Bewerbungsprozess

Otto-Personaler verrät: "Das Anschreiben haben wir abgeschafft" 

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Beim Online-Händler Otto arbeiten mehr als 4.000 Mitarbeiter.

Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse? Nicht bei Otto, denn beim Online-Riesen erwartet Bewerber ein moderner Recruitingprozess, der voll auf Digitalisierung setzt.

Ildiko Peter arbeitet seit 2011 im Personalmarketing beim E-Commmerce-Schwergewicht Otto. Mehr als 4.000 Mitarbeiter geben beim Online-Händler ihr Bestes, um die Kunden glücklich zu machen. Dazu ist es wichtig, Mitarbeiter zu finden, die optimal zum Unternehmen passen.

Kein Anschreiben, dafür Motivationsfragen

In einem Interview mit dem Karriere-Portal Xing verrät sie jetzt, wie der Recruitingprozess bei Otto abläuft, um begabte Talente für ihr Unternehmen zu gewinnen. Am besten bewirbt man sich laut Peter über die Karriereseite otto.jobs. Auf Anschreiben verzichtet das moderne Unternehmen. Sattdessen können Bewerber zwei Motivationsfragen beantworten: "Warum du?" und "Warum OTTO?" Von den Antworten erhoffen sich die HR-Spezialisten einen Eindruck von der Persönlichkeit der Bewerber. Damit könne man auch einen Jobwechsel begründen oder erklären, wieso man als Quereinsteiger die richtige Motivation für den Job mitbringe.

Ergänzt wird das Schreiben von einem Lebenslauf, der nicht länger als zwei bis drei Seiten lang sein sollte. Dabei sei es laut Peter wichtig, nicht nur die Firmen zu nennen, sondern auch einen kurzen Einblick zu den verschiedenen Stationen zu geben und die wichtigsten Aufgaben als Bulletpoints zu nennen.

Angaben zu Interessen und Engagement runden das Ganze ab. Wichtig sei es aber, dabei authentisch zu bleiben und nichts zu erfinden. Dann steht einer erfolgreichen Bewerbung nichts mehr im Weg.

Lesen Sie auch: Wenn Sie sich bei Google bewerben, dürfen Sie diesen Satz nie sagen.

Von Andrea Stettner

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

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