Typische Verhaltensweisen?

Deutung von Psychologen: So viel verrät Ihr E-Mail-Postfach über Ihre Persönlichkeit

Kommen Sie gut mit den Kollegen klar? Experten sagen, wie es einfacher funktioniert.
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Nicht jeder löscht sofort E-Mails, die er nicht mehr braucht.

Löschen Sie gelesene Mails so schnell wie möglich? Oder wandern sie erst in den Papierkorb, wenn es nicht mehr anders geht? Wie Psychologen unser E-Mail-Verhalten deuten.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Sie mit Ihren E-Mails privat oder in der Arbeit* umgehen? Dann haben Sie sich vielleicht schon einmal selbst dabei ertappt, wie Sie E-Mails, die Sie nicht mehr brauchen, trotzdem lieber noch ein Weilchen aufheben. Für den Fall, dass Sie später gern noch einmal darauf zurückgreifen.

Oder aber Sie sind eher der Typ, der seine Mails, nachdem er sie zügig beantwortet hat, tatsächlich löscht beziehungsweise Sie in einen Archivordner schiebt, der regelmäßig geleert wird. Somit ist Ihr Postfach niemals (zu) voll. Mit dem Risiko, dass im schlimmsten Fall die ein oder andere Info verloren geht, die Sie am Ende eventuell ja doch noch gebrauchen könnten.

Lesen Sie hier: Diese fünf Eigenschaften sollen auf besondere Intelligenz hindeuten - finden Sie sich wieder?

E-Mail-Postfach regelmäßig aufräumen - eine Frage der Einstellung?

Spätestens bei den nicht gelesenen Mails kommt die Psychologie ins Spiel. So sorgen ungelesene E-Mails allein im privaten Posteingang bei vielen Menschen für Stress, wie eine 2015 bekanntgewordene Umfrage unter mehr als 1.100 Menschen ab 18 Jahren dem Meinungsforschungsinstitut YouGov zufolge ergab. Demnach versuchten zwar 86 Prozent der Befragten, die Zahl der ungelesenen Nachrichten in ihrem Postfach auf Null zu bekommen. Auffällig war jedoch: Während zehn neue E-Mails die meisten Befragten eher nicht oder gar nicht aus der Ruhe brächten (79 Prozent), gaben 761 Umfrage-Teilnehmer an, dass sie sich durch 1.000 ungelesene E-Mails etwas oder sehr gestresst fühlen.

Manche Psychologen gehen noch einen Schritt weiter und ziehen Rückschlüsse vom E-Mail-Verhalten auf bestimmte persönliche Eigenschaften. Der Business Insider, der sich mit dem Thema genauer beschäftigt hat, zitiert dazu verschiedene Experten. Unter anderem den Psychologen Larry Rosen und Autor von „iDisorder: Understanding Our Obsession With Technology and Overcoming its Hold on Us“. „Ein großer, explodierender Posteingang löst stressbasierte Neurotransmitter wie Kortisol aus, die ihn nervös machen“, zitiert der „Business Insider“ den Autor. Ein übersichtliches Postfach reduziere diese Nervosität zumindest temporär. Rosen zufolge hänge die Strategie im Umgang mit E-Mails von dem Verlangen nach Kontrolle ab. So könnten „Sortierer“ oder „Löscher" von E-Mails, indem sie sich an ein E-Mail-Aufräumsystem halten, ihr konstantes Verlange nach Ordnung erfüllen, so vereinfacht gesagt die These.

Lesen Sie hier: Dieser IQ-Test hat nur zwei Fragen – und verrät dennoch, ob Sie besonders intelligent sind

Jede E-Mail aufbewahren - ein Zeichen für Perfektionismus?

