Studie

NC-Quote an Hochschulen in Deutschland sinkt weiter

NC-Quote an deutschen Hochschulen
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An den Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland sind Zulassungsbeschränkungen weiter rückläufig.

Rund 900.000 Menschen beginnen pro Jahr ein Studium. Besonders nach dem Abitur ist die Frage: Klappt es mit dem gewünschten Studienplatz? Nicht in allen Fächern und Landesteilen sind Zulassungsbeschränkungen ein Problem, wie eine Studie aufzeigt.

Gütersloh - An den Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland sind Zulassungsbeschränkungen prozentual gesehen weiter rückläufig. Der sogenannte Numerus Clausus (NC) gilt nach einerStudie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) für 40,1 Prozent der Studiengänge im Wintersemester (2021/2022).

Im Vorjahr lag der Wert noch bei 40,6 Prozent. Deutschlandweit sei die NC-Quote bereits im fünften Jahr in Folge gesunken, teilte das zur Bertelsmann Stiftung zählende CHE mit.

Wichtiges und gutes Signal

„Dass den Studieninteressierten des aktuellen Abiturjahrgangs nach diesem außergewöhnlichen Schuljahr mehr als die Hälfte aller Studienangebote ohne Zulassungsbeschränkungen offensteht, ist ein wichtiges und gutes Signal“, sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele laut Mitteilung. Bundesweit beginnen in Deutschland nach Angaben des CHE rund 900.000 Menschen jährlich ein Studium.

Hamburg (65,2 Prozent), Berlin (65,1) und das Saarland (63,3) haben die höchsten Quoten. Die besten Chancen auf einen Studienplatz haben angehende Studierende in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier sind nur rund 20 Prozent der Studiengänge mit einem NC belegt. Im Vergleich der Städte zeigt die Studie deutliche Unterschiede auf. In Dortmund, einer Hochschulstadt mit mehr als 50 000 Studierenden, liegt die NC-Quote bei den Studienfächern bei 23 Prozent, in Leipzig mit über 17 000 Studierenden sind es 63 Prozent.

„Bemerkenswert ist, dass sieben der zehn Städte mit der höchsten NC-Quote ihren Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen im Vergleich zum Vorjahr senken konnten“, sagt Studienautor Cort-Denis Hachmeister. Dies gelte besonders für beliebte Studierendenstädte wie Köln (von 59 auf 52 Prozent), Hamburg (62 zu 58), Leipzig (65 zu 63) oder München (53 zu 52). Hachmeister empfiehlt, den Blick in die Nachbarschaft zu richten. „Oft gibt es gleichwertige Studienangebote ohne Numerus Clausus sogar an benachbarten Hochschulen“, sagt der Studienautor.

Unis arbeiten weniger mit Zulassungsbeschränkungen

Bei der Betrachtung der bundesweiten Zahlen lohnt aber ein Blick auf die Abschlussarten, Fächer und Hochschularten. In den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften ist bundesweit laut Studie jeder zweite Studiengang mit einem NC belegt. Anders ist es bei den Ingenieurwissenschaften. Hier haben zwei Drittel der Erstsemester unabhängig von der Abiturnote freien Zugriff. Universitäten arbeiten weniger mit Zulassungsbeschränkungen (37 Prozent) als Fachhochschulen (42). Auch zwischen Bachelorstudiengängen und dem Master gibt es mit 42 zu 39 Prozent einen Unterschied. dpa

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