Frage für einen Freund...

Stinke ich?

+
Wer viel auf Arbeit schwitzt und fürchtet, schlecht zu riechen, der sollte einen Geruchstest machen oder Freunde fragen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Das Problem bewegt Menschen nicht erst, seit das Deo erfunden wurde: Wie wirkt mein Körpergeruch auf andere Menschen? Die Antwort auf diese Frage kann grausam ausfallen. Trotzdem lohnt es, sich darüber Gedanken zu machen.

Fürth (dpa/tmn) - Manche Frage traut man kaum zu stellen. Das Thema ist unangenehm, der Einblick in die persönlichen Lebensumstände könnte peinlich werden, vielleicht drohen rechtliche Konsequenzen. Wie gut, dass einen Freund gerade genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also mal für ihn...

Die Frage heute: Mein Freund hat den Verdacht, dass er im Büro manchmal schlecht riecht. Die Kollegen sagen aber nichts. Wie findet er es heraus? Und wenn es stimmt - muss er dann was tun?

Die Antwort: Das Problem mit dem eigenen Körpergeruch ist, dass der Mensch ihn zunächst nicht wahrnimmt. "Das ist werksseitig nicht vorgesehen", erklärt Stilexperte und Coach Jan Schaumann. "Wir riechen uns selbst erst ab einem bestimmten Level, dann riechen es andere aber längst." Wer also den Eindruck hat, dass die Kollegen Sicherheitsabstand halten oder die Nase rümpfen, sollte der Sache auf den Grund gehen.

"Ein gelegentlicher Selbsttest ist eigentlich immer sinnvoll", sagt Schaumann. Alternativ kann man auch Freunde und Familie um Rat fragen - also diejenigen, denen man vertraut und auf deren Ehrlichkeit man sich verlassen kann.

Stellt sich der Verdacht als begründet heraus, sollten Wasser und Seife die nächste Anlaufstelle sein - auch im Betrieb. "Gerade im Sommer spricht auch nichts dagegen, wenn man sich zwischendurch mal auf der Betriebstoilette wäscht und dann Deo nachlegt", so Schaumann. Das ist auf jeden Fall besser, als das Problem einfach zu ignorieren. Denn das ist nicht nur unfreundlich den Kollegen gegenüber, sondern hat auch Auswirkungen auf den Job.

"Ich kommuniziere damit Nachlässigkeit", sagt Schaumann. Und das lässt natürlich Rückschlüsse auf die Qualität der eigenen Arbeit zu. Sogar ein sonst guter Eindruck kann dadurch Schaden nehmen: "Wenn ich im Anzug zur Arbeit komme, aber immer nach Schweiß rieche, wirkt das schlechter als ein gepflegter Auftritt in Jeans und T-Shirt."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Neue Ausbildungsordnungen für Metall- und Elektroberufe

Für Mechatroniker, Mechaniker und Elektroniker mit ihren unterschiedlichen Spezialisierungen treten ab August neue Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne in Kraft. Was …
Neue Ausbildungsordnungen für Metall- und Elektroberufe

Arbeitgeber muss Alternativen suchen

Ein Beamter kann aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit nicht mehr ausüben. Ob er trotzdem im Dienst bleiben kann und welche Pflichten der Dienstherr hat, zeigt …
Arbeitgeber muss Alternativen suchen

Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

Um richtig gut zu verdienen, müssen Sie nicht zwangsläufig Chef werden. Wir zeigen, in welchen Berufen auch ohne Personalverantwortung Top-Gehälter winken.
Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Einige Bewerber treiben Personalchefs schon zu Beginn des Vorstellungsgesprächs in den Wahnsinn. Mit welchen Aktionen ihnen das gelingt, erfahren Sie hier.
Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.