Verkaufstalente

Wie werde ich Drogisten/in?

Viele Drogeriekunden suchen Beratung, zum Beispiel, wenn es um den richtigen Duft geht. Janine Rosenbaum (r.) lernt, worauf es beim Verkaufen genau ankommt. Foto: Ina Fassbender
1 von 10
Viele Drogeriekunden suchen Beratung, zum Beispiel, wenn es um den richtigen Duft geht. Janine Rosenbaum (r.) lernt, worauf es beim Verkaufen genau ankommt. Foto: Ina Fassbender
Bei Fragen zu Inhaltsstoffen von Kosmetika hilft Janine Rosenbaum ihren Kunden weiter: Die 20-Jährige macht in Münster eine Ausbildung zur Drogistin. Foto: Ina Fassbender
2 von 10
Bei Fragen zu Inhaltsstoffen von Kosmetika hilft Janine Rosenbaum ihren Kunden weiter: Die 20-Jährige macht in Münster eine Ausbildung zur Drogistin. Foto: Ina Fassbender
Die angehende Drogistin Janine Rosenbaum ist in ihrem Ausbildungsbetrieb zum Beispiel auch für das Abwiegen von Tees zuständig. Foto: Ina Fassbender
3 von 10
Die angehende Drogistin Janine Rosenbaum ist in ihrem Ausbildungsbetrieb zum Beispiel auch für das Abwiegen von Tees zuständig. Foto: Ina Fassbender
Auch Fotoarbeiten gehören zum breiten Tätigkeitsspektrum von Drogisten: Janine Rosenbaum lernt als Auszubildende zum Beispiel, was bei Passfotos wichtig ist. Foto: Ina Fassbender
4 von 10
Auch Fotoarbeiten gehören zum breiten Tätigkeitsspektrum von Drogisten: Janine Rosenbaum lernt als Auszubildende zum Beispiel, was bei Passfotos wichtig ist. Foto: Ina Fassbender
Zu Jasmin Rosenbaums Aufgaben gehört es auch, einen Überblick über die vorhandenen Waren zu behalten und diese bei Bedarf nachzubestellen. Foto: Ina Fassbender
5 von 10
Zu Jasmin Rosenbaums Aufgaben gehört es auch, einen Überblick über die vorhandenen Waren zu behalten und diese bei Bedarf nachzubestellen. Foto: Ina Fassbender
Als angehende Drogistin kann Janine Rosenbaum im Betrieb schon viele Aufgaben übernehmen: Hier nimmt sie ein Passfoto auf. Foto: Ina Fassbender
6 von 10
Als angehende Drogistin kann Janine Rosenbaum im Betrieb schon viele Aufgaben übernehmen: Hier nimmt sie ein Passfoto auf. Foto: Ina Fassbender
In der Drogerie Jentschura können Kunden auch Kopien anfertigen lassen. Die angehende Drogistin Janine Rosenbaum hilft einer Kundin bei ihrem Auftrag. Foto: Ina Fassbender
7 von 10
In der Drogerie Jentschura können Kunden auch Kopien anfertigen lassen. Die angehende Drogistin Janine Rosenbaum hilft einer Kundin bei ihrem Auftrag. Foto: Ina Fassbender
Besonders gefällt es Jasmin, wenn sie einem Kunden, der eine Frage oder ein Problem hatte, mit ihrer Beratung weiterhelfen konnte. Foto: Ina Fassbender
8 von 10
Besonders gefällt es Jasmin, wenn sie einem Kunden, der eine Frage oder ein Problem hatte, mit ihrer Beratung weiterhelfen konnte. Foto: Ina Fassbender

Ob es um einen Fotoausdruck oder die neue Mascara geht: Drogisten sind zur Stelle, wenn beim Kunden Fragen aufkommen. Wer sich für den Beruf interessiert, muss nicht nur gut verkaufen können - auch Kenntnisse in Biologie und Chemie sind gefragt.

Münster (dpa/tmn) - Welche Tagescreme eignet sich am besten für empfindliche Haut? Wie richtet man den Fotoautomaten richtig ein? Und welche Nebenwirkungen können bei Erkältungsmitteln auftreten?

Diese Fragen haben auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas gemeinsam. Doch Janine Rosenbaum kennt sich inzwischen mit all diesen Themen aus. Die 20-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Drogistinin der Fachdrogerie Margarete Jentschura in Münster.

Vielfältige Produktberatung

Sie verkauft unter anderem Cremes, Schminkutensilien und Parfüms, aber auch Teekräuter, Gesundheitssäfte und Nahrungsergänzungsmittel - viele weitere Produkte ergänzen das vielfältige Drogerieangebot. "Das Beste im Tagesgeschäft ist, Kunden zu beraten", findet Rosenbaum.

