Er half auch einer 96-Jährigen

Unfassbar: Hausmeister wird gefeuert - weil er zu nett war?

Ein Kölner Hausmeister steht plötzlich ohne Job da. Doch nicht etwa, weil er faul wäre. Der Familienvater hat einen anderen Verdacht: War er seiner Chefin zu nett?

War Hausmeister Markus Nagel (45) tatsächlich zu hilfsbereit? Offensichtlich schon, denn der Mitarbeiter der Kölner Immobilien-Firma GAG steht bald ohne Job da. Und das, obwohl ihm seine Chefin noch im Januar die Entfristung seines Arbeitsvertrags in Aussicht gestellt hatte.

Kölner Hausmeister laut Arbeitgeber zu "mieternah"

"Meine Vorgesetzte erklärte mir, dass mein Vertrag nicht verlängert werden wird. Ich sei zu 'mieternah', würde meine Kollegen so aussehen lassen, als ob sie nicht richtig arbeiten würden", erzählt der Hausmeister dem Kölner Express

Hausmeister: "Wenn ich etwas sehe, mache ich es einfach." 

Der Familienvater kann sich seine Kündigung nicht erklären - sei selbst aus allen Wolken gefallen. "Klar, bin ich hilfsbereit. Das gehört zu meinem Job", meint er weiter. Er kümmere sich eben gerne um Menschen. Bei einer 96-jährigen Mieterin klingelte er etwa regelmäßig, um zu sehen, wie es ihr geht. 

Der Hausmeister kann sich nicht erklären, was man ihm sonst vorwerfen könnte. "Ich habe auch unaufgefordert Dinge erledigt. Bislang 156 Birnen gewechselt", erzählt er weiter. "Wenn ich etwas sehe, mache ich es einfach." 

Auch interessant:  Diese Verhaltensweisen können Ihren Job kosten.

Enttäuschte Mieter starten Unterschriftenaktion

Bei den Mietern im Viertel ist er jedenfalls sehr beliebt, sie wollen den hilfsbereiten Hausmeister nicht verlieren. Deshalb s tarteten sie auch eine Unterschriftenaktion, um seinen Arbeitgeber umzustimmen. 

Doch die GAG scheint davon wenig gerührt. Sprecher Jörg Fleischer erklärt dem Kölner Express: "Mieternähe ist für die GAG kein Kündigungsgrund, bzw. kein Grund, einen befristeten Arbeitsvertrag nicht zu verlängern." Weiter möchte er sich jedoch nicht zu dem Fall äußern - aus arbeitsrechtlichen Gründen.

Bei der GAG ist für den Hausmeister jedenfalls ab 30. Juni Schluss. Doch arbeitslos ist er deshalb nicht - er hat schon einen neuen Hausmeister-Job in der Tasche. Dennoch wäre er gerne in seinem Viertel geblieben. 

Lesen Sie auch: Am ersten Tag gefeuert: Fünf Gründe, die fassungslos machen.

Von Andrea Stettner

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. 
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.  © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixab ay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

Rubriklistenbild: © Twitter / @Mag2012Ge (Screenshot)

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