Kontakte pflegen

Richtig Netzwerken: Was Frauen immer falsch machen

+
Sich im Beruf ein Netzwerk aufzubauen, ist besonders wichtig.

Wann waren Sie zuletzt mit Kollegen etwas trinken? Wenn Sie sich nicht mehr erinnern können, sollten Sie gleich ein Treffen vereinbaren - Ihrer Karriere zuliebe.

Im Beruf ist es wie in der Freundschaft: Wer ein starkes Netzwerk hat, findet immer Anschluss. Im Job öffnet "Vitamin B" so manche Tür, die einem als Außenstehender wohl verschlossen geblieben wäre. Deshalb ist es so wichtig, seine Kontakte immer wieder zu hegen und zu pflegen, sei es beim Feierabendbier mit Kollegen oder nach einem Messebesuch mit Geschäftspartnern. 

Frauen netzwerken deutlich weniger als Männer

Gerade Frauen scheinen nicht warm zu werden mit dem "netzwerken". Karriere-Coach Martin Wehrle weiß auch, warum. Der Bestseller-Autor ("Der Klügere denkt nach") erklärt in einem Interview mit bild.de: "Frauen netzwerken deutlich weniger. Sie konzentrieren sich auf ihre eigentliche Arbeit und halten es oft für Zeitverschwendung, sich nach einem Seminar auch noch die Beine an der Bar in den Bauch zu stehen." 

Für Dr. Sabine Huppertz-Helmhold, Vorstandsvorsitzende beim Business-Netzwerk "Healthcare Frauen e.V.", kommt noch ein weiterer, entscheidender Grund dazu: Berufstätige Frauen, die Kinder haben, müssen sich nach der Arbeit Ihrer Familie widmen. Zeit, sich über seine Arbeit Gedanken zu machen oder sich weiterzubilden, bleibe da wenig. So komme man langfristig im Job nicht voran.

Lesen Sie auch: Je mehr, desto besser? Darum bringt Sie eine Vielzahl an beruflichen Kontakten nicht weiter.

Berufliches Netzwerk: Kontakte pflegen öffnet viele Türen

Wer Karriere machen will, der sollte jedoch gerade beim netzwerken umdenken: "Bei solchen Gelegenheiten werden Visitenkarten getauscht und wertvolle Kontakte geknüpft! Völlig klar: Wenn im eigenen Unternehmen eine Stelle frei wird, ruft man den Duzfreund von der Bar an – und nicht die Frau, die man siezt und nur beim Seminar gesehen hat", erklärt Wehrle. 

Während die Netzwerk-Expertin Frauen dazu rät, trotz aller privaten Verpflichtungen mindestens drei Abende pro Woche in den Job zu investieren, hält Coach Wehrle dies für übertrieben: „Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Manchmal reicht es schon, gelegentlich zu telefonieren oder eine Mail auszutauschen."

So sieht Ihr Weg zum perfekten Netzwerk aus:

Die beiden Experten verraten Ihre Tipps, um ein erfolgreiches Netzwerk aufzubauen:

  • Überlegen Sie: Wer kann mir nützen? Planen Sie dann, wie Sie Ihren Kontakt gezielt pflegen können, zum Beispiel mit E-Mails, Mittagessen, Anrufe oder Events.
  • Setzen Sie sich auf Veranstaltungen wie Kongressen bewusst zu Menschen, die Sie noch nicht kennen
  • Gehen Sie davor schon die Teilnehmerlisten durch und recherchieren Sie etwa über Google, Xing oder LinkedIn, wer für Sie interessant sein könnte
  • Wichtig: Netzwerken ist immer ein Geben und Nehmen. Verraten Sie einem Kollegen aus der Branche auch einmal einen wertvollen Tipp, dann wird er gerne wieder auf Sie zukommen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Auch im Internet lassen sich Kontakte hervorragend pflegen. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, welches Karriere-Netzwerk Sie wirklich brauchen und wonach Recruiter bei Xing Ausschau halten.