Drogisten erklären zum Beispiel, wie Produkte richtig angewendet werden. "Sie helfen auch bei Fragen zu Inhaltsstoffen", erklärt Michael Bastian vom Verband Deutscher Drogisten. Nach einem erfolgreichen Verkaufsgespräch kassieren sie und machen am Ende des Tages die Kassenabrechnung. Waren annehmen, lagern und sie im Ladenlokal ansprechend zu präsentieren - das gehört ebenfalls zum Alltag von Drogisten. Die Fachkräfte kontrollieren die Bestände und bestellen rechtzeitig nach, damit die Kunden nicht irgendwann vor leeren Regalen stehen.

Welche Voraussetzungen es gibt

Die unterschiedlichen Aufgaben machen den Beruf sehr abwechslungsreich. "Es kommt auch vor, dass ich ein Verkaufsplakat gestalte und dafür die Preise selbst aufmale", erzählt die Auszubildende.

Auch wenn viele Kunden im Laden sind, müssen Drogisten souverän und gelassen bleiben. Dann ist Teamfähigkeit und auch Organisationstalent gefragt: Gemeinsam mit Kollegen sorgen sie für reibungslose Abläufe.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte gute Kenntnisse in Biologie und Chemie vorweisen können - denn Kunden fragen oft nach Inhaltsstoffen, etwa von Gesichtsmasken. Daneben zählen Mathematik und Rechtschreibung, um Rabatte zu berechnen oder Geschäftsbriefe an Lieferanten zu schreiben.

Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre. An der Berufsschule steht zum Beispiel Gesundheitslehre auf dem Stundenplan. Die Auszubildenden lernen außerdem, wie Arzneimittel wirken, wie sie zu dosieren sind und welche Wechselwirkungen auftreten können. Auch Fotoarbeiten sind Thema, ebenso Kenntnisse rund um Kosmetika.

Im Betrieb heißt es dann: Anpacken und mitmachen. Die Azubis lernen, wie Verkaufsgespräche geführt werden und wie sie mit schwierigen Kunden umgehen sollten. Meistens ist der Kontakt mit den Kunden aber nett und unkompliziert, wie Rosenbaum sagt: "Es gibt einem selbst ein gutes Gefühl, wenn man einem Kunden, der eine Frage oder ein Problem hatte, mit Beratung weiterhelfen konnte."

Vergütung der Ausbildung und im späteren Beruf

Die Ausbildungsvergütung unterscheidet sich je nach Betrieb und Bundesland. Die Bundesagentur für Arbeit gibt zur Orientierung ein monatliches Bruttogehalt von 645 bis 805 Euro im ersten, von 710 bis 905 Euro im zweiten und von 830 bis 1045 Euro im dritten Ausbildungsjahr an.

Im Anschluss an die Ausbildung können sich Drogisten unter anderem zum Handelsfachwirt, Ernährungsberater oder zur Kosmetikerin weiterqualifizieren. Wer will, kann Filialleiter werden oder sich selbstständig machen. Für Janine Rosenbaum ist erst einmal klar: Ob Schönheits- und Gesundheitsthemen oder Fotografie, sie will auf dem Laufenden bleiben - um auch den Kunden die aktuellsten Trends vermitteln zu können.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Wenn Sie diesen Beruf haben, können Sie bei Frauen kaum landen

Was an Männern finden Frauen attraktiv? Die Augen, die Hände, das Lächeln? Doch auch der Beruf spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für einen Lebensgefährten.
Wenn Sie diesen Beruf haben, können Sie bei Frauen kaum landen

Was denken Sie: Ist diese E-Mail-Signatur wirklich so unerhört, wie die Chefin behauptet?

Wie er seine E-Mails unterschreibt, macht seine Chefin fuchsig. Doch kann der neue Kollege überhaupt etwas dafür? Die Chatroom-Nutzer sind geteilter Meinung.
Was denken Sie: Ist diese E-Mail-Signatur wirklich so unerhört, wie die Chefin behauptet?

CEO hat seit 15 Jahren keinen Montag im Büro verbracht - aus diesem herzigen Grund

Montags hat der Chef frei - das weiß in seiner Firma jeder. Anfangs musste er sich dumme Sprüche anhören, doch inzwischen erntet er für seinen Lebensstil Bewunderung.
CEO hat seit 15 Jahren keinen Montag im Büro verbracht - aus diesem herzigen Grund

Einfache Mittel gegen Energietief im Job

Fehlt Schlaf, fällt es schwer, den Arbeitstag über wach zu bleiben. Möglichst viel Kaffee zu trinken, ist dann aber nicht die beste Lösung.
Einfache Mittel gegen Energietief im Job

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.