Sie arbeitet bei Edeka

Kassiererin packt aus: Darum würde ich nie bei Aldi arbeiten

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Eine Edeka-Kassiererin verrät, wieso sie bei Aldi nicht arbeiten will.

Aldi soll ein gutes Gehalt bezahlen. Trotzdem will eine Edeka-Kassiererin dort lieber nicht arbeiten. Warum das so ist - und was ihr im Job wichtig ist.

An der Kasse im Supermarkt sitzen, ist sicher nicht der einfachste Job. Gerade zu Stoßzeiten, wenn sich lange Schlangen an der Kasse bilden, wird es ganz schön stressig für die Kassierer und Kassiererinnen. Und trotzdem haben dabei die meisten noch ein Lächeln für ihre Kunden übrig. 

Edeka-Kassiererin erzählt von Ihrem Job-Alltag

Was viele Kunden jedoch nicht wissen: Zwischen Supermärkten und Discountern gibt es große Unterschiede, was die Vorgaben anbelangt. Davon weiß Jolanta Schlippes ein Lied zu singen. Die 54-jährige Kassiererin sitzt bei Edeka an der Kasse - sechs Tage die Woche für sechseinhalb Stunden.

Ihren Job macht sie mit voller Leidenschaft und guter Laune, freut sich auf ihre Kunden und packt mit an, wo immer sie gebraucht wird. Doch sie weiß genau, wo sie nie arbeiten würde, wie sie in einem Interview mit dem SZ-Magazin verrät: 

Darum will sie nicht zu Aldi

Aldi wollte sie nämlich schon einmal haben. "Da hätte ich mehr Geld verdient als hier. Aber hier habe ich meine Leute, hier fühle ich mich zu Hause", erzählt die erfahrene Kassiererin. Bei Aldi sei es außerdem wesentlich stressiger, da die Mitarbeiter dort eine bestimmte Anzahl an Artikeln über den Scanner ziehen müssten, auch "Anschlags-Quote" genannt: "Hier muss man nicht soundso viele Anschläge an der Kasse in der Minute machen", verrät Schlippes. Dadurch sei es wesentlich "entspannter".

Das heißt aber nicht, dass sie bei Edeka Däumchen drehen kann: "Wir sollen auch nicht einschlafen. Aber wir werden nicht angetrieben", so Schlippes. Sogar ein Kassenseminar hätte sie erst kürzlich besuchen dürfen. Da lerne man, "wie man dem Kunden den Tag noch angenehmer gestalten kann. Beispiel: Wir machen dem Kunden die Tüte auf. Oder: Wir warten, bis der Kunde alles eingepackt hat, und sagen dann erst, was er zahlen muss. Sonst ist der Kunde noch am Einpacken, hat das Geld nicht griffbereit, alles hektisch."

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Von Andrea Stettner

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