Von Andrea Stettner

Sieben Motivationskiller im Job, die jeder kennt

Die meisten Mitarbeiter arbeiten eigentlich gerne. Trotzdem schaffen es viele Chefs immer wieder, selbst hochmotivierte Angestellte zu frustrieren. Diese Motivationskiller kennt fast jeder aus seinem Job: 
Die meisten Mitarbeiter arbeiten eigentlich gerne. Trotzdem schaffen es viele Chefs immer wieder, selbst hochmotivierte Angestellte zu frustrieren. Diese Motivationskiller kennt fast jeder aus seinem Job:  © pexels
Wer seine Mitarbeiter und ihre Bemühungen nicht wertschätzt, sie sogar immer wieder herunterputzt, frustriert statt zu motivieren. Hin und wieder ein Lob kann dagegen ungemein beflügeln.
Wer seine Mitarbeiter und ihre Bemühungen nicht wertschätzt, sie sogar immer wieder herunterputzt, frustriert statt zu motivieren. Hin und wieder ein Lob kann dagegen ungemein beflügeln. © iStockphoto / imtmphoto
Kommunikation ist alles - das gilt besonders im Job. Wenn Entscheidungen nur spärlich kommuniziert oder wichtige Informationen vorenthalten werden, fühlen sich Mitarbeiter nicht ernst genommen. Außerdem entstehen so Fehler im Arbeitsablauf, die nicht nötig wären.
Kommunikation ist alles - das gilt besonders im Job. Wenn Entscheidungen nur spärlich kommuniziert oder wichtige Informationen vorenthalten werden, fühlen sich Mitarbeiter nicht ernst genommen. Außerdem entstehen so Fehler im Arbeitsablauf, die nicht nötig wären. © pexels
Versagensangst lähmt und blockiert. Was für Mitarbeiter schon schlimm genug ist, befeuern viele Vorgesetzte noch mit herber Kritik. Dabei kann aus Fehlern das gesamte Team etwas lernen. 
Versagensangst lähmt und blockiert. Was für Mitarbeiter schon schlimm genug ist, befeuern viele Vorgesetzte noch mit herber Kritik. Dabei kann aus Fehlern das gesamte Team etwas lernen.  © iStockphoto / grinvalds
Ohne klare Richtung und Ziele fehlt Angestellten die Orientierung. Machen Sie Ihrem Team also klar, wohin die Reise gehen soll und was sie von ihm erwarten. 
Ohne klare Richtung und Ziele fehlt Angestellten die Orientierung. Machen Sie Ihrem Team also klar, wohin die Reise gehen soll und was sie von ihm erwarten.  © pexels
Jeden Tag ackern bis zum umfallen? Da geht jede Motivation flöten. Vorgesetzte sollten ihren Mitarbeitern lockere Phasen mit weniger Arbeitspensum zugestehen, in denen sie wieder durchatmen und einen klaren Blick auf ihre Ziele werfen können. 
Jeden Tag ackern bis zum umfallen? Da geht jede Motivation flöten. Vorgesetzte sollten ihren Mitarbeitern lockere Phasen mit weniger Arbeitspensum zugestehen, in denen sie wieder durchatmen und einen klaren Blick auf ihre Ziele werfen können.  © pexels
Wer immer wieder die gleichen Aufgaben abspult, langweilt sich und verliert irgendwann die Motivation. Zu viel Routine schadet dem Unternehmenserfolg also nachhaltig. Deshalb sollten Firmen die Aufgabengebiete immer wieder ein wenig verändern.
Wer immer wieder die gleichen Aufgaben abspult, langweilt sich und verliert irgendwann die Motivation. Zu viel Routine schadet dem Unternehmenserfolg also nachhaltig. Deshalb sollten Firmen die Aufgabengebiete immer wieder ein wenig verändern. © iStockphoto / Imageegaml
Mitarbeiter möchten sich im Job weiterentwickeln. Hält sie der Chef dagegen an der kurzen Leine, verpasst er die Chance, Talente zu fördern. Übertragen Sie Ihren Angestellten also mehr Verantwortung - davon profitiert ihre Firma auf lange Sicht.
Mitarbeiter möchten sich im Job weiterentwickeln. Hält sie der Chef dagegen an der kurzen Leine, verpasst er die Chance, Talente zu fördern. Übertragen Sie Ihren Angestellten also mehr Verantwortung - davon profitiert ihre Firma auf lange Sicht. © pexels

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mit diesem einen Wort führt Ihre E-Mail zum Erfolg - hätten Sie es erraten?

Haben Sie mal darüber nachgedacht, was ein einziges Wort in einer Mail bewirken kann? Das haben Sie nicht umsonst getan, denn es macht einen großen Unterschied.
Mit diesem einen Wort führt Ihre E-Mail zum Erfolg - hätten Sie es erraten?

Corona-Hilfe vom Staat: Wem steht was zu – und von wem?

Kinder zu Hause statt in der Kita, wegbrechende Aufträge, Kurzarbeit: Die Corona-Krise trifft Selbstständige, Unternehmer und Angestellte. Wer Anspruch auf was hat.
Corona-Hilfe vom Staat: Wem steht was zu – und von wem?

Kündigung wegen Krankheit: In diesen Fällen könnten Sie entlassen werden

Werde ich gekündigt, wenn ich lange oder oft krank bin? Diese Angst haben viele Arbeitnehmer. Tatsächlich droht eine Kündigung wegen Krankheit nur in bestimmten Fällen.
Kündigung wegen Krankheit: In diesen Fällen könnten Sie entlassen werden

"Top-Verdiener" 2020: In diesen Berufen gibt es das meiste Geld

Der "Gehaltsreport 2020" nennt die "Top-Verdiener" des Jahres. Das Bruttodurchschnittsgehalt in Deutschland gibt es zum Vergleich. Hier die neuen Zahlen.
"Top-Verdiener" 2020: In diesen Berufen gibt es das meiste Geld

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.