Gut zu wissen

Wie lange kann ich mich eigentlich am Stück krankschreiben lassen?

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Arbeitnehmer können sich nur für einen bestimmten Zeitraum am Stück krankschreiben lassen.

Wer länger krank ist, muss sich vom Arzt krankschreiben lassen. Aber für wie lange am Stück kann ein Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen?

Wer krank ist, braucht eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für seinen Arbeitgeber. Ob diese schon am ersten Tag der Krankheit fällig wird oder erst nach drei Tagen, ergibt sich in der Regel aus dem Arbeitsvertrag. Was dort nicht geregelt ist: Für wie viele Tage eine Krankschreibung maximal gelten darf.

Krankschreibung: Der Arzt entscheidet, wie lange Sie krank sind – mit einer Ausnahme

Manche Krankheiten sind nach drei Tagen auskuriert, einige erst nach sieben Tagen und wenige dauern einen Monat: Aber wie lange darf ein Arzt Sie am Stück krankschreiben? Wir erklären Ihnen, wie die rechtliche Lage in Deutschland aussieht.

Grundsätzlich gilt: Der Arzt entscheidet, wie lange Sie krankgeschrieben sind. Denn es hängt auch von der Art der Erkrankung ab, wie lange diese dauert. Allerdings gibt es einige Einschränkungen.

Lesen Sie hier: Krankschreibung: In diesem Fall kann der Chef Ihr Attest zurückweisen.

Krankschreibung: So lange am Stück dürfen Sie sich krankschreiben lassen

So soll der Zeitraum der Krankschreibung nicht länger als zwei Wochen betragen. Dies ergibt sich aus den Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien § 5 Absatz 4. In Ausnahmefällen darf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch für einen ganzen Monat gelten. Jedoch bedeutet dies nicht, dass Sie dann wieder zur Arbeit müssen.

Haben Sie sich auch nach einem Monat nicht von der Krankheit vollständig erholt, können Sie sich wieder krankschreiben lassen. Dafür muss ein Arzt Sie erneut untersuchen und eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Über die Länge entscheidet wiederum der Arzt.

Auch interessantKrankschreibung: Drei Irrtümer, die leider noch immer kursieren.

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anb

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.  © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage  © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage  © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage  © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage  © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
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