Wie steht es mit dem Typ des „Aufbewahrers“ von E-Mails, der durchaus ein paar nicht gelesene E-Mails in seinem Postfach liegen hat und gelesene Nachrichten nur selten löscht? An dieser Stelle lässt der Business Insider die Direktorin des „Media Psychology Research Center“, Pamela Rutledge, zu Wort kommen, die verschiedene potenzielle Erklärungen für so ein Verhalten habe. Perfektionismus zum Beispiel: „Perfektionisten behalten gelesene E-Mails mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie [irgendwann] darauf zurückkommen werden“, wird die Expertin in dem Beitrag zitiert.

Und der „Ignorierer“, der seine E-Mails wiederum nicht (zwingend) liest und nicht löscht? Hierzu zitiert der Business Insider den Autor Ron Friedman („The Best Place to Work: The Art and Science of Creating an Extraordinary Workplace“). Auch, wenn Friedman davor warne, „basierend auf E-Mail-Angewohnheiten allgemeine Schlussfolgerungen über die Persönlichkeit und den psychischen Zustand zu ziehen“, habe er ein paar mögliche Erklärungen für so ein Verhalten: Es könnte entweder bedeuten, dass man (von den E-Mails) „überwältigt“ sei, so eine mögliche Deutung. Oder aber es sei ein Zeichen von Intelligenz. Weil man quasi erkennt, dass man selbst keinen Fortschritt macht, indem man die E-Mails anderer Leute überwacht und organisiert.

Lesen Sie hier: Kritik vom Chef: Müssen Sie als Arbeitnehmer wirklich die volle Leistung bringen?

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

Prioritäten setzen: Welche Aufgaben im Job stehen an erster Stelle?

Mal davon abgesehen, was Psychologen sagen: Im Einzelfall - und je nach Job - muss natürlich jeder selbst entscheiden, wie dringlich es ist, die E-Mails jetzt sofort oder erst im Lauf des Tages zu bearbeiten - und eine andere Aufgabe vorzuziehen. Die Experten von „Karrierbibel.de“ haben einen grundsätzlichen Rat: „Im besten Fall nutzen Sie die ersten Stunden des Tages, um die Aufgaben mit der höchsten Priorität zu bearbeiten. Beginnen Sie hingegen mit Ihren Mails, fehlt an anderer Stelle die Zeit.“ Auf eine wichtige E-Mail, die eine schnelle Antwort erfordert, sollte man deshalb natürlich trotzdem schnell reagieren.

Video: Woher kommt der Name „Spam“?

Lesen Sie hier: Gehalt: So viel mehr Geld bekommen Sie in diesen Branchen - und lohnt ein Studium wirklich?

Job-Experten raten: Bei E-Mails für Ordnung sorgen

Gleichzeitig raten die Job-Experten, bei den E-Mails für Ordnung zu sorgen. „Wenn Sie täglich mit vielen Mails zu tun haben, sollten Sie sich unbedingt eine geeignete Ablagestruktur für Ihr E-Mail-Management überlegen“, heißt es dazu auf „Karrierbibel.de“.  Dafür brauche es „verschiedene Ordner in Ihrem Postfach“ - etwa für bestimmte Projekte oder Aufgaben, die Sie noch erledigen müssen oder bei denen Sie auf eine Rückmeldung warten. Der Effekt sei: „Wenn Sie Ihre E-Mails in die entsprechenden Ordner kopiert und umgeleitet haben, bleiben Sie am Ende tatsächlich mit einem leeren Posteingang zurück.“

Was das Löschen betrifft, haben die Experten zum Beispiel diesen Rat: „Was wirklich von Relevanz ist, sollten Sie in einem E-Mail Archiv speichern. Alles andere kann gelöscht werden, anstatt es über Monate oder gar Jahre aufzuheben.“ (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Quellen: Businessinsider.de; Karrierbibel.de

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Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei:
In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei: © pixabay
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub)
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub) © dpa
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent)
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Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent)
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Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent)
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Platz 1: Banken (87 Prozent)
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In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub:
In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub: © pixabay
Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent)
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Call-Center (21 Prozent)
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Zeitarbeit (19 Prozent)
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