Es war sein erster Tag

Feuerwehrmann wird gefeuert - wegen einer Melone

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Eine solche Wassermelone wurde einem Feuerwehrmann in Detroit zum Verhängnis - er wurde schon am ersten Arbeitstag gekündigt. (Symbolbild)

Ein Feuerwehrmann aus Detroit verliert gleich am ersten Tag seinen Job. Der Grund dafür ist unglaublich - und gar nicht so lecker, wie es klingt.

So hatte sich Robert Pattison seinen ersten Arbeitstag ganz und gar nicht vorgestellt. Der 41-jährige Feuerwehrmann aus Detroit im US-Bundesstaat Michigan brachte seinen Kollegen zum Einstand eine große, saftige, grüne Wassermelone mit - verziert mit einer rosa Schleife. Doch dieses Geschenk ging gehörig nach hinten los. 

Einstandsgeschenk: Feuerwehrmann bringt Wassermelone mit zur Arbeit

Die ganze Geschichte soll sich bereits im letzten Jahr zugetragen haben. Wie der Fernsehsender Fox 2 berichtet, fühlten sich Pattisons afroamerikanische Kollegen durch das Geschenk rassistisch beleidigt. Wegen einer Melone, fragen Sie sich jetzt? 

Wassermelonen als Beleidigung für Afro-Amerikaner

Ja, denn in der amerikanischen Geschichte wurden Afro-Amerikaner zur Zeit der Sklaverei oft mit einer Wassermelone dargestellt. Angeblich mögen diese Melonen besonders gerne - ähnlich wie die Deutschen das Sauerkraut. 

Shawn McCarty, der Vize-Chef der Feuerwache, erklärte: "Das übliche Geschenk sind Donuts, aber man kann mitbringen, was man will." Pattison hätte also lieber auf süßes Gebäck als auf sein Obstgeschenk setzen sollen. Stattdessen tappte der Neue also gleich in ein riesiges Fettnäpfchen. Oder war es doch Absicht? 

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Entlassener Feuerwehrmann: "Wollte niemanden beleidigen"

Pattison selbst beteuerte gegenüber FOX 2, dass es kein schlechter Scherz gewesen sei und er niemanden habe beleidigen wollen. Das sahen seine Kollegen allerdings anders - und sein Chef Eric Jones setzte ihn gleich wieder vor die Tür: "Wir haben null Toleranz gegenüber diskriminierendem Verhalten innerhalb der Feuerwehr Detroit", erklärt der Feuerwehrkommandant dem Fernsehsender. 

Fox2 berichtet über den Wassermelonen-Vorfall in einer Detroiter Feuerwache: 

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Außerdem: Das sind die meist gestellten Fragen zur Kündigung.

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Von Andrea Stettner

Gekündigt! Diese Bagatellen können Sie den Job kosten

Brot
Der erste Fall, in dem das Bundesarbeitsgericht über eine Kündigung wegen eines Bagatelldiebstahl entschieden hat, führte zum „Bienenstich-Urteil“ von 1984. Eine Verkäuferin hatte einen Bienenstich verzehrt aber nicht bezahlt. Sie erhielt eine fristlose Kündigung. Das „Bienenstich-Urteil" gehört heute zum Einmaleins jedes Arbeitsrechtlers. © dpa
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Oktober 2009: Weil sie für Gäste und den Chef bestimmte Brötchen selbst gegessen haben, müssen zwei Sekretärinnen des Bauverbands Westfalen um ihren Job kämpfen. Ein erster Gütetermin der einen Frau vor dem Arbeitsgericht Dortmund bleibt ohne Ergebnis. © Fotos und Texte: dpa
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September 2009: Ein Bäcker bestreicht am Arbeitsplatz ein gekauftes Brötchen mit firmeneigener Paste im Wert von vermutlich unter zehn Cent - nach seiner Darstellung, um sie abzuschmecken. © dpa
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Der Arbeitgeber wertet das als Diebstahl und wirft ihn raus. Das Landesarbeitsgericht Hamm hebt die fristlose Kündigung durch die Bäckereikette aber als unverhältnismäßig auf. © dpa
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Juli 2009: Der Streit um die gekündigte Supermarkt-Kassiererin “Emmely“ geht in die höchste Instanz. Wegen grundlegender Bedeutung des Falls lässt das Bundesarbeitsarbeitsgericht in Erfurt ein Revisionsverfahren zu. © dpa
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Juli 2009: Ein Prozess um drei angeblich gestohlene Brötchen endet mit einem Vergleich. Das Arbeitsgericht Heilbronn hebt die Kündigung einer 59 Jahre alten Küchenhilfe eines Krankenhauses zwar nicht auf. Die Klinik wirft der Frau aber nicht länger Diebstahl vor und zahlt ihr Gehalt noch bis Ende September. © dpa
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Oktober 2009: Wegen sechs Maultaschen im Wert von drei bis vier Euro verliert eine 58-jährige Altenpflegerin in Konstanz ihren Job. Das Arbeitsgericht Radolfzell gibt zunächst dem Arbeitgeber Recht. Bei der Berufungsverhandlung vor dem Landesarbeitsgericht Freiburg einigten sich die Parteien. Die Gekündigte erhält 42.500 Euro Abfindung und Gehaltsnachzahlung. Im Gegenzug akzeptiert sie die Kündigung. © dpa

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