Verdienst-Check

Gehalt: Wie viel verdienen eigentlich Lokführer?

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Lokführer tragen viel Verantwortung - verdienen sie dafür genug?

Lokführer tragen die Verantwortung für viele Menschenleben. Doch verdienen sie dafür auch einen angemessenen Lohn? Wie viel Gehalt zahlt etwa die Deutsche Bahn?

Viele Pendler reisen tagtäglich mit dem Zug zum Arbeitsplatz. Aber auch Urlauber schätzen die Vorteile des umweltfreundlichen Reisemittels. Doch wie steht es um die Lokführer bei der Deutschen Bahn (DB) oder privaten Bahngesellschaften? Verdienen sie genug Geld, um anständig Leben zu können? Schließlich tragen Sie die Verantwortung für hunderte Reisende - und das jeden Tag. 

Gehalt: So viel verdienen Lokführer bei der Deutschen Bahn

Als Einstiegsgehalt nach der Ausbildung winken Lokführern bei der Deutschen Bahn jeden Monat zwischen 1.800 und 2.400 Euro brutto. Danach verdienen DB-Lokführer etwa 2.700 Euro brutto monatlich, bei einer 39-Stunden-Woche. Darüber hinaus gibt es laut Focus Online noch monatliche Zuschläge (etwa für Nachtarbeit) von knapp 300 Euro. Im November winkt außerdem eine Jahressonderzahlung von einem halben Monatsbruttogehalt. Das Handelsblatt berichtet von einem Jahresgehalt inklusive aller Zulagen und Prämien von etwa 38.000 bis 45.000 Euro.

Es gibt jedoch deutliche Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen Bahngesellschaften. Laut der Lokführer-Gewerkschaft GDL sollen Lokführer bei der Konkurrenz der Deutschen Bahn oft 30 Prozent weniger Gehalt bekommen - das wären nur etwa 1.900 Euro brutto monatlich, ausgehend vom DB-Grundgehalt. Die Gewerkschaft kämpft deshalb dafür, dass die Lokführer-Gehälter auf das Niveau der Deutschen Bahn angehoben werden.

Wie viel verdienen Lokführer während der Ausbildung? 

Bei der Deutschen Bahn sind während der dreijährigen Ausbildung derzeit folgende Gehälter drin:

Ausbildungsjahr

Monatliches Gehalt (brutto)

1. Lehrjahr

ca. 904 Euro

2. Lehrjahr

ca. 972 Euro

3. Lehrjahr

ca. 1.040 bis 1.108 Euro

Quelle: karriere.deutschebahn.com

Lesen Sie auch: Gehalt: Wie viel verdienen eigentlich Erzieher?

Und: Gehalt: Wie viel verdienen Mitarbeiter bei Lidl und Aldi?

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Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. 
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.  © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixab ay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

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