Was Experten sagen

Aufgepasst: Das ist der größte Fehler im Homeoffice, der Ihnen schnell passieren kann

Ein Frau arbeitet in Homeoffice. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
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Viele Beschäftigte arbeiten zumindest teilweise aktuell im Homeoffice.

Läuft die Kommunikation mit den Kollegen im Homeoffice wirklich gut? Wer betroffen ist, sollte sich genau das fragen. Experten erklären, was sonst passieren kann.

Homeoffice* gehört spätestens seit der Coronakrise für viele Beschäftigte zum Berufsalltag. Manche Unternehmen haben inzwischen Regelungen gefunden, wonach Mitarbeiter zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten können. Eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft ergab, dass mehr als die Hälfte der Mittelständler es zumindest in dieser Form auch beibehalten wollen.

Ein Blick in die Bürolandschaft zeigt: Viele Chefs und Mitarbeiter haben bei der Arbeit von daheim aus inzwischen gute Regelungen gefunden, wie sie - trotz der räumlichen Distanz - möglichst reibungslos im Team kommunizieren. Sei es per Videokonferenz (mit regelmäßigen, fest vereinbarten virtuellen Meetings) oder per Chat in der Gruppe, in der sich zum Beispiel jeder im Team kurz ab- und anmeldet, wenn er eine Pause macht oder Bescheid gibt, was er gerade bearbeitet. So behält jeder den Überblick.

Lesen Sie hier: Karriere-Experte: So sinnvoll ist die Arbeit im Homeoffice in der Zukunft

Homeoffice: Darauf sollten Sie bei der Kommunikation achten

Doch nicht überall läuft die Kommunikation im Homeoffice perfekt. Gerade Chefs könnten bei Arbeit auf Distanz schneller den „Draht“ zu ihrem Team verlieren, wie es in einem Bericht auf Meedia.de ein Team-Leiter treffend beschreibt. Business & Leadership Coach Ines Thomas hat für Führungskräfte einen Tipp. In dem genannten Beitrag schreibt sie: „Auch wenn es paradox klingt: Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es jetzt auch, den formalen Rahmen für Informalität zu schaffen und so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich die positive Kraft der informellen Begegnung auch in der digitalen Zusammenarbeit entfalten kann.“

Wie das konkret funktionieren kann, erklärt die Expertin auf Meedia.de so: „Vielleicht ist es eine „Open Door Hour“, in der man in einem für alle offenen Zoom-Call unangekündigt bei Ihnen mal „den Kopf reinstecken“ kann? Oder eine „Stuck Session“, in der jeder eingeladen ist offen mit den Kollegen zu teilen, wo gerade Unterstützung benötigt wird.“ Ihr Rat: „Werden Sie ruhig kreativ und schaffen Sie mit Ihrem Team neue Rituale, die Zusammenhalt spürbar machen.“

Ein weiterer Erfolgsfaktor sei Verständnis: Die räumliche Distanz erschwere es uns, wirklich in Verbindung zu bleiben. „Per Video, Telefon oder gar Email ist es schwieriger die non-verbalen Signale zu registrieren, die uns sonst intuitiv spüren lassen, wie es dem Gegenüber geht.“

Lesen Sie zudem: Streit um Raucherpause: Chef belohnt Mitarbeiter, die nicht rauchen gehen

Homeoffice: Bei dringenden Fragen besser telefonieren, statt mailen

Dem können gewiss auch viele Chefs beipflichten. Der Manager Beat Bühlmann sprach einem Bericht von Stern.de zufolge schon vor einigen Jahren auf einer Personalentwicklungskonferenz über den seiner Meinung nach größten Fehler im Homeoffice: Statt Probleme direkt in einem kurzen, klärenden (Video-)Telefonat aus der Welt zu räumen, würden viele lediglich eine E-Mail verschicken, heißt es in dem Bericht - was aus Sicht des Managers ein Kardinalfehler sei. Die Dringlichkeit spielt dabei natürlich eine Rolle. „Man muss erkennen, wann es Sinn macht, eine E-Mail zu versenden und wann nicht“, wird der Manager in dem Bericht zitiert. „Sie würden doch auch keine E-Mail an die Feuerwehr schicken, wenn Ihr Haus brennt, oder?“ 

Wie steht es mit der Präsenz? Ines Thomas betont auf Meedia.de unter anderem: „Überprüfen Sie mal: ‚Wie sehr bin ich in Update-Calls selbst bei der Sache? Was sende ich mit der Wahl meiner Kleidung und dem Setting meines Arbeitsplatzes aus? Signalisiert meine Körpersprache und meine Wortwahl, mehr „Home“ oder doch eher „Office“?“ Auch Team-Leiter dürften und sollten sich selbst fragen: „Was brauche ich selbst, um gut und motiviert im neuen Setting zu arbeiten?“ (ahu)*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Digitaler Wochenplaner

Wer im Homeoffice oder im Büro seine Aufgaben im Blick behalten muss, kann sich für seine Einträge zum Beispiel mit einem digitalen Wochenplaner behelfen (werblicher Link).

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

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