Studie

Familienfreundlichkeit im Job: Eine Frage der Perspektive

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Eine vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass viele Mitarbeiter von den Unternehmen mehr Familienfreundlichkeit erwarten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Unternehmen halten sich für familienfreundlicher als es die Mitarbeiter empfinden. Eine Befragung von Unternehmen und Mitarbeitern zeigt, dass bei diesem Thema eine große Diskrepanz herrscht.

Berlin (dpa/tmn) - Viele Unternehmen halten sich für familienfreundlich - ihre Angestellten sehen das aber oft anders. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

So sagen zum Beispiel drei von fünf Arbeitgebern (59 Prozent), dass sie bei der Terminplanung oft Rücksicht auf individuelle Wünsche rund um Kinderbetreuung oder Schulplanung nehmen. Von den Beschäftigten empfindet das aber nur ein knappes Fünftel (19 Prozent) so.

Insgesamt hält die große Mehrheit der Arbeitgeber (84 Prozent) ihr Unternehmen wenigstens für eher familienfreundlich, 44 Prozent halten sich sogar für sehr familienfreundlich. Von den Angestellten hat dagegen nur ein knappes Viertel (24 Prozent) das Gefühl, bei einem sehr familienfreundlichen Unternehmen zu arbeiten. Und ein Drittel (32 Prozent) hält seinen Arbeitgeber sogar für weniger oder für gar nicht familienfreundlich.

Für die Studie haben die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) und die Unternehmensberatung Roland Berger im Frühjahr 2017 insgesamt 300 Unternehmen mit mehr als 14 Mitarbeitern sowie 1085 Beschäftigte befragt.

Studie "Familienfreundliche Unternehmenskultur"

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