Fit im Job

Schon Bürolärm kann krank machen

Mit Musik auf den Ohren lässt sich der Lärm im Großraumbüro überdecken. Foto: Franziska Gabbert
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Mit Musik auf den Ohren lässt sich der Lärm im Großraumbüro überdecken. Foto: Franziska Gabbert

Lärm wird von Menschen immer subjektiv wahrgenommen. Besonders am Arbeitsplatz kann die Lautstärke zu einem negativen Faktor werden. Lärmempfindliche Arbeitnehmer sollten daher vorsorgen. Aber auch Arbeitgeber können Maßnahmen treffen.

Konstanz (dpa/tmn) - Ist es bei der Arbeit zu laut, muss der Arbeitgeber seine Angestellten vor Lärm schützen. Das gilt aber erst, wenn die Lärmbelastung über den ganzen Tag hinweg bei 80 Dezibel oder mehr liegt. Das entspricht etwa dem Hämmern eines Presslufthammers.

Krank machen kann aber auch ein niedrigerer Lärmpegel. "Das ist immer vom subjektiven Empfinden abhängig", sagt Utz Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). "Manche Leute fühlen sich schon mit 60 Dezibel gestört, andere erst bei 90."

Lärm belastet zuerst die Psyche: Arbeitnehmer werden unruhig, können sich nicht konzentrieren und geraten so in Stress. "Das kann dann langfristig auch zu einer körperliche Belastung werden", sagt Walter. Lärmempfindliche sollte daher vorbeugen, mit Ohrstöpseln oder Schallschutz-Kopfhörern zum Beispiel. Manchem hilft es auch, beim Arbeiten Musik zu hören. "Das ist Geschmackssache", sagt Walter. "Besser ist aber eigentlich, sich bei Lärm komplett abzuschotten."

Und auch der Arbeitgeber kann helfen, selbst wenn er es nicht muss. So kann es in Großraumbüros zum Beispiel Verhaltensregeln geben, um den Lärm einzudämmen. Schallschluckende Decken und Teppiche helfen ebenfalls. Oder man richtet stille Büros ein, in denen sogar Flüstern verboten ist. "Darin kann man sich dann für ein paar Stunden zurückziehen", sagt Walter. "Oft hilft das zumindest ein wenig."

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