Karriere innerhalb der Firma

Interne Bewerbung: Dieser Denkfehler wird vielen zum Verhängnis

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Wer eine interessante Stelle im eigenen Unternehmen entdeckt, kann sich intern bewerben.

Die interne Bewerbung ermöglicht Mitarbeitern, sich weiterzuentwickeln, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Doch es gibt einen Haken, wenn sie eine Sache nicht beachten.

Die interne Bewerbung wuppen Sie mit links - schließlich kennt man Sie im Haus? Genau dieser Denkfehler führt schnell dazu, dass der Jobwechsel innerhalb des Unternehmens garantiert nicht klappt. Denn auch eine interne Bewerbung ist kein Selbstläufer - deshalb müssen Wechselwillige einiges beachten.

Interne Bewerber haben einen entscheidenden Vorteil

Klar, wer sich intern bewirbt, ist externen Bewerbern mindestens eine Nasenspitze voraus. Schließlich kennen Sie das Unternehmen wie die eigene Westentasche und können seine Marktlage, seine Chancen aber auch Herausforderungen bestens einschätzen. Interne Bewerber wissen außerdem bestens Bescheid, wer für was zuständig ist, sind mit den Abläufen vertraut und müssen deshalb nicht erst langwierig eingearbeitet werden. 

Auch die Firmenkultur kennen interne Bewerber nur zu gut - die Wahrscheinlichkeit, dass ein externer Bewerber kündigt, weil er sich im Unternehmen nicht wohlfühlt, ist deutlich höher. Außerdem schätzen viele Unternehmen die Loyalität ihrer Mitarbeiter. Pluspunkt für Sie!

Das müssen Sie bei der internen Bewerbung beachten

Doch über eines sollten sich interne Bewerber bewusst sein: Ein interner Stellenwechsel kostet genauso viel Kraft und Mühe wie eine Bewerbung bei einem anderen Unternehmen.

Anschreiben bei der internen Bewerbung

Gerade bei der internen Bewerbung ist es wichtig, dass Sie die Motivation für den Stellenwechsel klar machen. Der Tenor sollte stets sein, dass Sie die neue Herausforderung reizt - und nicht etwa, dass Sie in Ihrem bisherigen Job feststecken oder sich im Team nicht wohlfühlen. Beschreiben Sie außerdem, warum Sie sich ausgerechnet jetzt auf genau diese Stelle bewerben. Schaffen Sie es, den Jobwechsel als Teil Ihrer Entwicklung darzustellen, wirkt das gleich motiviert.

Formal sollten Sie bei den Kontaktangaben unbedingt Ihre Abteilung, die Arbeits-E-Mail-Adresse sowie Ihre Telefonnummer am Arbeitsplatz angeben.

Zum Weiterlesen: So rocken Sie mit dem ersten Satz im Anschreiben Ihre Bewerbung.

Lebenslauf bei der internen Bewerbung

Der Lebenslauf bei einer internen Bewerbung unterscheidet sich nicht großartig von einem herkömmlichen Lebenslauf. Hier sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, auch ihre internen Erfolge anzupreisen.

Wie Sie den perfekten Lebenslauf verfassen, erfahren Sie hier.

Interne Bewerbung: Wie läuft das Vorstellungsgespräch ab?

Bei einem internen Vorstellungsgespräch verlassen sich leider zu viele Bewerber auf ihre Reputation und ihre bisherigen Erfolge. Doch darauf sollten interne Bewerber besser nicht zählen - schließlich bewerben sich möglicherweise auch Kollegen oder externe Bewerber, die im neuen Fachgebiet weit besser aufgestellt sind. 

Hinzu kommt, dass so mancher Vorgesetzter auf einen internen Wechsel eher verschnupft reagiert - schließlich heißt es jetzt, einen Nachfolger zu finden, der möglichst genau so gut qualifiziert ist. Nicht immer einfach! Weihen Sie ihren bisherigen Chef also unbedingt von Ihren Wechselplänen ein und versuchen Sie ihn als Fürsprecher zu gewinnen. Das macht beim Jobwechsel einen guten Eindruck.

Vermeiden Sie dann im Bewerbungsgespräch allzusehr aus dem Nähkästchen zu plaudern und Internas aus der Abteilung preiszugeben. Lästereien schießen Sie sowieso gleich ins Aus.

Interne Bewerber müssen also genauso wie Externe im Bewerbungsgespräch zeigen, dass Sie sich im neuen Job ordentlich ins Zeug legen werden und auch unbekannte Aufgaben schnell meistern können.

Auch interessant:  Würden Sie diese Frage im Vorstellungsgespräch richtig beantworten?

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Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Simona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona Asam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

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