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Gehaltserhöhung: Wie viel Geld kann ich verlangen?

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Ihr Chef kennt beim Thema Gehalt keinen Spaß? Dann sollten Sie ein paar Tricks anwenden, um sich eine Gehaltserhöhung zu sichern.

Sie hätten gerne eine Gehaltserhöhung - wissen aber nicht, wie viel Sie vom Chef verlangen können? Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tricks es mit dem Wunschgehalt klappt.

Beim Thema Gehalt dreht es vielen Arbeitnehmern den Magen um - schließlich haben die meisten Menschen Angst, zu wenig zu verdienen. Und wer eine Gehaltserhöhung will, muss mit dem Chef mühsam verhandeln. Doch wie viel Geld kann ich überhaupt verlangen? Wie viel Prozent Gehaltserhöhung sind gerechtfertigt?

Gehaltserhöhung: Wie viel Prozent kann ich verlangen?

Vorneweg: Wie viel Geld Sie verlangen können, hängt davon ab, ob sich Ihre Aufgaben seit der letzten Gehaltsverhandlung verändert haben.

  • Beförderung / neue Aufgaben: Wer eine Position aufgestiegen bzw. mehr Verantwortung im Unternehmen übernommen hat, der kann laut Experten mit zehn bis 15 Prozent Gehaltserhöhung rechnen. Sicherheitshalber sollten Sie jedoch etwas mehr verlangen, da Ihr Chef Sie sehr wahrscheinlich herunterhandeln wird. Setzen Sie deshalb ruhig bei 20 Prozent an, um Ihr Wunschgehalt zu sichern.
  • Keine Veränderung der Aufgaben: Wenn Sie seit dem letzten Gehaltsgespräch immer noch den selben Verantwortungsbereich inne haben, wie es meistens der Fall ist, dann sind realistisch gesehen drei bis sieben Prozent drin. Bei Ihrem Chef setzen Sie am besten bei 10 Prozent an, um noch Spielraum nach unten zu haben.

Die richtigen Argumente sind der Schlüssel zur Gehaltserhöhung

Wenn sich an Ihrem Job nichts verändert hat, müssen Sie jedoch auch gute Argumente abliefern, wieso Sie trotzdem eine Gehaltserhöhung verdienen. Argumente wie "Ich hab schon seit Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen", zählen bei Ihrem Chef nicht. Stattdessen müssen Sie Ihren Wert für das Unternehmen deutlich machen: Wie viele Kunden haben Sie gewonnen? Haben Sie Ihre Ziele erreicht bzw. übertroffen? Haben Sie mitgeholfen, Kosten zu sparen?

Wie Sie in der Gehaltsverhandlung auf keinen Fall argumentieren dürfen - und wie Sie es besser machen - erfahren Sie in diesem Artikel.

Trick bei der Gehaltsverhandlung: Die richtige Summe nennen

Ein guter, weil wirksamer psychologischer Trick ist, dem Chef in der Gehaltsverhandlung eine krumme Summe zu nennen. Statt 3.500 Euro monatlich sollten Sie zum Beispiel lieber 3.570 Euro verlangen. So scheint es, als hätten Sie sich genau mit Ihrem Marktwert auseinander gesetzt. 

Wenn Sie Ihr Chef nach Ihrem Gehaltswunsch fragt, sollten Sie die Summe auch selbstbewusst und nicht etwa zögerlich nennen. Das hinterlässt gleich einen besseren Eindruck. Denn wenn Sie sich schon nicht sicher sind, ob Sie so viel wert sind - wieso sollte Ihnen Ihr Chef dann mehr bezahlen? 

Was tun, wenn keine Gehaltserhöhung drin ist?

Wenn sich Ihr Chef partout weigert, eine Gehaltserhöhung zu zahlen, dürfen Sie trotzdem den Kopf nicht in den Sand stecken oder gar ungehalten reagieren. Bleiben Sie cool und fragen Sie lieber, was Sie tun können, um im nächsten Jahr eine Gehaltserhöhung zu bekommen. Oder versuchen Sie stattdessen, mehr Urlaub oder auch Sachleistungen herauszuschlagen, etwa einen Fahrkostenzuschuss.

Auch interessant: Mehr Gehalt? Diese zwei Wörter sollten Sie Ihrem Chef nie sagen.

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Von Andrea Stettner

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. 
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.  © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixab ay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

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