Private Pakete

Darf ich Weihnachtsgeschenke ins Büro liefern lassen?

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Online-Händler wie Amazon, Zalando oder Otto winkt zu Weihnachten die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Doch darf man sich Weihnachtsgeschenke auch an den Arbeitsplatz liefern lassen? 

Die Deutschen bestellen ihre Geschenke gerne im Internet. Doch was tun, wenn man tagsüber nicht zuhause ist? Darf ich mir Pakete ins Büro liefern lassen? 

Online-Shopping boomt - gerade zur Vorweihnachtszeit. Schließlich wollen sich immer weniger Menschen durch vollgestopfte Fußgängerzonen drängeln und lieber bequem vom Sofa aus bestellen. Paketlieferdienste wie DHL, DPD oder Hermes haben deshalb alle Hände voll zu tun. Doch wer soll die Pakete annehmen, wenn tagsüber niemand zuhause ist? Dürfen sich Berufstätige ihre Pakete an den Arbeitsplatz liefern lassen?

Private Pakete ins Büro - erlaubt oder verboten? 

Der Gesetzgeber sieht vor: Solange es der Arbeitgeber nicht verbietet, dürfen sich Angestellte auch private Pakete in die Firma liefern lassen. Sie haben jedoch keinen Anspruch darauf. Die meisten Unternehmen haben nichts gegen private Lieferungen, solange sie den Betriebsablauf nicht stören. Gehen die Kollegen am Empfang oder der Poststelle jedoch in privaten Bestellungen unter, dürfte der Chef irgendwann ein Machtwort sprechen.

Axel Döhr, Arbeitsrechtsexperte bei der R+V-Versicherung, mahnt: "Wenn private Angelegenheiten generell verboten sind, gilt das auch für die Zustellung privater Pakete." 

Hat der Chef private Lieferungen ausdrücklich verboten, droht Arbeitnehmern, die sich nicht daran halten, eine Abmahnung. Kommt es zu Wiederholungen, müssen sie sogar mit der Kündigung rechnen. Deshalb sollten sich Arbeitnehmer vorab lieber schlau machen, wie ihre Firma mit privaten Bestellungen umgeht. "In einigen Unternehmen finden sich solche Angaben in der Betriebsordnung", weiß Döhr. 

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Von Andrea Stettner

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