Neue Sonderregelung

Krankschreibung per Telefon jetzt wieder möglich - unter dieser Bedingung

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen sind seit dem 19. Oktober wieder Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden möglich.

  • In der Coronakrise* können sich Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen wieder telefonisch krankschreiben lassen.
  • Die Sonderregelung gilt bundesweit seit Montag, den 19. Oktober2020.
  • Eine Umfrage zeigte, wie viele Arbeitnehmer* das Angebot schon im März genutzt haben.

Telefonische Krankschreibung ab Montag, 19. Oktober, wieder möglich

Update vom 19. Oktober 2020: Die Krankschreibung per Telefon ist seit Montag, den 19. Oktober, wieder möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen (G-BA) am vergangenen Donnerstag angesichts der steigenden COVID-​19-Infektionszahlen und der bevorstehenden Erkältungs- und Grippe Saison. Die Sonderregelung zur Corona-Krise gilt in ganz Deutschland, vorerst befristet bis zum 31. Dezember 2020.

Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können sich per Telefon für bis zu sieben Kalendertage krankschreiben lassen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung soll telefonisch für weitere sieben Kalendertage möglich sein, heißt es in der Pressemitteilung.

„Unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Krankschreibung sollten Versicherte bei typischen COVID-​19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-​19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen“, rät der G-BA.

Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung hat sich bewährt

Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung war erstmals von März bis Ende Mai 2020 eingeführt worden und hatte in der ersten Corona-Hochphase Arztpraxen spürbar entlastet. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich deshalb zuletzt dafür eingesetzt, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter, die Regelung wieder einzuführen.

Krankschreibung per Telefon seit Mai 2020 nicht mehr möglich

Update vom 2. Juni 2020: Eine Krankschreibung  per Telefon ist von nun an nicht mehr möglich. Die Sonderregelung ist zum 31. Mai ausgelaufen. Sprich: Wer eine Krankschreibung wegen einer Erkältung braucht, muss ab jetzt dafür wieder zum Arzt.

Lesen Sie hier: Statt Arztbesuch: Krankschreibung per Video möglich - unter diesen Voraussetzungen

Telefonische Krankschreibungen nur noch bis Ende Mai möglich

Update vom 19. Mai 2020: Krankschreibungen per Telefon sind nur noch bis Ende Mai möglich. Einem Beschluss des "Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen" zufolge ist ab dem 1. Juni für eine Krankschreibung wieder ein Arztbesuch nötig, wie unter anderem BR Online berichtete. Das Ende der Sonderregelung wegen der Corona-Krise stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage, erklärte der Vorsitzende des Gremiums, Hecken demnach. Der Deutsche Hausärzteverband hingegen hatte gefordert, die Sonderregelung mindestens bis Ende Juni zu verlängern.

Lesen Sie hier: Auflagen für Fitnessstudios - in welchen Bundesländern man bald wieder trainieren kann

Telefonische Krankschreibung bis 18. Mai verlängert

Artikel vom 29. April 2020: Arbeitnehmer* können sich vorerst bis 18. Mai auch ohne Praxisbesuch krankschreiben lassen. Die Ausnahmeregelung wegen der Corona-Krise*, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich ist, wurde erneut verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen mitteilte. Sie wäre sonst am 4. Mai ausgelaufen.

Befristet gilt nun weiter, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch zu bekommen sind. Dies kann ebenfalls per Telefon um weitere sieben Tage verlängert werden. Die Regelung soll die Ansteckungsgefahr in Arztpraxen verringern.

Lesen Sie hier: Kurzarbeitergeld wird erhöht: Das gilt für Arbeitnehmer und Selbständige

Umfrage: So viele Arbeitnehmer ließen sich per Telefon krankschreiben

Nachricht vom 5. Mai 2020: Eine Umfrage ergab: Vier von zehn erkrankten Arbeitnehmern haben sich seit Anfang März per Telefon krankschreiben lassen. Bei 43 Prozent von ihnen bestand laut behandelndem Arzt der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Befragung im Auftrag der DAK-Gesundheit von mehr als 2.000 Beschäftigten.

Die Umfrage belege zudem: Die große Mehrheit der Befragten hätte eine Arztpraxis aufgesucht, wenn es die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung nicht gegeben hätte.

