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Welche Punkte für ein gutes Traineeprogramm zählen

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Trainees sollten die Möglichkeit haben, unterschiedliche Abteilungen kennenzulernen - natürlich unter Anleitung.

Start in die Berufswelt: Ein Traineeprogramm eröffnet Berufseinsteigern die Möglichkeit, in unterschiedliche Abteilungen eines Unternehmens hineinzuschnuppern. Für wen ist dieser Weg der Richtige?

München/Bielefeld - Ein Studium absolviert, und jetzt? In einigen Branchen locken Unternehmen Berufsanfängerinnen und -anfänger oft mit einer Stelle als sogenannter Trainee. Das kann ein guter Einstieg in den Job sein. Aber Vorsicht: Zum Teil suchen sich manche Firmen so nur günstige Arbeitskräfte. Was Interessierte wissen müssen:

Was ist überhaupt ein Traineeprogramm?

„Ein Traineeprogramm ist eine Art Ausbildung nach dem Studium“, sagt Manuela Stock, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in München. Über ein solches Programm rekrutieren Unternehmen nicht selten ihre künftigen Führungskräfte.

Trainees durchlaufen unterschiedliche Abteilungen des jeweiligen Unternehmens, verbleiben dort für eine gewisse Zeit und sammeln Erfahrungen. „Während der gesamten Dauer des Traineeprogramms werden die Teilnehmer von der Personalabteilung begleitet, eventuell auch von einem Mentor oder einem Buddy und natürlich auch von den Vorgesetzten der jeweiligen Abteilung“, sagt Ute Gietzen-Wieland, Business-Coach in Bielefeld.

Wie lange dauert ein Traineeprogramm im Schnitt?

Das ist unterschiedlich. „Ein Richtwert ist eine Dauer von etwa 17 Monaten“, sagt Berufsberaterin Stock. Die maximale Länge liegt laut Gietzen-Wieland in der Regel bei 24 Monaten.

In welchen Branchen sind Trainees üblich?

In vielen unterschiedlichen Branchen. „Beispielsweise im höheren Dienst des öffentlichen Dienstes, im Maschinenbau oder bei Banken und Versicherungen“, zählt Stock auf. Auch in der Chemie-, in der IT- oder in der Werbebranche gibt es oft Traineeprogramme.

Was macht ein gutes Traineeprogramm aus?

Das Programm sollte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut strukturiert und begleitet sein. „Optimal ist es, wenn die Teilnehmer mindestens vier bis fünf unterschiedliche Abteilungen in einem Unternehmen durchlaufen“, so Stock.

Trainees sollten zudem merken, dass sie an die Hand genommen werden und Erfahrungen unter Begleitung sammeln können, sagt Gietzen-Wieland.

Woran erkennt man, dass man womöglich nur als günstige Arbeitskraft ausgenutzt wird?

„Etwa, wenn ein Traineeprogramm von kurzer Dauer, also nur auf ein Jahr ausgelegt ist“, sagt Stock. Skepsis ist auch angebracht, wenn ein Traineeprogramm länger als zwei Jahre dauern soll.

Bevor angehende Trainees einen Vertrag unterschreiben, sollten sie den Inhalt des Dokuments genau prüfen. Wie detailliert ist dort beschrieben, was in den einzelnen Stationen ansteht? Sind nur vage Angaben gemacht, ist das kein gutes Zeichen.

Wem bringt ein Traineeprogramm etwa, wer ist mit einer Einsteigerstelle besser bedient?

Ein Traineeprogramm ist für alle von Vorteil, die Interesse daran haben, sich auszuprobieren und verschiedene Aufgabenfelder in einem Unternehmen kennenzulernen. „Der Charme eines Traineeprogramms ist, dass man für eine begrenzte Zeit in verschiedenen Stationen verweilt“, sagt Gietzen-Wieland.

Eine Einsteigerstelle ist womöglich für diejenigen besser, denen schon klar ist, was sie in ihrem Beruf inhaltlich machen möchten. Wer allerdings bei einer Einsteigerstelle merkt, dass einem die Aufgabe doch nicht so gut gefällt, für den oder die ist es schwieriger, da „gesichtswahrend herauszukommen“. Sich dann innerhalb des Unternehmens zu verändern, funktioniert oftmals nicht, sagt Wieland.

Wie viel verdient man als Trainee?

„Das hängt von der Branche, vom Unternehmen und dem jeweiligen Bundesland ab“, sagt Stock. In der Regel geht es nach Angaben von Gietzen-Wieland in vielen Branchen um Jahresbruttoeinkommen zwischen 30.000 und 38.000 Euro.

Liegt das versprochene Gehalt darunter, sollten Bewerberinnen und Bewerber skeptisch sein. Vielleicht sucht ein Unternehmen dann doch nur sehr günstige Arbeitskräfte und bietet mittel- wie langfristig keinerlei berufliche Perspektiven. dpa

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