eine dieser Komfortzonen sei auch die Sprache. "Wir fordern unsere Analysten deshalb immer wieder auf, die Probleme, an denen sie arbeiten, anders auszudrücken." Um eine neue Perspektive auf ein Problem zu finden, reiche es bereits aus, es an einer Tafel aufzumalen, schließen die CIA-Ausbilder.

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jp

Mit dieser Körpersprache wirken Sie schnell unprofessionell

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Vor dem Chef und Kunden ist es wichtig, stets professionell aufzutreten. Doch die falsche Körpersprache bewirkt oft das Gegenteil.  © iStock / grinvalds
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Hektische Bewegungen verraten dem Gegenüber, dass Sie nervös sind. Verlangsamen Sie daher bewusst Ihre Bewegungen, wenn Sie aufgeregt sind und sprechen Sie langsamer.  © pixabay / Free-Photos
Genauso nervös wirkt es, wenn Sie mit Ihren Haaren, Schmuck oder Ihrer Kleidung spielen.  
Genauso nervös wirkt es, wenn Sie mit Ihren Haaren, Schmuck oder Ihrer Kleidung spielen.   © pixabay / DanaTentis
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Wer mit dem Finger auf andere zeigt, wirkt schnell aggressiv - und die Geste könnte als Drohgebärde verstanden werden. Benutzen Sie lieber die offene Hand, wenn Sie gestikulieren. © pixabay / Ashish_Choudhary
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Wer sich mit der Hand am Kopf oder der Nase kratzt, zeigt dem anderen, dass er ihm nicht glaubt. Das kommt mit Sicherheit nicht gut an. © Srdjan Suki / EPA / dpa
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Wer mit verschränkten Armen im Meeting sitzt oder sich so vor den Chef stellt, signalisiert ganz klar, dass er auf Abstand geht. Lassen Sie das lieber. © Arne Dedert / dpa
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Die "Merkel-Raute" ist dank der Bundeskanzlerin inzwischen weltbekannt. Doch Sie können nie wissen, wie diese Geste der Souveränität bei anderen ankommt. Deshalb lieber: Finger weg davon!  © Michael Kappeler / dpa
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Diese Geste heißt in der Tauchersprache "OK" - doch in manchen Gegenden beleidigt man Menschen mit diesem Handzeichen als "A...loch". © pixabay / RobinHiggins
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Erweiterte Pupillen sind ein Zeichen für Angst und sollen so besser zur Flucht verhelfen. Gegen diesen Augen-Reflex können Sie natürlich nicht wirklich etwas machen. © pixabay / sipa

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