Bewerbungsgespräch

Wie erkläre ich dem Personaler, warum mir gekündigt wurde? 

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Mitarbeiter müssen ihre Kündigung im Vorstellungsgespräch erklären.

Wem in der alten Firma gekündigt wurde, der muss die wahren Gründe dafür im Vorstellungsgespräch nennen. Doch wie erkläre ich meinen Rausschmiss am besten?

Eine Kündigung - aus welchem Grund auch immer - ist für die meisten Arbeitnehmer ein schwerer Schlag, den man erst einmal verdauen muss. Doch kaum hat man sich aufgerappelt und die erste Bewerbung geschrieben, sorgt schon das nächste Szenario für schlaflose Nächte: Wie erkläre ich im Vorstellungsgespräch, wieso mir gekündigt wurde? Stellt mich überhaupt jemand ein? Ein Kündigung ist schließlich keine gute Werbung in eigener Sache. 

Kündigungen sind keine Seltenheit

Doch die gute Nachricht vorweg: So schlimm, wie es im eigenen Gedankenkarussel aussieht, ist eine Kündigung in der Regel nicht. Schließlich sind Sie nicht der einzige Mensch, dem schon einmal gekündigt wurdeund das wissen Personaler auch. 

Dennoch wollen sie berechtigterweise wissen, wieso Sie nicht mehr in Ihrem alten Unternehmen arbeiten. Gründe dafür kann es schließlich viele geben, zum Beispiel  

  • betriebsbedingte Kündigungen (zum Beispiel, weil das Unternehmen weniger Aufträge hat) 
  • verhaltensbedingte Kündigung (zum Beispiel, weil Sie gegen das Alkoholverbot am Arbeitsplatz verstoßen oder eine Straftat begangen haben) 
  • personenbedingte Kündigung (zum Beispiel wegen häufiger, kurzer Krankheiten oder weil Sie nicht für die Arbeit geeignet sind)

Kündigungsgrund: Darf ich lügen? 

Damit die Kündigung Ihnen nicht zum Verhängnis wird, müssen Sie die Gründe dafür jedoch ehrlich, professionell und vor allem positiv darstellen. Lügen dürfen Sie in dieser Frage nicht, Kündigungsgründe müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden

Kommt Ihnen Ihr neuer Arbeitgeber nämlich später auf die Schliche, darf er Sie wegen dieser Lüge fristlos kündigen. Bleiben Sie also lieber bei der Wahrheit - auch wenn es für Sie unangenehm ist. 

Wie erkläre ich meine Kündigung am besten? 

Versuchen Sie die Frage also wahrheitsgemäß, aber auch kurz und knapp hinter sich zu bringen. Auf keinen Fall sollten Sie verbittert, wütend oder beleidigt wirken. Lästereien gegen den alten Chef ("schrecklicher Typ!") kommen im Vorstellungsgespräch gar nicht gut an. Seien Sie aber darauf gefasst, dass der Personaler Ihnen dazu provokante Fragen stellen wird, die Sie dazu verleiten sollen, über die alte Firma herzuziehen. Bleiben Sie dabei auf jeden Fall cool.

Konzentrieren Sie sich lieber darauf, dieKündigung sachlich darzustellen und lassen Sie Gefühle außen vor, zum Beispiel so: "Mein neues Aufgabengebiet hat nicht zu meinen Kompetenzen gepasst. Deshalb haben mein Vorgesetzter und ich uns einvernehmlich dazu entschlossen, meinen Arbeitsvertrag aufzulösen."

Achten Sie darauf, dass trotz allem die Kündigung positiv darlegen und stellen Sie Ihre Motivation und Kompetenzen für die neue Stelle in den Vordergrund.

Mehr dazu: Das sind die meistgestellten Fragen zur Kündigung. 

Lesen Sie auch, ob eine Kündigung gerechtfertigt ist, wenn Sie ständig krank sind oder wenn Sie in der Probezeit krank werden.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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