Unglaublich

Frau kassiert 100 Absagen auf Bewerbungen - bis sie Detail weglässt

Eine Frau auf Jobsuche bewarb sich auf über 100 Stellen - und bekam nur Absagen. Dann entschied sie sich, ein Detail aus ihrem Bewerbungsschreiben zu streichen.

Shani Dhanda hatte sich auf 100 Stellen beworben. Als sie nur Absagen kassierte entschied sie sich, ein Detail in ihrer Bewerbung wegzulassen: Sie verschwieg ihre Behinderung. Die 30-Jährige ist nur rund einen Meter fünfzehn groß und leidet zudem an weiteren Erkrankungen.

Sie fühlte sich diskriminiert

Shani Dhanda aus Walsall in England leidet an Osteogenesis imperfecta, einer Knochenerkrankung, sowie an Skoliose und Arthritis. Zudem ist sie kleinwüchsig. Nachdem die 30-Jährige auf Bewerbungen nur Absagen bekam, beschloss sie, ihre Behinderung nicht mehr aufzuführen - prompt wurde sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, wie das Newsportal Mirror berichtet.

Schon früher wurde Dhanda wegen ihrer Größe und Erkrankungen diskriminiert. "Berufsberater sagten mir, dass sie aufgrund meiner Krankheit nicht wüssten, welche Arbeit ich machen könnte", berichtet die junge Frau. "Sie sagten mir, ich solle es doch beim Gemeinderat versuchen, weil sie eine Quote für behinderten Menschen hätten, die sie ein Jahr beschäftigen müssen."

Zum Weiterlesen: Frau meldet sich wegen Depressionen krank - so cool reagiert ihr Chef.

Als sie dann nur Absagen bekam, habe sie sich sehr schlecht gefühlt. "Oh mein Gott, werde ich jemals einen Job bekommen?", hatte die junge Frau gedacht. "Welche Lebensqualität werde ich haben, wenn niemand einen Job finde, weil mir keiner die Gelegenheit gibt?"

Also beschloss sie, ihre Behinderung aus der Bewerbung zu entfernen. Sie bekam sofort eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch für eine Telesales-Stelle. Doch es stellte sich als noch schwieriger heraus, die Stelle zu behalten, als sie zu bekommen. Denn auch ihr Arbeitgeber diskriminierte Dhanda aufgrund ihrer Einschränkungen.

Lesen Sie auch: Chef feuert alle Mitarbeiter - der Grund ist mehr als kurios.

Schließlich beschloss die Frau, sich selbstständig zu machen. Seither arbeitet sie als Eventmanager und ist damit sehr erfolgreich. "Ich denke, Arbeitgeber müssen viel offener werden. Sie müssen eine Umgebung schaffen, in der Menschen keine Angst haben, ihre Behinderungen zu offenbaren oder um Hilfe zu bitten", so Dhanda. "In fast alles Lebenssituationen bekommen behinderte Menschen Steine in den Weg gelegt, sei es bei den angebotenen Dienstleistungen oder bei den Stellenangeboten. Es stellt immer eine Herausforderung oder ein Hindernis dar und das muss sich wirklich ändern."

Auch interessant: Feuerwehrmann wird gefeuert - weil er eine Melone zum Einstand mitbrachte.

sca

Video: So sollten Sie sich nicht bewerben!

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Rubriklistenbild: © Instagram

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Anwalt erklärt: Diese Verhaltensweisen können den Job kosten

Eine Kündigung ist oft die Quittung für unrühmliches Verhalten gegenüber der Firma. Doch welche Aktionen rechtfertigen eine Entlassung? Ein Anwalt klärt auf.
Anwalt erklärt: Diese Verhaltensweisen können den Job kosten

Schule schickt Mädchen zum Schminken - so grandios reagiert ein Vater

Eine australische Schule lässt am "Girls & Boys-Day" alte Rollenklischees aufleben. In einem genialen Brief macht ein Vater daraufhin seinem Ärger Luft.
Schule schickt Mädchen zum Schminken - so grandios reagiert ein Vater

Wenn das eigene Potenzial im Job stressig wird

Ehrgeiz und ein gesundes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind für Nachwuchskräfte unverzichtbar, um die Karriereleiter aufzusteigen. Zu viel Erwartungsdruck kann …
Wenn das eigene Potenzial im Job stressig wird

30 richtig schwere Bewerbungsfragen großer Unternehmen

Ein Vorstellungsgespräch erfordert höchste Konzentration. Vor allem, wenn sich Personaler Fragen überlegen, die nicht alltäglich sind.
30 richtig schwere Bewerbungsfragen großer Unternehmen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.