Lesen Sie zudem: Angst in Corona-Zeiten: Wann kann eine Kündigung drohen - und was sind Ihre Rechte?

Krankschreibung mit dem gelben Schein

Insgesamt haben sich laut der Umfrage 19 Prozent der Beschäftigten zwischen 18 und 65 Jahren seit 9. März – also ab Einführung der telefonischen Krankschreibung – bei ihrem Arbeitgeber arbeitsunfähig gemeldet, wie die Kasse weiter mitteilt. Große Unterschiede zwischen Männern und Frauen oder einzelnen Altersgruppen gab es bei den Krankmeldungen demnach nicht.

39 Prozent der Arbeitnehmer, die den sogenannten gelben Schein vorgelegt haben, nutzten demnach die telefonische Krankschreibung. 88 Prozent der Erkrankten hätten die Arztpraxis aufgesucht, wenn es die neue Regelung nicht gegeben hätte, heißt es weiter in der Mitteilung.

Lesen Sie hier: Diese neuen Hilfen in der Coronakrise gibt es - und wer bezahlt eigentlich den Corona-Test?

Video: Krankschreiben per WhatsApp - ist das eigentlich erlaubt?

Hier lesen Sie: Maskenpflicht und Mindestabstand beim Friseurbesuch - aber diese Dienstleistungen sind verboten

Forderung: Telefonische Krankschreibung bis Juni verlängern

Man halte eine Beibehaltung der telefonischen Krankschreibung bis Ende Juni für sinnvoll, so DAK-Vorstand Andreas Strom. Die Daten hätten gezeigt, dass Arbeitnehmer verantwortungsvoll mit der neuen Regelung umgehen und das Ansteckungsrisiko in den Praxen dadurch reduziert werde. "Wir unterstützen damit die Forderung des Hausärzteverbandes und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Verlängerung der telefonischen Krankschreibung."

Lesen Sie auch: Corona-Pandemie - Muss ich trotzdem ins Büro kommen?

Wichtigste Regel: Abstand halten

Die offiziellen Regeln sehen weiterhin strenge Ausgangsbeschränkungen und das Meiden sozialer Kontakte vor. Mindestens 1,5 Meter soll zu anderen Personen Abstand gehalten werden und Treffen außerhalb des Wohnraums sind nur mit höchstens einer anderen Person gleichzeitig möglich - mit einer Ausnahme: Familie und Wohngemeinschaften sind von dieser Regel ausgenommen. Bei kranken und alten Familienangehörigen sollten Sie allerdings besondere Sicherheitsmaßnahmen* treffen. (ahu, as)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Besser arbeiten im Home Office

Im Home Office gehören Kopfhörer zur ultimativen Grundausstattung. Dieses USB-Headset (werblicher Link) verfügt über ein Noise-Cancelling-Mikrofon, mit dem Sie beim nächsten Online-Meeting jeder glasklar versteht.

Auch interessant: Bewerbungsgespräch: Frau empört mit ungewöhnlichem Verhalten - „Du bist nicht nur unverschämt...“.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Quellen: dpa, DAK, BR Online

Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

In welchen Berufen kann ich gut verdienen, ohne Chef zu sein? Dieser Frage ist das Online-Portal gehalt.de nachgegangen und hat die bestbezahlten Berufe 2018 ohne Personalverantwortung ermittelt.
In welchen Berufen kann ich gut verdienen, ohne Chef zu sein? Dieser Frage ist das Online-Portal gehalt.de nachgegangen und hat die bestbezahlten Berufe 2018 ohne Personalverantwortung ermittelt. © pixabay / scronfinixio
Platz 10: Business Developer - 62.551 Euro brutto im Jahr
Platz 10: Business Developer verdienen 62.551 Euro brutto im Jahr (Median). © pixabay / rawpixel
Platz 9 sichern sich Wertpapierhändler. Sie streichen ein jährliches Gehalt von 64.784 Euro brutto ein.
Platz 9 sichern sich Wertpapierhändler. Sie streichen ein jährliches Gehalt von 64.784 Euro brutto ein. © Arne Dedert / dpa
Als Verkaufsleitung oder in der Vertriebssteuerung verdienen Mitarbeiter 67.699 Euro brutto im Jahr - und sichern sich den 8. Platz im Ranking.
Als Verkaufsleitung oder in der Vertriebssteuerung verdienen Mitarbeiter 67.699 Euro brutto im Jahr - und sichern sich den 8. Platz im Ranking. © pixabay / hectorgalarza
Platz 7 geht an die Versicherungsmathematiker. Sie dürfen sich über ein Gehalt von jährlich 71.042 Euro brutto freuen.
Platz 7 geht an die Versicherungsmathematiker. Sie dürfen sich über ein Gehalt von jährlich 71.042 Euro brutto freuen. © pixabay / stevepb
Platz 6: Als Regionalverkaufsleiter verdienen Angestellte  stolze 74.528 Euro brutto im Jahr.
Platz 6: Als Regionalverkaufsleiter verdienen Angestellte  stolze 74.528 Euro brutto im Jahr. © pixabay / Free-Photos
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Geschäftspartner des Unternehmen. Dafür winkt ein Jahresgehalt von 75.671 Euro brutto - und Platz 5 im Ranking.
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Geschäftspartner des Unternehmen. Dafür winkt ein Jahresgehalt von 75.671 Euro brutto - und Platz 5 im Ranking. © pixabay / SNCR_GROUP
Doch nicht nur im Finanzbereich lässt sich gut verdienen. Als Facharzt winken 80.722 Euro brutto im Jahr. Damit landen sie auf Platz 4 der bestbezahlten Berufe ohne Personalverantwortung.
Doch nicht nur im Finanzbereich lässt sich gut verdienen. Als Facharzt winken 80.722 Euro brutto im Jahr. Damit landen sie auf Platz 4 der bestbezahlten Berufe ohne Personalverantwortung. © Christian Dittrich / dpa
Jetzt wird es spannend: Platz 3 geht an Fondsmanager mit einem Gehalt von  83.641 brutto im Jahr.
Jetzt wird es spannend: Platz 3 geht an Fondsmanager mit einem Gehalt von  83.641 brutto im Jahr. © pixabay / 3844328
Platz 2: Als Mergers & Acquisitions Specialist kümmern sich Mitarbeiter um den Kauf und  Verkauf von Unternehmen oder um Fusionen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe verdienen sie 99.635 Euro brutto im Jahr.
Platz 2: Als Mergers & Acquisitions Specialist kümmern sich Mitarbeiter um den Kauf und  Verkauf von Unternehmen oder um Fusionen. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe verdienen sie 99.635 Euro brutto im Jahr. © pixabay / Free-Photos
Platz 1: Oberärzte sichern sich den Spitzenplatz unter den Berufen ohne Personalverantwortung. Ihr Gehalt von 115.317 Euro brutto im Jahr kann sich wirklich sehen lassen.
Platz 1: Oberärzte sichern sich den Spitzenplatz unter den Berufen ohne Personalverantwortung. Ihr Gehalt von 115.317 Euro brutto im Jahr kann sich wirklich sehen lassen. © Rolf Vennenbernd / dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Krankmeldung während Kurzarbeit: Das müssen Sie beachten

Wer in Kurzarbeit krank wird, dem stellen sich viele Fragen: Wie läuft die Krankmeldung? Bekomme ich weiterhin Kurzarbeitergeld? Was Arbeitnehmer wissen müssen.
Krankmeldung während Kurzarbeit: Das müssen Sie beachten

Chefs aufgepasst: Diese Zeichen verraten schon Monate vorher, dass Mitarbeiter kündigen

Gewisse Anzeichen deuten schon früh darauf hin, dass Mitarbeiter mit einer Kündigung liebäugeln. Woran Sie Abwanderungswillige erkennen - und was Chefs dagegen tun …
Chefs aufgepasst: Diese Zeichen verraten schon Monate vorher, dass Mitarbeiter kündigen

Bei Umzug für Ausbildung Förderung prüfen

Nicht immer finden Jugendliche am Wohnort ihrer Eltern einen Ausbildungsplatz. Wer für den neuen Lebensabschnitt umzieht, kann unter Umständen finanzielle Unterstützung …
Bei Umzug für Ausbildung Förderung prüfen

Das passiert, wenn Sie im Bewerbungsgespräch nach dem Urlaub fragen

Jeder Bewerber will im Vorstellungsgespräch punkten. Doch verspielen Jobsuchende gleich Sympathiepunkte, wenn sie nach den Urlaubstagen fragen?
Das passiert, wenn Sie im Bewerbungsgespräch nach dem Urlaub fragen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.