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Wie werde ich Schornsteinfeger/in?

Einen Schornstein mit dem Kaminbesen kehren: Das gehört zu den klassischen Tätigkeiten in der Ausbildung zum Schornsteinfeger. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Einen Schornstein mit dem Kaminbesen kehren: Das gehört zu den klassischen Tätigkeiten in der Ausbildung zum Schornsteinfeger. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Mit Interesse an chemischen und physikalischen Zusammenhängen geht angehenden Schornsteinfegern das Handwerk leichter von der Hand. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Mit Interesse an chemischen und physikalischen Zusammenhängen geht angehenden Schornsteinfegern das Handwerk leichter von der Hand. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Mit komplizierten Verfahren kontrollieren Kaminkehrer heutzutage Emissionen jeglicher Art. Azubi Justin Otto misst gemeinsam mit Ausbilderin Josephine Villmann die Feinstaub-Werte einer Scheitholz-Heizung. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Mit komplizierten Verfahren kontrollieren Kaminkehrer heutzutage Emissionen jeglicher Art. Azubi Justin Otto misst gemeinsam mit Ausbilderin Josephine Villmann die Feinstaub-Werte einer Scheitholz-Heizung. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Heute sind Kaminkehrer für alles zuständig, was mit Energie und Wärme zu tun hat: Justin Otto führt eine Abgasmessung an einer Scheitholz-Heizung durch. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Heute sind Kaminkehrer für alles zuständig, was mit Energie und Wärme zu tun hat: Justin Otto führt eine Abgasmessung an einer Scheitholz-Heizung durch. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Als angehender Kaminkehrer lernt Justin Otto unter Anleitung von Ausbilderin Josephine Villmann eine Holzfeuchte-Messung für Scheitholz durchzuführen. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Als angehender Kaminkehrer lernt Justin Otto unter Anleitung von Ausbilderin Josephine Villmann eine Holzfeuchte-Messung für Scheitholz durchzuführen. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Justin Otto kontrolliert das Abgasrohr einer Scheitholz-Heizung mit einer Endoskop-Kamera - unter Aufsicht seiner Ausbilderin, Schornsteinfegermeisterin Josephine Villmann. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Justin Otto kontrolliert das Abgasrohr einer Scheitholz-Heizung mit einer Endoskop-Kamera - unter Aufsicht seiner Ausbilderin, Schornsteinfegermeisterin Josephine Villmann. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Wer wie Justin Otto eine Ausbildung zum Schornsteinfeger macht, sollte schwindelfrei sein. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Wer wie Justin Otto eine Ausbildung zum Schornsteinfeger macht, sollte schwindelfrei sein. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
Reinigung des Abgasrohrs: Angehende Schornsteinfeger müssen sorgfältig arbeiten, damit alles sicher funktioniert. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn
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Reinigung des Abgasrohrs: Angehende Schornsteinfeger müssen sorgfältig arbeiten, damit alles sicher funktioniert. Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-tmn

Von Kunde zu Kunde, immer im Gespräch: Schornsteinfeger kommen bei der Arbeit viel herum. Ihr Aufgabengebiet wird immer größer, und damit auch die Verantwortung.

Erfurt (dpa/tmn) - Egal, an welcher Haustür er klingelt: Justin Otto wird fast immer herzlich begrüßt. Das liegt an seinem freundlichen Auftreten, aber auch an seinem Beruf.

Der 20-Jährige ist angehender Schornsteinfeger - und Leute dieser Zunft haben einen besonderen Ruf: Wer ihre Arme, ihre Schulter oder einen ihrer goldenen Knöpfe berührt, auf den wartet Glück.

"Das gibt mir ein tolles Gefühl, wenn man mich als Glücksbringer sieht", erzählt Otto. Wobei das nicht das einzige ist, was dem Auszubildenden beim Schornsteinfeger-Betrieb Josephine Villmann in Erfurt gefällt. "Mein Alltag ist alles andere als monotone Arbeit. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen", so Otto.

Moderne Anlagen statt Rußbürste

Mit einer Bürste den Ruß aus den Schornsteinen zu fegen - das war vor 50 Jahren die Hauptaufgabe. Inzwischen hat sich einiges gewandelt. Die Fachleute haben neben dem Schornstein sämtliche Heizungs-, Abgas- und Lüftungsanlagen eines Hauses im Blick.

Sie überprüfen, ob Anlagen betriebs- und brandsicher sind. "Mit komplizierten Messverfahren kontrollieren die Fachleute Emissionen jeglicher Art, etwa Feinstaub oder Kohlenmonoxid", erklärt Daniel Fürst, Vorsitzender des Zentralverbands Deutscher Schornsteinfeger. Genauso gehört es zu den Aufgaben, zu checken, ob Feuerstätten effizient arbeiten und Gasleitungen dicht sind.

Als Experten vor Ort begleiten sie die Energie- und Wärmewende. Dafür bewerten sie Gebäude und erstellen Energie- und Verbrauchsausweise. Daneben empfehlen Schornsteinfege sinnvolle energetische Sanierungsarbeiten am Haus.

Eine Ausbildung für Schwindelfreie

Und ein bisschen Nervenkitzel ist täglich dabei - nämlich dann, wenn es rauf aufs Dach geht. "Den Respekt vor der Höhe werde ich nie verlieren", sagt Otto. Ihm macht es nichts aus, bei Wind und Regen auf dem Dach zu balancieren. Schwindelfreiheit ist aber ein Muss.

Berufseinsteiger sollten aufgeweckt und kontaktfreudig sein sowie ein gewisses technisches Grundverständnis mitbringen. Von Vorteil ist ein Interesse an physikalischen und chemischen Zusammenhängen. Das ist nötig, um Abgase und Verbrennungsrückstände messen und beurteilen zu können. Gute Mathe-Kenntnisse brauchen Schornsteinfeger, um zum Beispiel Volumenströme in Zahlenwerten in Arbeits-, Mess- und Prüfberichten anzugeben.

Selbstständige Arbeit heißt flexible Arbeitszeiten

Schornsteinfeger meistern ihren Arbeitsalltag in aller Regel alleine. Durch den ständigen Kundenkontakt sind sie aber trotzdem immer in Gesprächen - und sie haben viel Verantwortung. Ein Beispiel: Schornsteinfeger müssen merken, wenn etwa die Gebäudehülle verändert wurde. "Der Austausch von Fenstern in einem Haus oder die Dämmung von Außenwänden bedeutet, dass das Gebäude dichter wird", erläutert Fürst. Das wiederum kann die Verbrennungsluftversorgung von Feuerstätten beeinträchtigen.

Schornsteinfeger bekommen von ihrem Arbeitgeber einen Betriebswagen gestellt, um von Haus zu Haus zu fahren. Das Fahrzeug ist Werkstatt und Büro zugleich. Sie kümmern sich in aller Regel selbst um alles - von der Terminabsprache mit dem Kunden bis zum Bearbeiten der Gebäudedaten nach einem Auftrag. Das hat Vorteile: "Die Arbeitszeit kann, beispielsweise im Vergleich zur Industrie, sehr flexibel gestaltet werden", so Fürst.

Die Ausbildungsvergütung ist in einem Tarifvertrag geregelt. Danach erhalten Auszubildende laut Bundesagentur für Arbeit im ersten Jahr 520 Euro monatlich brutto, im zweiten 590 Euro und im dritten Jahr 690 Euro. In einigen Bundesländern gibt es laut Fürst Empfehlungen der Innungen - dort sind die Ausbildungsvergütungen dann höher.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

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